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Cover: Geld verdienen am Sozialstaat
Dezember 2014

Ausgabe 1022 - Dezember 2014

Geld verdienen am Sozialstaat

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Dossier

Was Vermögen vermöchte

Hat die Allgemeinheit Anspruch auf den Reichtum der wenigen? Natürlich nicht. Haben die Reichen den Anspruch, ihr Geld in die Allgemeinheit zu investieren? Theoretisch ja, doch ist im Zeitalter des Etatismus zur Rarität verkommen, was einst gängige Praxis war.

Befreit die Kultur!

Wer den Status quo der staatlichen Kulturfinanzierung hinterfragt, gilt schnell als Kunstbanause. Ein einfacher Hebel könnte aber Kulturbudgets erhöhen und die öffentliche Hand entlasten: die Anerkennung von Gemeinnützigkeit im Subventions- und Steuersystem.

Die Anleihe mit sozialer Wirkung

Die Anleihe mit sozialer Wirkung

Die Sozialindustrie bemüht sich um Integration anerkannter Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt, doch der Erfolg bleibt bescheiden. Ein Social Impact Bond könnte hier Abhilfe schaffen, indem er richtige Anreize setzt und sowohl dem Sozialstaat als auch Asylberechtigten nutzt.

Aktuelle Debatten

Ein Land von Stiftern

Ein sinnvoller und für viele Wohltäter besonders befriedigender Verwendungszweck für privates Vermögen ist das Spenden. Eine Form, dies zu tun, ist die Einrichtung einer Stiftung. Gemeinnützige Stiftungen leisten einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwesen. Sie sind Ausdruck bürgerlichen Engagements. Je mehr Stiftungsaktivitäten es gibt, umso weniger braucht es die staatliche Bereitstellung

Weitere Beiträge

Editorial

Es ist ein Format, das viele Freunde hat und auch ein paar erbitterte Gegner: das Interview. Unsere Jahresendausgabe enthält traditionellerweise eine Menge Gespräche, die zweifellos viel Gesprächs- und Zündstoff bieten. Damit dokumentieren wir: Wir sitzen nicht immer nur vor unseren Bildschirmen und korrespondieren auf anonymen Wegen mit unseren Autoren, sondern

Making of 1022

Making of 1022

Alle gewinnen im Sozialstaat Die soziale Wohlfahrt beansprucht einen immer grösseren Teil der zuverlässig wachsenden Bundesausgaben – 33 Prozent von knapp 64 Milliarden Franken. Zielführender als bewährte Rhetorik gegen den Anstieg (oder für die Verteidigung des Status quo) ist ein nüchterner Blick auf die Anreize, die das Sozialwesen aufblähen. Was wird

«Durchlässigkeit»

«Durchlässigkeit»

Was der Filtertüte frommt, steht der Regenjacke gar nicht: Durchlässigkeit. Wer Durchlässigkeit preist, stand offenbar nie allein im Regen. Könnte es sein, dass Politikern solch grundstürzende Erfahrung fehlt, da sie ja selten unbeschirmt Durchlass fordern müssen? Denn sie reden furchtbar gern vom Undichten, geht man nach der Häufigkeit, in der

Untergangsexperten

Untergangsexperten

Es gibt keine Branche, die ihren eigenen Untergang so laut, häufig und lustvoll zelebriert wie jene der gedruckten Medien. Da auch in diesem Fall die berühmteste aller journalistischen Regeln gilt, nämlich die, nach der nur eine schlechte Nachricht eine gute Nachricht ist, werden wir seit nunmehr mindestens zwei Jahrzehnten von

Putins Angst

Will der Präsident Russlands durch die Annexion der Ukraine das grossrussische Reich wiederherstellen? Oder fühlt sich Vladimir Putin vielmehr vom Westen bedroht? Der Ukrainekonflikt kennt ein Vorbild:den Kaukasuskrieg in Georgien. Ein Schweizer Standpunkt.

…im Hotel Angst

…im Hotel Angst

Christoph Marthaler persiflierte in einem seiner legendären Theaterstücke die Schweiz als «Hotel Angst». Was ist los mit der Angst? «Angst lügt nie», sagt der Psychoanalytiker Jacques Lacan. «Nur der Dumme hat keine Angst», heisst es. «Angst essen Seele auf», erfahren wir von Rainer Werner Fassbinder. Kaum ein Gefühl ist so

Spass und jede Menge Geld

Spass und jede Menge Geld

Xenia Tchoumitcheva tourt um die Welt, hält Leadership-Speeches, betreibt ein Webmagazin und ist Protagonistin ihrer eigenen Realityshow. Ein Gespräch mit der früheren «Monat»-Kolumnistin über Liberalismus, Denkstereotypen und ihr neues Leben als Verlegerin.

Scheiternde Elite

Scheiternde Elite

Der Zorn auf die politische und ökonomische Elite wächst mit der Krise. Von ihr wird erwartet, Verantwortung zu übernehmen – unabhängig von tatsächlicher Schuld. Martin Wolf über den Unterschied zwischen Opernstars und Hedge-Fonds-Managern.

Parlamentskarriere gefällig?

Parlamentskarriere gefällig?

«Operation Libero wird Nicola Forster in den Nationalrat bringen, wie der 7. Dezember 1992 Christa Markwalder. Hurra!» – Sarkasmus triefte aus diesem Tweet von «Weltwoche»-Journalist Markus Schär, der offenbar weder neue liberale Bewegungen noch mich besonders schätzt. Damit kann ich leben. Unterwegs in Bern, werde ich nun aber leider ständig

Stressreduktion dank E-Mail-Regel

Stressreduktion dank E-Mail-Regel

Vor einigen Tagen beklagte die Polizei eine Zunahme von Unfällen, weil Fussgänger mit ihren mobilen Telefonen beschäftigt waren und nicht auf den Verkehr achteten. Kürzlich beobachtete ich einen Mann, der beim Mittagessen mit Kolleginnen abwechselnd mit Handy und Laptop beschäftigt war; phasenweise ass er (wobei der Kellner die Hälfte der

Nicht Mitte, nicht links, nicht rechts

Vertreter der katholischen Kirche liebäugeln immer öfter mit Kapitalismuskritik, um sich dem Zeitgeist anzubiedern. Eine Vermischung der beiden Sphären Politik und Religion birgt indes Gefahren – und verkennt die theologische Pointe des Christentums. Eine kleine Streitschrift.

Steuerrulings sind besser als ihr Ruf

Steuerrulings sind besser als ihr Ruf

Die Institutionalisierung von Vermögensverwaltungsgesellschaften in sogenannte Steueroasen durch die Industriegruppe Ammann hat jüngst dafür gesorgt, dass das Tax- oder Steuerruling einmal mehr in Verruf geraten ist. Moment, Sie wissen nicht, was das ist? Nun, eigentlich ganz einfach: Steuerruling ist ein Verfahren, bei dem die Besteuerung des Subjekts mit den Steuerbehörden

In welcher Art von Wirtschaft möchten Sie leben?

In welcher Art von Wirtschaft möchten Sie leben?

Kennen Sie die Elben aus Tolkiens «Herr der Ringe»? In ihrer Gesellschaft wird wenig Neues, dafür Hochwertiges produziert; die meisten Gegenstände sind halt- und mehrfach vererbbar – die Elben leben in Frieden, geniessen hohe Lebensqualität trotz wenig Wirtschaftswachstum! Ganz anders im nahen Mordor: obwohl auf dauerndem Expansionskurs und mit einem Bruttosozialprodukt,

Splitter aus der Redaktion

Schwarze Materie Naturalisten glauben nicht ans Ich, möchten es aber gerne und nehmen deshalb grosse Anstrengungen auf sich, um alles, was das spontane, rationale und schmerzende Selbst umfasst, auf den Begriff zu bringen. So viel zumindest glaube ich verstanden zu haben, nachdem ich kürzlich auf verworrenen Wegen in der Lesung

Entscheidungsfreiheit

Entscheidungen sind wenig beliebt. Sie kommen vielen Menschen ungelegen, denn sie verändern etwas. Entschlüsse setzenneue Tatsachen, neue Verbindlichkeiten. Zwar ruft alle Welt nach Entscheidungen, doch ist das Prinzip der Dezision seit langem in Verruf. Stets haftet dem Entschluss der Geruch der Willkür an. Dies widerspricht der Sehnsucht nach Harmonie, Kompromiss

Kinder aus dem Eis?

Kinder aus dem Eis?

Carl Djerassi gilt als Wegbereiter der Frauemanzipation durch die Erfindung der «Pille». Der Chemiker beschäftigt sich heute weniger mit Verhütung als vielmehr mit zukünftigen Möglichkeiten für freie Sexualität. Ein Besuch bei dem Visionär, der auch Schriftsteller und Kunstmäzen ist.

Der vollkommene Augenblick

Merke: wenn du das nächste Mal spätabends auf einer Strasse voll dunkler Läden durch die ausgestorbene Innenstadt läufst und ein Besoffener hängt sich aus seinem Pick-up und schreit dir «Hey, du Schwuchtel!» hinterher, dann wirf ihm keinen Luftkuss zu. Erwäge die folgenden Alternativen: Bete. Stell dich taub. Hol den

Das kann dann mal weg

Das kann dann mal weg

Skandal in der Kunstwelt! Das landeseigene nordrhein-westfälische Spielcasino «Westspiel» in Aachen verscherbelte zwei Bilder von Andy Warhol in einer Auktion von Christie’s – mit dem Ziel, den NRW-Landeshaushalt zu sanieren und neue Investitionen in die Casinolandschaft tätigen zu können. Verwundert rieb sich mancher die Augen: ein Spielcasino mit

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.