In dieser Ausgabe
Dossier
2023 – vier praktikable Lösungen für die Probleme von morgen
Es ist mittlerweile ein Gemeinplatz zu behaupten, dass die Staaten und ihre Bürger vor enormen Problemen stünden. Mit dieser Feststellung ist freilich noch nichts gewonnen. Denn was heute gilt, ist morgen veraltet – und was morgen ist, muss heute schon antizipiert werden. Eine ganze Industrie von Beratern und Instituten entwickelt deswegen
Des anderen Nachbar
60 Menschen, 80 Kühe, ein paar Pferde und 4 Hunde. Das ist das Bündner Bergdorf Lü. Während die Europäische Union an einem neuen Superstaat bastelt, zeigen die Bürger von Lü mitten in Europa, wie eine Zivilgesellschaft funktioniert. Der Weg zu Lü ist der Weg ins Jahr 2023.
350 000 fremde Asse
Nationen, die an ihre Zukunft glauben, kämpfen weltweit um die besten Köpfe. Die Schweiz mischt wacker mit. Sie ist gut aufgestellt – trotz Schrumpfvergreisung. Was braucht es, damit die Alpenrepublik auch im Jahr 2023 noch die Arbeitsasse anzieht?
Die Bürgerprämie
Der Sozialstaat ist eine Errungenschaft. Sind seine Versprechungen noch gedeckt? Ist die soziale Sicherheit gewährleistet? Nun wäre Zeit für eine echte Reform, die den Bürgern nicht mehr nimmt, sondern ihnen mehr zurückgibt: zwischen 500 und 1000 Franken pro Monat. Wie das? Ein Vorschlag für 2023.
Die neuen Staaten und das Meer
Die heutigen Nationalstaaten bilden ein Kartell, um institutionelle Fortschritte zu verhindern, findet Jungunternehmer Patri Friedman. Deshalb will er mit schwimmenden Städten das Meer besiedeln und noch vor 2023 einen Markt für Staatsexperimente schaffen. Wird er die Staatenwelt revolutionieren?
Aktuelle Debatten
Energiewende?
Es wird viel geredet über die Zukunft der Schweizer Energiewirtschaft. Die Energiewende ist dabei längst beschlossen, über das «Warum eigentlich?» wissen wir aber noch immer nichts. Warum eigentlich?
Weitere Beiträge
Editorial
Was ist Politik? Eigentlich ist es das Aufzeigen alternativer Lösungen zu bestehenden Problemlagen. Alles könnte auch anders sein, wir müssen es nur wollen, lautet die Kernbotschaft der meisten Politstatements. Aber wie viel Reformpotential ist heute wirklich realistisch – angesichts von Schuldenbergen, etablierten sozialen Besitzständen und einer wachsenden Zahl von Wechselwählern, die
Die Welt ist ungerecht!
Zuerst die Quizfrage: Was ist schlimmer, echte oder gefühlte Ungerechtigkeit? Die Antwort aus dem Munde von Hans-Ulrich Wehler, dem Verfasser des fünfbändigen Opus magnum «Deutsche Gesellschaftsgeschichte» und einem der renommiertesten deutschen Historiker der Gegenwart: «Das Gefühl von gefühlter Ungerechtigkeit dürfte schwerer wiegen.» Dies gab Wehler in einem «Spiegel»-Interview
YOLO!
Carpe diem wird gerade wieder einmal neu erfunden: YOLO. Das Akronym steht für You only live once und wurde jüngst in Deutschland zum Jugendwort des Jahres gekürt. Aber nicht nur unsere jugendlichen Nachbarn greifen das als Lebensmotto verkleidete Modewort auf. Der Blankoscheck für jegliche Dummheit kursiert auf allen Radiostationen und
Obama und Michelle
Eben hatte ich mich gründlich und zeitraubend mit dem Thema auseinandergesetzt, das halb Deutschland in Atem hielt: Darf man den lieben Kleinen die Ausgaben von Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf, Otfried Preusslers Kleiner Hexe oder Michael Endes Geschichten von Jim Knopf heute noch vorsetzen, die seit langem im Büchergestell stehen? Da
Die Ersten
Freudig stürmen sie in die Fluten; einer fuchtelt mit dem Schwert herum, ein anderer mit dem Streitkolben Vishnus. Sie tragen nur einen Schurz um die Lende, Leib oder Gesicht sind mit Asche beschmiert. Ein älterer Mann mit weissem Bart hat sich die safrangelbe Blütenkette um den Hals gelegt. Die Stimmung
Warum Erfolgsrezepte niemals erfolgreich sind
Im Management die immer gleichen Fragen: Warum gewinnen die einen und verlieren die anderen? Warum kippt ein Unternehmen nach langer Blütezeit plötzlich ab oder – umgekehrt – erhebt sich wie Phönix aus der Asche? Und was kann man davon lernen? Dass man davon nichts lernen kann. Da gibt es das Unternehmen, in
«Ich hasse Schlaf»
Als Bodybuilder und Actionstar wurde Arnold Schwarzenegger weltberühmt. Auch in der Politik wollte er die Muskeln spielen lassen – mit mässigem Erfolg. Nun kehrt er im Alter von 65 Jahren zurück auf die Kinoleinwand. Ist der Altstar politisch desillusioniert?
Ich zweifle, also hoffe ich!
Versuch einer Einordnung des weltwirtschaftlichen Geschehens. Und eine persönliche Betrachtung.
«Ich war keiner, der besonders gern ging»
Die Umsetzung der Agenda 2010 kostete den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder 2005 die Wiederwahl. Was denkt er heute darüber? Ein Gespräch über Wandel in Deutschland und in der EU, über staatliche Medienmacht und zeitgenössische Politiker.
An die Lokalisten aller Länder…
Die helvetischen Abstimmungsvorlagen zu Beginn des Jahres 2013 bieten reichlich Anlass, sich einige grundsätzliche Gedanken zu machen.
Die Zeit läuft…
Bis 2007 waren die Banken ein Vorzeigeobjekt der Schweiz. Man war stolz auf sie – und das galt selbst für kritische Publizisten und Politiker. Der Beitrag des Finanzplatzes zur Wertschöpfung (12 Prozent) und zu den Steuereinnahmen (14 Prozent) war gross und unbestritten. Zürich und Genf waren bezüglich Wettbewerbsfähigkeit die einzigen
«Kein Mensch braucht ein neues Hemd»
«Das typisch Schweizerische an diesem Jackett ist unsere verdammte Hochachtung vor Geld.» Die Kampagnen des Kleiderherstellers Strellson aus Kreuzlingen sind legendär. Reiner Pichler hat die Marke gross gemacht. Ein Gespräch über (zu) enge Hemden, Modebevormundung und die Mittelschicht der Zukunft.
Nur Sender kann man orten
Seit über 40 Jahren verwebt der Appenzeller Hans Ruedi Fricker Kunst und Leben. Er gestaltet Briefumschläge, bringt Kunst ins Altersheim, zur Landsgemeinde und in den Alpstein. Er bespielt den öffentlichen wie den virtuellen Raum. Ein Gespräch mit einem Schweizer Pionier der Netzwerkkunst.
Netz
EmsigeBiene11.55: Hallo alle! Um ein Haar wär’s heut wieder zum GAU gekommen! Bin der Naturkatastrophe aber nochmals entflogen: Mit zwei Beinen im sicheren Tod, konnt’ ich mich mit den andern grad noch wegstrampeln, ohne zerfressen zu werden. Was Wunder, droht uns das Ende! Jemand ne Ahnung, wann die
Wer hat Angst vor Ayn Rand?
Ayn Rands Werk prägt die amerikanische Politik und Populärkultur – von Congress bis zu den Simpsons. Eine neue Übersetzung ihres Hauptwerks macht ihre Ideen nun auch deutschsprachigen Lesern zugänglich.
Wer ist John Galt? Wen interessiert’s?
In jeder «Krise des Kapitalismus» wird Ayn Rands «Atlas Shrugged» aufs neue aus der belletristischen Mottenkiste geholt. Über die literarische Qualität des Bestsellers verrät uns das aber auch nach 60 Jahren noch nichts. Eine Kritik.
Berlin: Gammelstadt
Deutschlands Hauptstadt zieht Kulturschaffende beinahe magisch an. Auch ich bin nun seit einigen Wochen hier – um an neuen Stücken zu arbeiten. Bevor ich meine Reise antrat, fragte ich Bekannte, was es in Berlin ausser Schweizer Künstlern, die die Freiheit schätzen, im Bademantel Brötchen kaufen zu gehen, wohl zu sehen gäbe.
Ausverkauf der Philosophen
TAG: 8 (letzter Tag) ZEIT: kurz vor St. Nimmerlein, also frühestens am Ende unseres Jahrhunderts ORT: im unplatonischen Ideenhimmel des Verfassers, wo Gott und sein Sohn ihren philosophischen Kramladen entrümpeln
Nacht des Monats mit den Zürcher Winterschwimmern
«Winter Outdoor Swimming» heisst die Facebook-Gruppe, die Nico, Stephan, Reto und Alex regelmässig mit aktuellen Terminen versehen.