Florian Rittmeyer
war von Ende 2015 bis Mitte 2016 Chefredaktor dieser Zeitschrift und CEO der SMH Verlag AG. Zuvor amtete er als Ressortleiter Politik & Wirtschaft. Rittmeyer lebt und arbeitet heute in den USA.
Editorial
Endlich Sommerferien, endlich Zeit zu lesen – wobei wir von der Lektüre der meisten Managementratgeber abraten. Denn in puncto Managementtechniken gab es seit den römischen Sklavenhaltern kaum Innovationen. Behauptet jedenfalls der Altertumswissenschafter Jerry Toner. Ja, stimmt ihm Raymond Hofmann zu, allerdings orientieren sich in unseren volatilen Zeiten auch nur noch wirklich
«Ich kann nur mich selbst kontrollieren»
Geld drucken und Schulden machen: westliche Länder praktizieren heute ein ökonomisches Verhalten, das sie vor 50 Jahren Entwicklungsländern vorwarfen. Wohin führt das? Dambisa Moyo über Chinas Griff nach Rohstoffquellen, Afrikas Wachstumschancen und vier globale Szenarien.
In eigener Sache: Schöne, nicht mehr so neue Unsicherheit
Unsicherheit ist eine Triebkraft, die mich schon lange beschäftigt.
Editorial
Noch befindet sich die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP) in der Verhandlungsphase. Falls das Abkommen zwischen der EU und den USA zustande kommt, wird sich die Schweizer Landwirtschaft mit aller Kraft gegen eine Andockungslösung der Schweiz stemmen. Unterstützung erhalten die Bauern dabei von den Sozialdemokraten.
Bitte anständig sein
Banker, die trotz Milliardenverlusten und schlechten Eigenkapitalrenditen Millionenboni kassieren, korrupte Manager und bestechliche Beamte – sie alle sind Treiber des Volkszorns. Und was öffentlich als Skandal wahrgenommen wird, dient für Bürokraten aller Couleur als Einladung, Menschen mit Hilfe von Gesetzen und Verordnungen zu «erziehen». Der Einzelfall wird damit nicht selten zum
«Es war einmal ein Bürgerblock…»
Was Sie schon immer über den bürgerlichen Schulterschluss wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.
Editorial
Den Zeitgeist kritisch zu hinterfragen, ohne sich von ihm treiben zu lassen: so lautet einer unserer publizistischen Grundsätze. Dies ist in ruhigen Zeiten einfacher als während des medialen Ausnahmezustands. Rund zehn Stunden nachdem wir das «Gut zum Druck» der April-Ausgabe gegeben hatten, sind in der Abflughalle des Flughafens Brüssel-
Zauberlehrlinge
Im Jahr 2013 trat der Ökonom Sam Hinkie an, das Basketballteam der Philadelphia 76ers aus der sportlichen Misere zu holen. Hinkie galt als brillanter Analyst, und die Investoren des Sportclubs machten sich berechtigte Hoffnungen, dass sich die Kunst seiner Zahlenakrobatik auch in einer Siegesserie ihres Clubs niederschlagen würde. Sie lagen
Das Eigene und das Fremde
Der Psychologe Norbert Bischof über die Identität des Menschen, das Leben in Gruppen und die Angst vor Fremden – ein Gespräch in drei Teilen.
Editorial
Schockwellen eines Terroranschlags, egal ob in Paris, Ankara oder Boston, sind auf der ganzen Welt zu spüren. Nicht zuletzt, weil der internationale Terrorismus unserer Tage seine Taten multimedial verbreiten lässt. Indem er sich unserer vertrauten Zeichen- und Bildwelten, des erfolgreichen Marketings, ja sogar der Branding-Strategien grosser Konzerne bedient, macht
Rebellion der Ungeschützten
Die globale Deutungsindustrie fragt sich, wie ein lauter Milliardär zum möglichen Kandidaten der republikanischen Partei der USA werden konnte. Eine der interessantesten Antworten, die ich zu dieser Frage gelesen habe, kommt von Peggy Noonan. Die ehemalige Redenschreiberin Ronald Reagans und Kolumnistin des «Wall Street Journal» erklärt Donald Trumps Blüte mit
Der blaue Ozean als Staatslabor
Das Seasteading Institute will schwimmende Modellstädte bauen, in denen Menschen neue Regierungsformen ausprobieren. Die Umsetzung gestaltet sich schwieriger als gedacht.
Editorial
Während eines klugen Vortrags begann der CEO einer Schweizer Privatbank plötzlich von einer verschlafenen Fischerstadt namens Bagamoyo zu erzählen. Vor zehn Jahren, auf meiner Reise entlang der Küste Tansanias, deutete noch nichts darauf hin, dass Bagamoyo auf dem Radar von Schweizer Bankiers landen könnte. Seither hat sich vieles getan. Im