Riskantes Spiel um die digitale Diskurshoheit
Im Kampf gegen Fake News stellt sich die Machtfrage: Wer darf publizieren, wo und wie?
ist Professor für Kommunikationsmanagement an der Universität Leipzig.
Im Kampf gegen Fake News stellt sich die Machtfrage: Wer darf publizieren, wo und wie?
Politik ohne Prinzipien ist undenkbar – auch wenn sich, wer das Prinzip der Freiheit des Individuums propagiert, in der Politik schnell unbeliebt macht.
Wenige Debatten haben eine liberale Sichtweise aktuell so nötig wie der Streit um die Ausweitung der «Anti-Rassismus-Strafnorm» auf Homosexuelle.
Die EU hat sie gerade wieder diskutiert, Frankreich hat sie verabschiedet, in der Schweiz ist vor allem die SP ihre Verfechterin: die Digitalsteuer.
Für die Schweiz stellt sich die Frage: Wer ist 2019 eigentlich noch diese «EU»?
Wie müssen die beiden Neubundesräte aussehen, um eine angemessene Vertretung der Bevölkerung in der Regierung zu gewährleisten?
Das Wegschauen aus Angst vor den Rändern macht ebendiese nur noch stärker. Das hilft am Ende weder der Regierung noch den Lesern – und sicher nicht den Medien.
Vielleicht sollte den Sozialdemokraten und Gewerkschaftern einmal jemand in Ruhe erklären, was es mit der EU auf sich hat.
Nicht die neuen Medien sind schuld am Aufstieg des Rechtspopulismus, sondern die «alten».
Definieren wir künftig kulturelle Hoheiten entlang nationaler Grenzen?
Jeden Morgen werfen US-Bürger einen angstvollen Blick auf ihr Smartphone, um zu erfahren, welch Irrsinn ihr Regierungschef nun wieder auf Twitter ausgespuckt hat.
Die USA fordern: Importzölle für Stahl und Aluminium müssen her. Dabei besagen sämtliche Studien: Jeder Zoll macht ein Land ärmer.
Unabhängig von ihrem Ausgang hat die No-Billag-Initiative einen Vorzug: sie erweitert den Diskursraum.