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Ulrich Zwygart

Ehemaliger Rechtsanwalt und Divisionär der Schweizer Armee. Er lehrt Unternehmensführung an der Executive School der Universität St. Gallen und hat mehrere Leadership-Bücher verfasst.

Ein Hoch auf die Hidden Champions

Ein Hoch auf die Hidden Champions

Die Kleinen- und Mittleren Unternehmungen (KMU) sind selten im Zentrum der Aufmerksamkeit. Es liegt wohl weniger daran, dass ihre generellen Leistungen zu Gunsten von Wirtschaft und Gesellschaft nicht geschätzt würden. Vielmehr findet vieles unterhalb dem Radar der Medien und der Wissenschaft statt, insbesondere wenn es um Führungsfragen geht. An dieser

Wie viel Sinn machen Leadership-Kurse?

Gene und Umwelt bestimmen den Charakter, welcher einen massgeblichen Anteil an den Führungseigenschaften eines Menschen hat. Die Experten sind sich nicht einig: Entweder steht die Persönlichkeitsstruktur einer Person zu 50 Prozent oder zu 75 Prozent nach Erreichen des Erwachsenenalters fest. Immerhin können wir davon ausgehen, dass der Charakter eines Menschen

Stressreduktion dank E-Mail-Regel

Stressreduktion dank E-Mail-Regel

Vor einigen Tagen beklagte die Polizei eine Zunahme von Unfällen, weil Fussgänger mit ihren mobilen Telefonen beschäftigt waren und nicht auf den Verkehr achteten. Kürzlich beobachtete ich einen Mann, der beim Mittagessen mit Kolleginnen abwechselnd mit Handy und Laptop beschäftigt war; phasenweise ass er (wobei der Kellner die Hälfte der

Quoten für Frauen – und für wen noch?

Quoten für Frauen – und für wen noch?

Der Ruf nach einer Quotenregelung für Frauen in den Verwaltungsräten börsenkotierter Unternehmungen wird lauter. Bundesrätin Sommaruga will eine entsprechende Gesetzesregelung im revidierten Aktienrecht. Die Zahlen sind klar: Die Frauen sind in diesen Gremien untervertreten. Auch sonst spricht einiges für eine grössere Zahl von weiblichen Mitgliedern in den Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten

Arbeit im Alter

Kürzlich wurde in der Schweiz Alarm geschlagen: in den nächsten Jahren werden tausende VEP (Very Experienced Persons), erfahrene Führungs- und Fachkräfte, fehlen. Tatsächlich wird die Generation «Baby Boomer», die Jahrgänge 1945–1965, in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren aus dem Arbeitsleben ausscheiden – sofern Unternehmungen und die öffentliche Verwaltung dabei

Warum wollen wir das tun?

Aus eigener Erfahrung in internationalen Unternehmungen und aus Gesprächen ist mir aufgefallen, dass heute oft dieselben Fragen gestellt werden: 1. Was kostet es? 2. Wie kann man es messen? 3. Wie machen es die anderen? 4. Bis wann kannst du es liefern? 5. Was willst du von mir? Diese Fragen

Betroffenheit ist nicht genug

Kürzlich haben Spitzenpolitiker bedeutende Abstimmungen verloren, und Grossbanken mussten Schuldbekenntnisse ablegen und hohe Bussen bezahlen. Darauf hörte man die Akteure sagen: «Ich fühle mich durchaus betroffen» oder «Wir sind uns keiner Schuld bewusst». Wird Verantwortung so wahrgenommen? Topmanager führen Erfolge gerne auf ihr eigenes Tun zurück. Bei Niederlagen und Misserfolgen

Denkpause unter der Dusche

«Freude herrscht!», rufe ich aus, wenn ich Post von Lesern dieser Kolumne erhalte. Ein geistreicher Leser schrieb mir, der Manager habe gar keine Zeit zum Reflektieren, weil er täglich Leistungen erbringen müsse; das mit dem Nachdenken werde leider oft wiederholt und sei «kalter Kaffee». – «Ja, kalter Kaffee soll schön machen»

Banale Führung?

Die Ausführungen zur Führung waren banal», sagte ein Teilnehmer am Ende einer Veranstaltung meiner Universität, an welcher vorwiegend HR-Fachleute anwesend waren. Banal ist eine Sache, die von vielen als allgemein bekannt eingestuft und daher als einer vertieften Betrachtung nicht wert erachtet wird. Synonyme sind alltäglich, trivial, gewöhnlich oder gedanklich

Vitamin C

Kürzlich diskutierte ich im kleinen (Studenten-)Kreis über die Verantwortung von Spitzenmanagern in der Wirtschaft. Ein Teilnehmer warf plötzlich die Idee in die Runde, dem sogenannten C-Level einer Unternehmung konkrete 10-Punkte-Verhaltensregeln vorzulegen, welche auswendig zu lernen wären. «Und dann noch einen Eid ablegen», meinte etwas ironisch ein

Buhmann oder Vorbild?

Anlässlich eines Referats Ende des letzten Jahres wollte eine Zuhörerin von mir wissen, warum ich überhaupt noch den Begriff «Manager» verwende, da dieser doch heute mit negativen Vorzeichen belegt sei. Und ja, die Frau hat recht. Ich kann es ihr nicht verargen, wenn sie mich an einzelne Topmanager, insbesondere aus