Das Stiftungsvermögen arbeiten lassen
Nachhaltige Geldanlage spielt bei vielen Stiftungen eine untergeordnete Rolle. Dabei steigert die richtige Strategie nicht nur die Rendite, sondern fördert direkt den Stiftungszweck.
ist Professor für Stiftungsmanagement und Gründungsdirektor des Center for Philanthropy Studies (CEPS) der Universität Basel.
Nachhaltige Geldanlage spielt bei vielen Stiftungen eine untergeordnete Rolle. Dabei steigert die richtige Strategie nicht nur die Rendite, sondern fördert direkt den Stiftungszweck.
Politik und Gesellschaft verstehen die Funktionsweise des Stiftungssektors noch zu wenig. Zwar gibt es Anzeichen der Veränderung, doch bei politischer Strategiefindung, Transparenz, Regulierung und Berichterstattung bleibt viel zu tun.
Nur die wenigsten Stiftungen sind gross und vermögend. Viel häufiger stehen Stiftungsräte vor der Herausforderung, den gemeinnützigen Zweck mit knappsten Ressourcen zu erfüllen. Aber: genau diese Stiftungen sind Garanten für gesellschaftliche Vielfalt.
Das Ideal heutiger Stifter unterscheidet sich fundamental von dem ihrer historischen Vorbilder. Es wird Zeit, dass Politik, Institutionen und Gesellschaft dieser Entwicklung Rechnung tragen. Ein Einwurf.
Der Schweizer Stiftungssektor ist eigentlich ziemlich gut in Form. Das Problem: er nimmt sich selbst kaum als solchen wahr. Es braucht einen höheren Organisationsgrad und eine klare Ausrichtung. Unternehmerische Gedanken zum Stiftungswesen – und drei Szenarien.
Wie lässt sich Gutes besser tun? Indem Effizienz und Wirtschaftlichkeit im Auge behalten werden. Gute Stiftungsführung, optimaler Ressourceneinsatz und Wirkungsorientierung: drei Forderungen für ein modernes und professionelles Stiftungsmanagement.