Ein 100-Kilometer-Lauf hat mich gelehrt, dass das Streben nach Aussergewöhnlichem nichts Aussergewöhnliches ist
In vielen Menschen steckt mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Eindrücke von einem Volkslauf der etwas anderen Art.
Professor für Kunstgeschichte an der Zürcher Hochschule der Künste und Gastprofessor in Poznań. Er ist zudem Journalist, Metal-Musiker und zertifizierter Fitnesstrainer.
In vielen Menschen steckt mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Eindrücke von einem Volkslauf der etwas anderen Art.
In modernen Massendemokratien fühlen sich viele Menschen politisch zunehmend ohnmächtig. Im Sport hingegen erleben sie noch Fairness, klare Regeln – und dass das eigene Handeln unmittelbare Folgen hat.
Was einst Rückzugsort war, ist heute Bühne: Im Fitnessstudio verdichtet sich die Logik der Transparenzgesellschaft zur Reinform – sichtbar, teilbar und unter permanenter Beobachtung.
Die Sportuhr am Handgelenk misst, vergleicht und bewertet. Doch wer genau hinsieht, merkt: Erst die Vermessung des Körpers schärft den Blick für das Unmessbare.
Wer Bewegung aus dem Alltag verbannt und ins Gym auslagert, hat den Sinn und Zweck des Sports missverstanden. Es ist Zeit, den Körper wieder im täglichen Tun zu stählen.
Kraft- und Ausdauertraining gelten als Antipoden: hier Masse, dort radikale Reduktion. Ein dreijähriger Selbstversuch zeigt, dass sich beides verbinden lässt – alles, was es braucht, ist viel Zeit, Energie und Demut.
Das rein auf das Aussehen ausgerichtete Bodybuilding gerät zusehends aus der Mode. Das funktionelle Krafttraining dagegen kommt zurück – mit dem Zeitgeist.
Sport prägt unser politisches Denken weit stärker, als es auf den ersten Blick scheint. Und er kann uns helfen, andere Perspektiven zu verstehen.
Wer schneller und langfristig gesund laufen will, muss mehr tun, als nur Kilometer abzuspulen. Das Zauberwort lautet: gezieltes Krafttraining.
Ob 100-Kilometer-Trail oder tägliche Ironman-Distanz – Hobbysportler vollbringen Leistungen, die früher Profis vorbehalten waren. Der Hochleistungssport ist zum Spiegel unserer Zeit geworden.
Der gegenwärtige Proteinhype ist weit mehr als nur ein Marketingtrend. Er ist Ausdruck eines kulturellen Wandels: Während körperliche Arbeit an Bedeutung verliert, steigt das Bedürfnis nach körperlicher Optimierung.
Westeuropa behandelt den Osten oft herablassend und bevormundend. Dabei zeigen gerade die Ostmitteleuropäer, wie man Probleme richtig anpackt. Eine Ehrenrettung.
Martin Mayer, Geschäftsführer der Vuaillat Bäckerei & Konditorei, und Jörg Scheller, Professor für Kunstgeschichte, sprechen über die Wertschätzung der Kunst, Work-Life-Balance und über Gemeinsamkeiten der Bäckerei und Heavy Metal.
Als sich Künstler gegen den Moralismus aufgelehnt haben: Eine Tour d’Horizon der Avantgarde-Manifeste des 20. Jahrhunderts.
Die Debatten über politische Korrektheit haben groteske Züge angenommen: Der Begriff ist allgegenwärtig, seine Bedeutung aber völlig unklar. Eine Richtigstellung.