«Irgendwann geht das Geld aus»
Das Bild des schlanken Schweizer Staats sei ein Mythos, sagt der Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann. Sorgen macht ihm vor allem die Kombination von hoher Staatsquote und hoher Regulierungsdichte.
ist Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Zürich.
Das Bild des schlanken Schweizer Staats sei ein Mythos, sagt der Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann. Sorgen macht ihm vor allem die Kombination von hoher Staatsquote und hoher Regulierungsdichte.
Das Wachstum des Staats ist ein Wohlstandsphänomen, sagt der Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann. Die derzeitige Schuldenwirtschaft vieler Länder ist aber nicht nachhaltig.
Der Dollar bleibt das Mass aller Dinge Als Finanzhistoriker interessiert mich vor allem die Frage, wie lange die Hegemonie des US-Dollars noch anhalten wird. Ich vermute, dass die nächsten zehn Jahre diesbezüglich keine wesentlichen Änderungen bringen werden – obwohl kein Zweifel besteht, dass die relative ökonomische und politische Dominanz der
Die Wirtschaft ist bisher besser durch die Krise gekommen als befürchtet, auch dank den staatlichen Massnahmen. Verschuldung und ultralockere Geldpolitik könnten aber neue Verwerfungen auslösen.
Steht die helvetische Bankenbranche nach dem Wegfall des Bankgeheimnisses vor einer Zäsur? Keineswegs. Nur im Nachhinein sieht alles rosig aus. Die Geschichte des Bankenplatzes ist geprägt durch Umbrüche. Daraus lässt sich Kraft schöpfen – für eine erfolgreiche Zukunft.
Familienunternehmen galten als traditionell, behäbig und innovationsfeindlich. Das war einmal. Heute werden sie als Zeichen einer vitalen Wirtschaft gefeiert. Zu Recht. Doch: überleben können sie nur, wenn starke Persönlichkeiten sie immer wieder neu erfinden.
Das Bankgeheimnis wurde 1935 eingeführt. Die Schweiz wollte damit die eigene Vermögensverwaltung schützen. Das tat sie mit Erfolg. Jedenfalls bisher.