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Juli 2013

Ausgabe 1008 - Juli 2013

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In dieser Ausgabe

Dossier

Bankenplatz Schweiz: Vor der Renaissance?

Bankenplatz Schweiz: Vor der Renaissance?

Der Bankenplatz Schweiz ist massivem Stress ausgesetzt. Die anhaltenden politischen Belastungsproben lassen drei Zukunftsszenarien möglich erscheinen: 1 Das Gros der Finanzinstitute fokussiert ihre Strategien in Richtung exzellentes Asset Management und kundenfreundliches Privat Banking. Dank höherer Eigenmittel und interner Bereinigungen gehen sie gestärkt aus den gegenwärtigen Turbulenzen hervor. Mit Weltklasse-Finanzdienstleistungen

Die grösste Gefahr

FATCA und AIA sind die Siglen der Gegenwart. Alles wird sich in Zukunft um Daten drehen. Finanzdaten. Wie gehen die Schweizer Banken damit um? Und wie die Schweizer Bürger?

Die drei Dimensionen

Leistung. Vertrauen. Sicherheit. Das sind die magischen Worte für das Swiss Banking der Zukunft. Überlegungen aus aktuellem Anlass.

Der unfertige Bankenplatz

Selten herrschte in der Schweiz eine so wirtschaftsfeindliche Stimmung wie heute. Doch der Finanzplatz Schweiz wird trotz Reputationsschaden eine Weltmarke und ein standortökonomischer Leuchtturm bleiben. Eine Rundumschau auf drei grosse Baustellen.

Aktuelle Debatten

Weitere Beiträge

Editorial

Entspannende Sommerwochen sind ideale Bedingungen für angespannte Reflexion. Darum wollen wir Ihnen angesichts dessen, dass wir in äusserst spannenden Zeiten leben, die Sommerferien nicht allzu schwerelos machen. Sie finden in dieser sommerlichen Doppelausgabe eine geballte Ladung an Themen und Thesen, die Sie hoffentlich bis hinein in Ihre (Alb-)Träume verfolgen!

Die neue Frivolität

Die jüngste Session in Bern war Poker, Action, Spektakel, Livekino. Kommt Frau Widmer-Schlumpf mit ihrem Vorschlag durch, das Parlament über einen Deal abstimmen zu lassen, den es nur halbwegs kennt? Was weiss der Bundesrat, und was sagt er nicht? Schlagen die USA gleich los? Droht der Schweiz das grosse

Doping statt Embargo

Viele meiner Freunde sprudeln gerade vor enthusiastischen Vorsätzen nur so über: «Ich höre mit dem Rauchen auf!», «Diesen Frühling verliere ich fünf Kilos!», «Jetzt trenne ich mich endlich von meinem Freund!» – Taten aber folgen nur selten auf diese Worte; und wenn, dann lässt der «Rückfall» nicht lange auf sich warten.

Sie sind gesund? Das ist nicht normal!

«Hunderttausende psychisch krank» – «So krank ist die Schweiz»: Zwei der Schlagzeilen zur Statistik des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums, wonach rund eine halbe Million Menschen in der Schweiz psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen. Demnach suchen in Basel 97,9 Einwohner von 1000 jährlich einen Psychiater auf, im Wallis nur 26,6. Was wenig

Gesichter des Unglücks

Jemand muss ihnen erzählt haben, was ihnen widerfahren wird. Verstört sitzen sie auf der Laderampe des Lastwagens, dicht zusammengedrängt, ohne Blick füreinander. Jede sieht ihrem eigenen Geschick entgegen, mit Missmut, Zorn, Verzweiflung. Mit seinen Gefühlen ist jedes Mädchen für sich allein. Man hat sie in feine Gewänder gehüllt, in blasses

Wertschätzung hat ihren Preis

Wertschätzung – in welche Führungsleitlinie man auch hineinschaut, dieses Wort fehlt nie. Gefordert wird der «wertschätzende Umgang», eine «Kultur der Wertschätzung» oder gar – sprachspielerisch – «Wertschöpfung durch Wertschätzung». Warum diese Konjunktur? Weil es an Wertschätzung mangelt, wie es die aktuelle Konjunktur der Chefbeschimpfungsbücher nahelegt? Weil sie ein gedankenloses pars par tout für

Vom nützlichen Ungeheuer

Organisationen haben kein Gewissen. Deswegen soll Corporate Social Responsibility dafür sorgen, dass Gutes getan wird. In der Realität wird viel über Gutes geredet, damit es unterbleiben kann. Lassen sich Organisationen, die nicht von Heiligen geführt werden, überhaupt im Zaum halten?

Umkehr der Beweislast

Die Basler Ständerätin Anita Fetz (SP) hat im Rahmen der hitzigen «Lex USA»-Debatte den Antrag gestellt, wonach VR- und Geschäftsleitungsmitglieder von betroffenen Banken beweisen müssten, dass sie sich persönlich oder das Institut dafür eingesetzt hätten, dass die Bank keine von der UBS kommenden mutmasslichen Steuerflüchtlinge übernommen habe. Sollte der

Keine Panik?

Massen von Sparern können per Mausklick enteignet, Aktiendepots übers Wochenende konfisziert und private Goldbestände plötzlich für illegal erklärt werden: Das alles ist zwar theoretisch möglich, aber im Norden Europas unrealistisch. Oder doch nicht?

Das «Bankgeheimnis» verbieten

Die Selbstdemontage des Finanzplatzes dreht sich um das Wort «Bankgeheimnis». Das Wort wird missbraucht und hat seinen Sinn verloren. Ein sinnloses Wort zu verwenden ist schädlich. Es verwirrt den Verstand. Man sollte das Wort verbieten. Ist die Sprache sinnlos, wird das Denken sinnlos. Dabei war alles so klar. Das Bankgeheimnis

Hauptsache links

Sie sind Öko. Antikonsumistisch. Extrem kritisch. Etatistisch. So ticken die modernen Konformisten des Andersseins. Sie beherrschen die öffentlichen Debatten. Und damit das Denken der meisten. Anmerkungen zum real existierenden Sozialdemokratismus.

…der Schweizer Neurose

Wir Schweizer sind zu freundlich, selbst dann, wenn man uns auf der Nase herumtanzt. Wir sind entgegenkommend in Zeiten, in denen Wehrhaftigkeit angesagt wäre. Wir wehren uns nicht entschlossen genug gegen infame Anwürfe und Beleidigungen, wir halten zu wenig dagegen, wenn Kampfeslust und Widerstand angezeigt wären. Wir sind zu nachsichtig

Nonzentralismus und Sezession

Die Hoffnung, dass die Zentralisierung öffentlicher Aufgaben auf der tieferen Ebene zu einer Entlastung führt, hat sich als Illusion erwiesen. Doch die Flucht in immer zentralere Strukturen hält an. Der Antitrend sind kleinere Experimente, die nach zivilgesellschaftlichen Lösungen suchen.

Kultur, Betrieb, Kulturbetrieb

Kultur, Betrieb, Kulturbetrieb

Noch so gern würde ich Ingolds – im letzten «Monat» zur Schau gestellten – Optimismus teilen und hochgemut davon ausgehen, dass irgendwann in der Zukunft «jede (wirklich jede) Idee» ihre Chance auf Verwirklichung und Verwertung hat. Mit Idee ist hier wohl generell das Gute, Schöne und Wahre gemeint, das sich entgegen unterschiedlichsten

Wem der Schuss gehört

Wem der Schuss gehört

Felix Philipp Ingold entwickelt einen Roman über den polnischen Literaten Jan Graf Potocki (1761–1815). Wie in einem Computerspiel vermischt sich historische Realität mit Fiktion. Potocki reist durch die Aufklärungszeit, gerät auf Malta in ein Duell, das erst Jahre später endet.

«Sangue-sue!»

«Sangue-sue!» Ja, da bin ich mir ganz, ganz sicher. Feminin. Auch da bin ich mir sicher. Ich habe das Wort in Taman Negara gelernt, einem Dschungel in Malaysia. Der zweitägige Ausflug begann mit einer wunderschönen Bootsfahrt über einen Fluss. Mein Reisepartner war ein Freund aus dem französischsprachigen Teil Belgiens.

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.