«Das katholische Milieu im strengen Sinne gibt es nicht mehr»
Studio Schweizer Monat #99: Thomas Zaugg, Historiker, spricht über den ehemaligen Bundesrat Philipp Etter, die anstehenden Wahlen und über die mangelnden Politiker in der Mitte.
ist Historiker. Zuletzt von ihm erschienen: «Bundesrat Philipp Etter (1891–1977). Eine politische Biografie» (NZZ Libro, 2020).
Studio Schweizer Monat #99: Thomas Zaugg, Historiker, spricht über den ehemaligen Bundesrat Philipp Etter, die anstehenden Wahlen und über die mangelnden Politiker in der Mitte.
In der Ablehnung einer westlichen Fortschrittsgeschichte konzentrierte sich die Geschichtswissenschaft zuletzt einseitig auf die Dekonstruktion von Mythen. Debatten sollten heute wieder näher an die Praxis rücken.
Einigen jüngeren Studien zur Schweizer Zeitgeschichte schlägt unsachliche und faktenwidrige Kritik entgegen. Dass unser Bild der Vergangenheit ständig neu beurteilt werden darf und muss, geht vergessen.
Fünf ehemalige Studenten der Universität Zürich wollten die Schweiz verstehen. Im Neumarkttheater sprach Thomas Zaugg, Autor von «Blochers Schweiz», mit ihnen über wilde Tage – vergangene und kommende. Adolf Muschg war Special Guest. Wir dokumentieren dieses denkwürdige Gespräch.
Die Herkunftserzählungen der heutigen Schweiz sind vielfältig, woher aber rühren sie? Was kommt heraus, wenn man sie in den zeitgenössischen politischen Diskurs übersetzt? Und: leidet die Eidgenossenschaft an einer Depression?
Was die modernen Schweizer eigentlich ausmacht, ist ihre Lernfähigkeit. Doch warum verkennen wir heute die vergangene Rolle von Krieg, Glück und Zufall? Und warum haben kritische Patrioten Mühe, den Wert des Alpenmythos zu schätzen?