zum Inhalt

Xenia Tchoumitcheva

Xenia Tchoumitcheva ist Ökonomin und Model. Sie betreibt die Website ChicOverdose.com und lebt in London und Lugano. Von März 2011 bis März 2014 war sie regelmässige Kolumnistin dieses Magazins.

Spass und jede Menge Geld

Spass und jede Menge Geld

Xenia Tchoumitcheva tourt um die Welt, hält Leadership-Speeches, betreibt ein Webmagazin und ist Protagonistin ihrer eigenen Realityshow. Ein Gespräch mit der früheren «Monat»-Kolumnistin über Liberalismus, Denkstereotypen und ihr neues Leben als Verlegerin.

Drogen gegen die Verblödung

Viele Menschen sind süchtig. Nach Essen, Drogen, Sport, Fern-sehen oder sogar nach dem Internet. Wenn sie ihre Sucht befriedigen, erleben die Betroffenen ein High-Gefühl, das sie für einen Moment von den 50 000 anderen Gedanken (geschätzt von der Stiftung National Science) befreit, die ihnen am Tag durch den

Geisterjäger

Letzthin sah ich die «Gespenster» des norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen. Das Theaterstück hält – verkleidet im Schafspelz eines Familiendramas – einer Gesellschaft den Spiegel vor, die sich in trägem Konservatismus und in sozialen Zwängen eingerichtet hat. Worum geht’s? Mutter Helene schickte ihren Sohn Osvald mit sieben Jahren aus dem heimatlichen Norwegen

Impact ist Impact

In den letzten «Monaten» habe ich viel über die verschiedenen Wege zum Erfolg (und die auf ihnen liegenden Hindernisse) nachgedacht. Heute werfe ich einmal einen Blick auf die, die schon erfolgreich sind. Mir ist nämlich aufgefallen: Vielen finanziell erfolgreichen Menschen scheint ihr sozialer Aufstieg oder das verdiente Geld keine echte

Wie ich Elefanten esse

Nach der Teilnahme an der Miss-Schweiz-Wahl als 18jährige stand ich plötzlich mittendrin im medialen Blitzgewitter. Werbeverträge mit grossen Marken und Einladungen zu allen möglichen schweizweit bekannten Veranstaltungen waren die Folge. Von null auf hundert in nur wenigen Wochen, vom Mädchen aus Lugano zum Promi im Schweizer Fernsehen – alles

Zieh es durch!

Ich moderiere regelmässig «L’Italia che funziona», eine Wirtschaftssendung im italienischen TV. Die Sendung portraitiert Unternehmer, junge und ältere, die den Mut hatten, eine gute Idee im Markt durchzusetzen – und dabei Erfolg hatten. Die Sendung soll eine Art Antidot sein gegen das wirtschaftlich düstere Klima im Belpaese, das mit seiner

Doping statt Embargo

Viele meiner Freunde sprudeln gerade vor enthusiastischen Vorsätzen nur so über: «Ich höre mit dem Rauchen auf!», «Diesen Frühling verliere ich fünf Kilos!», «Jetzt trenne ich mich endlich von meinem Freund!» – Taten aber folgen nur selten auf diese Worte; und wenn, dann lässt der «Rückfall» nicht lange auf sich warten.

Vermittelter Luxus

Wer in der Gesellschaft nicht nur mitschwimmt, sondern sie von aussen beobachtet, sieht, wie der Einzug des Internets das Konsumverhalten verändert hat. Aus blossen Konsumenten sind wählerische Kunden geworden. Sie kaufen nicht mehr einfach, worauf man sie mit Plakatwänden oder klassischen Werbungen ansetzt. Sie haben – zum Teil ganz neue – Ansprüche.

Üben, üben, üben!

Letzten Monat habe ich hier angemerkt, dass wir bei zwischenmenschlichen Begegnungen nur allzu leicht den gängigen Vorurteilen auf den Leim gehen – und dass das mehr über uns selbst sagt als über unser Gegenüber. Aber: jemanden vorschnell zu verurteilen ist nicht nur deshalb ein gewagtes Unternehmen, weil Äusserlichkeiten täuschen können. Es

Die Urteilsguillotine

Kennen Sie das? Sie treffen jemanden zum ersten Mal und denken: Ich kann ihn nicht ausstehen. Erst im nachhinein, vielleicht Jahre später, merken Sie, dass Sie diese Person sogar sehr mögen, vielleicht gar mit ihr verheiratet sind? Unsere Erfahrungen verleiten uns dazu, Individuen in extrem kurzer Zeit zu kategorisieren: «Gutmenschen»

YOLO!

Carpe diem wird gerade wieder einmal neu erfunden: YOLO. Das Akronym steht für You only live once und wurde jüngst in Deutschland zum Jugendwort des Jahres gekürt. Aber nicht nur unsere jugendlichen Nachbarn greifen das als Lebensmotto verkleidete Modewort auf. Der Blankoscheck für jegliche Dummheit kursiert auf allen Radiostationen und

Bewusst unbewusst

Aktive Mitglieder der Leistungsgesellschaft streben danach, produktiv zu sein. Die Leute verbringen ihre Zeit in unerträglichen Sitzungen, nur um etwas – nein immer mehr und mehr – für sich herauszuschlagen. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich selbst verstehe mich als eine Königin dieser Disziplin. Wenn ich bis zum Ende des Tages meine

Ayn Rand, mein Idol

Ayn Rand liebte selbstzentrierte oder, wie man sagt, egoistische Menschen. Und viele lieben Ayn Rands Bücher. Sie fordern das gängige Denken heraus und rufen jeden dazu auf, sich seiner eigenen Denkkraft zu bedienen. Die aussergewöhnliche Sozialphilosophin verlangt darin eine Moral, die auf Verstand und Vernunft gründet. Darum stemmt sie sich

Grenzen? Verschieben!

Wie oft mag Felix Baumgartner, der kürzlich als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrach, folgende Sätze gehört haben: Das ist unmöglich! Du träumst! Das hat noch niemand geschafft! Und wie oft haben Sie diese Sätze schon gehört? Ich frage, weil die Folge dieser Dauerbeschallung aus nett gemeinten Ratschlägen

Realitätsabgleich in der U-Bahn

Mein Freund Harry weigert sich, die Londoner Subway zu benutzen. Weil er seinen Führerschein abgeben musste und sich keinen Chauffeur leisten kann, verwendet er ein kleines Vermögen darauf, sich von Taxis in der Gegend herumfahren zu lassen. Jeden Tag zur Arbeit und wieder nach Hause, am Wochenende zum Club in

Kommen Sie mal näher!

Wie haben Menschen im 19. und 20. Jahrhundert trotz Hungersnöten, Kriegen und zu Beginn gar ohne elektrisches Licht grossartige und nützliche Erfindungen hervorgebracht, die unser Leben auch heute noch erleichtern? Sie wissen schon: Von Glühbirnen über Eisenbahnen zur Pille und zum Mond. Von König- und Kaiserreichen über Diktaturen zur Demokratie.