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Cover: «Jüngere Frauen und eingebürgerte Ausländer...»
Februar 2014

Ausgabe 1013 - Februar 2014

«Jüngere Frauen und eingebürgerte Ausländer...»

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In dieser Ausgabe

Dossier

Hort der Pioniere

Familienunternehmen galten als traditionell, behäbig und innovationsfeindlich. Das war einmal. Heute werden sie als Zeichen einer vitalen Wirtschaft gefeiert. Zu Recht. Doch: überleben können sie nur, wenn starke Persönlichkeiten sie immer wieder neu erfinden.

«Meine Position ist unkündbar»

«Meine Position ist unkündbar»

Wie frei ist eigentlich eine Familienunternehmerin? Sie entscheidet unabhängig. Sie denkt langfristig. Und sie kann sagen, was sie will. Aber sie kann nicht kündigen. Ein Gespräch mit Franziska Tschudi, die ihr Unternehmen in vierter Generation leitet.

Wir sind die 88 Prozent

Familienunternehmen arbeiten zumeist still. Sie suchen nicht die Öffentlichkeit, sondern die Kunden. Wenige wissen darum: Sie stellen weltweit die vorherrschende Unternehmensform dar. Aber nur drei Prozent schaffen den Sprung in die vierte Generation.

Weitere Beiträge

Editorial

Den Schweizer Zeitungsmachern dürfte aus dem Jahr 2013 besonders ein Vortrag in Erinnerung geblieben sein: die Rede des damaligen Bundespräsidenten Ueli Maurer, die er vor der versammelten Riege der Verleger in Interlaken hielt. Maurers These: wir haben zwar theoretisch viele Pressetitel, aber wo Vielfalt draufsteht, ist zumeist Einfalt drin. Er

Der Papst, Schumpeter und die Spitze des Wortes

Seit September bin ich Kolumnist der «NZZ am Sonntag», und vergangenen Dezember habe ich mir in meiner Kolumne den ersten offiziellen Text des neuen Papstes – ein apostolisches Schreiben mit dem Titel «Evangelium gaudii» – vorgeknöpft. Ich wollte wissen, ob das Bild des katholischen Reformators, das Franziskus in öffentlichen Auftritten gerne pflegt,

Drogen gegen die Verblödung

Viele Menschen sind süchtig. Nach Essen, Drogen, Sport, Fern-sehen oder sogar nach dem Internet. Wenn sie ihre Sucht befriedigen, erleben die Betroffenen ein High-Gefühl, das sie für einen Moment von den 50 000 anderen Gedanken (geschätzt von der Stiftung National Science) befreit, die ihnen am Tag durch den

Der Schlüssel an der Kirchentür

An der geschlossenen Kirchentür der kleinen Dorfkirche, in der ich hin und wieder als Hilfsorganist amte, hängt der Schlüssel. Na und, werden Sie sagen. Das ist doch nichts Besonderes. Zu einem Schloss gehört ein Schlüssel, oder etwa nicht? Wohl wahr. Nur ist der Schlüssel zu einem Schloss in der Regel

Empfindungen der Freiheit I

Manchmal kitzelt es ihn an der Ferse, dort, wo ein kühler Luftzug an die alte Freiheit erinnert. Die meiste Zeit sitzt er im Verschlag seiner Wohnung, eilt morgens zur Arbeit, vertilgt manierlich seine Rationen und äfft seine Artgenossen nach. Unter dem Joch der Zivilisation hat er früh gelernt, sich unauf-

«Die Staatshasser sind zu Etatisten geworden»

«Die Staatshasser sind zu Etatisten geworden»

Ueli Maurer kritisiert Medien für mangelnde Nähe zum Publikum und zu starke Verflechtung mit der Macht. Er mag die WOZ, lehnt aber 1968er-Deutungsansprüche ab. Stattdessen setzt er auf Wiederverbürgerlichung der Schweiz durch engagierte Frauen und eingebürgerte Ausländer – ernsthaft?

Anschwellende Einfalt

Adeline, Marie, Carlos: die immergleichen Themen, die ewigselben Zugänge auf allen Kanälen, in allen Titeln, in allen Köpfen – im «Blick», im «Tagi», in der «NZZ». Ueli Maurer hat recht, wenn er einen zunehmenden «Einheitsbrei» diagnostiziert. Aber: woher kommt dieser Brei wirklich?

…des Leben-und-Sterben-Lassens

Wir gefallen uns in unverbindlicher Toleranz für eigenwillige Lebensentwürfe. Wer andere nicht schädigt oder stört, kann tun und lassen, was er bzw. sie will. Was aber, wenn man/frau gar nicht mehr will? Lassen wir ebenso frei sterben wie leben? Der Rückzug auf die ureigenen Bedürfnisse, bis hin zur freien

I wo, Vater der Pille!

Nicht mehr lang, und die Forschung wird verkünden: Der künstliche Samen ist erschaffen. Und danach die künstliche Eizelle und der künstliche Uterus. Ausgegeben wird das unter der Losung «Kampf der Zeugungsunfähigkeit». Ein Blick in die nahe Zukunft.

Von unfreien Freiern

Den Freiern in Europa weht vom Norden her ein garstiger Wind entgegen. Schweden büsst sie seit 1999, und Norwegen, Finnland und Island haben ähnliche Gesetze erlassen. Nun wird in Deutschland und Frankreich über ein Prostitutionsverbot debattiert, und auch hierzulande haben jüngst 43 Parlamentarier das Postulat der EVP-Nationalrätin Marianne Streiff-

«Demokratie ist Krise»

«Demokratie ist Krise»

Von optimistischen wie pessimistischen Fatalisten hält David Runciman nichts: Europa, so glaubt er, wird weder auseinanderbrechen noch in einem Superstaat aufgehen. Amüsante Krisensitzung mit einem Politikwissenschafter aus Cambridge.

Welchen Staat würden Sie kaufen?

Welchen Staat würden Sie kaufen?

Sie haben sich arrangiert. Sie finden nichts daran, dass Sie nichts zu sagen haben. Sie nehmen, was Sie bekommen. Und Sie bezahlen dafür auch noch einen beliebig hohen Preis. Was braucht es, damit Sie zu einem souveränen Staatskunden werden?

Humanismus für Roboter

Von der Fellweste über den Streitwagen bis zur Zahnplombe: Seit je hat der Homo sapiens sein Leben optimiert und mit anderen Existenzformen fusioniert. Höchste Zeit, die alten Allianzen zwischen Mensch, Tier und Maschine wiederzuentdecken und den Humanismus neu zu denken.

Väter und Söhne…

Meinungen gibt es beliebig viele. Schwierig ist es, eine eigene Stimme zu finden, die die Meinung aus dem grossen Rauschen hervorhebt und sie möglichst von den persönlichen Zuschreibungen an den Urheber emanzipiert. Mit Blick auf die Menschheitsgeschichte und ihre literarische und sonstwie künstlerische Verarbeitung deutet alles darauf hin, dass das

Zürich

Zürich

Vielleicht eine rüde Herangehensweise, die Stadt an ihren Gaststätten zu messen. Aber sie schmecken und klingen und versammeln die Welt. Dann ist hier dort und dort hier, Spanien springt in die Limmat, Japan zeigt die Zunge und alle sind froh.

Über «Barzels Universalroman»

«Barzels Universalroman» ist eine Kostprobe aus Hermann Burgers bislang unveröffentlichtem Roman «Lokalbericht» (1970/71). Dabei handelt es sich um seinen ersten Versuch in der epischen Grossform, den er dann aber 1972 zu Gunsten der allmählichen Verfertigung von «Schilten» (1976) in die Schublade legte. Gleichwohl antizipiert der «Lokalbericht» an vielen Stellen

Von der Küche ins Museum

Von der Küche ins Museum

Der gelernte Koch Li Zhenhua richtet heute im Museum an. Er sucht nach neuen Wegen der Kunstvermittlung und des Werkerlebnisses – was schon mal zu Ausstellungen in Shopping Malls und in die virtuelle Realität führen kann.

Hilfe, ich hasse Kunst!

Von Zeit zu Zeit werden am Rande des Kunstbetriebs schrille Stimmen laut, die den Kunstmarkt mit Hasstiraden und Zerstörungsphantasien bedenken – und damit die Kunst gar zu retten versprechen. Dieses Phänomen kennt die Kunstgeschichte seit den Futuristen. Hinzu kommt der unterschwellig stets vorhandene Kunsthass des Stammtischs, hinter dem sich allerdings meist

Deutschland

Digitalisierte Dämonen, dickdarmkranke Diktatoren und dünnschissige Demagogen denken dialektisch, während die demoskopische Demokratie durch diverse Desaster dahindöst. Deutschland – Dornröschen – definiert die Dolchstosslegende, duldet Drachenblut und die Diaspora.

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.