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Cover: Merkels Schuldenbremse(r)
November 2012

Ausgabe 1001 - November 2012

Merkels Schuldenbremse(r)

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In dieser Ausgabe

Dossier

Geben und bewegen

Geben und bewegen

Der Mensch ist ein gebendes Wesen – nicht aus schlechtem Gewissen, sondern aus Überzeugung. Was die Amerikaner längst wissen, beginnen die Europäer gerade zu entdecken. Die EU arbeitet an einem europäischen Stiftungsstatut. Lässt sich damit etwas anfangen?

Braucht die Schweiz eine Stiftungsstrategie?

Braucht die Schweiz eine Stiftungsstrategie?

Wann waren Sie das letzte Mal so richtig grosszügig? Nein, darunter fällt es nicht, wenn Sie einem Strassenmusiker für sein Spiel einen Fünffränkler in den Hut gelegt, einen Fair-Trade-Kaffee gekauft oder dem Nachbarsjungen 20 Franken fürs Rasenmähen gegeben haben. Grosszügigkeit, das ist die Kunst des Gebens, die sich

Anstiftung zum Geben

Philanthropie ist eine boomende Branche. Wo kann, wo muss sich der Stiftungsstandort Schweiz anpassen, weiterentwickeln, erneuern? Rechtliche Gedanken zu einer neuen Strategie.

Säen und ernten

Säen und ernten

Der Genfer Privatbanquier Thierry Lombard tut, was schon seine Vorgänger vor 150 Jahren taten: Geld verdienen und Gutes tun. Dabei genügt es nicht, Cheques auszustellen. Der Banquier über den Nutzen des Gebens, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und seine Familiengeschichte.

Trödelmarkt? Gestaltende Kraft!

Der Schweizer Stiftungssektor ist eigentlich ziemlich gut in Form. Das Problem: er nimmt sich selbst kaum als solchen wahr. Es braucht einen höheren Organisationsgrad und eine klare Ausrichtung. Unternehmerische Gedanken zum Stiftungswesen – und drei Szenarien.

Treuhänder der Allgemeinheit

Treuhänder der Allgemeinheit

Mehr Selbstbewusstsein, mehr Wirkung, mehr Dialog mit der Gesellschaft – SwissFoundations-Präsidentin Antonia Jann will, dass Stiftungen aus der selbstverschuldeten Anonymität heraustreten. Ein Gespräch über die helvetische Zivilgesellschaft.

Aktuelle Debatten

Helvetia ist einsam

Helvetia ist einsam

Als politische Identifikationsfigur existiert die Helvetia seit über 300 Jahren. Jenseits des Sinnbilds sieht es mit der weiblichen Präsenz in der Politik aber mager aus: Bis heute stellen sich hierzulande vergleichsweise wenige Frauen zur Wahl. Viel zu wenige, findet Elisabeth Kopp.

Weitere Beiträge

Editorial

Der langjährige «Monat»-Autor Lars P. Feld wurde letztes Jahr zu einem der fünf deutschen Wirtschaftsweisen ernannt. Das Gremium berät die Regierung unter Angela Merkel in Fragen der «gesamtwirtschaftlichen Entwicklung». Feld leitet das Walter-Eucken-Institut in Freiburg im Breisgau und ist einer der profiliertesten deutschen Ökonomen in der Tradition

Strategierat 21: Vorschläge und Vorgehen

Die Idee eines zivilen Strategierats für die Schweiz ist in Jobst Wagner lange gereift. Seine Vorschläge hat der Berner Unternehmer in der letzten Ausgabe dieses Magazins präsentiert. Letztlich geht es um die Beantwortung zweier simpler Fragen: Was ist die Schweiz heute? Und was will und könnte sie morgen sein? Wagner

Grenzen? Verschieben!

Wie oft mag Felix Baumgartner, der kürzlich als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrach, folgende Sätze gehört haben: Das ist unmöglich! Du träumst! Das hat noch niemand geschafft! Und wie oft haben Sie diese Sätze schon gehört? Ich frage, weil die Folge dieser Dauerbeschallung aus nett gemeinten Ratschlägen

Gesetzesprävention statt Präventionsgesetz

Da hatte sich der Ständerat für einmal auf seine einst gerühmte Rolle als «Chambre de réflexion» besonnen. Und sich, statt als Gesetzgeber für Gesundheitsprävention zu amten, für die Prävention eines unnötigen Gesetzes entschieden. Das fiel ihm trotz allem schwer. Denn wer will sich heutzutage vorhalten lassen, ihm liege die Gesundheit

Ein Sakrileg

Ein Sakrileg

Mit spitzen Fingern halten sie das verhasste Tuch, derweil ein älterer Kollege es mit dem Feuerzeug in Brand setzt. Die Herren tragen dunklen Anzug, weisses Hemd und Krawatte. Ruhig stehen sie beieinander – wie beim Barbecue frühabends, wenn der Grill entzündet wird. Die Fahne hat man günstig gekauft, da das teure

Hamstern im Bundeshaus

Was haben finanzielle Entschädigungen der Parlamentarier, gescheiterte Referenden und parlamentarische Immunität miteinander zu tun? Für den aufmerksamen Beobachter sehr viel: Die Parlamentarier bedienen sich eigenmächtig aus der Bundeskasse, halten die Kontrolle des Stimmvolks mit schikanösen Referendumshürden auf Distanz, und wollte man sie noch rechtlich zur Verantwortung ziehen, würden sie sich

Mohammed und der Super-GAU

«Mind the Gap!» steht in der Londoner Subway und soll Reisende daran erinnern, nicht in den Spalt zwischen Bahnsteig und Zug zu fallen. Ähnliches darf man heutigen Medienkonsumenten zurufen – hier geht es um einen Wahrnehmungsapparat. Die Mainzer Forscher Hans Mathias Kepplinger und Richard Lemke haben untersucht, wie ausgewählte «Qualitätsmedien» verschiedener

Sprache ist Heimat

Wie die Schweiz hat auch Singapur vier offizielle Landessprachen: Englisch, Mandarin, Malaiisch und Tamil. Die vier Sprachen sind das Abbild der multiethnischen Bevölkerung Singapurs. Neben mehreren Sprachvarianten wird auch ein chinesischer Dialekt namens Hokkien gesprochen. Ich bin neben dem Schweizerdeutschen vor allem mit und in diesem Dialekt aufgewachsen, es ist

Sinn und Sinnlichkeit

Sinn und Sinnlichkeit

Ein Plädoyer wider die grassierende Spezialisierung und das Abarbeiten des Status quo im akademischen Betrieb. Erfahrungen, so Künstler und Philosoph Jens Badura, müsse man machen – und nicht nur darüber schreiben oder reden.

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.