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Cover: Jenseits von Liberalismus light
Januar 2008

Ausgabe 958 - Januar 2008

Jenseits von Liberalismus light

Autoren dieser Ausgabe:

In dieser Ausgabe

Dossier

(11) Freiheit durch Bindung

Der Mensch ist im christlichen Verständnis nicht Herr über sich selbst. Freiheit bedeutet entsprechend Befreiung von der Welt durch die Bindung an Gottes Willen. Eine Verteidigung einer Paradoxie.

(9) Wo Staat war, soll Individuum werden

Gespräch mit Daniel Model Nicht wahnsinnig, sondern wahnsinnig einfach ist es, einen eigenen Staat auszurufen. Dies behauptet der Thurgauer Unternehmer Daniel Model, der jüngst ebendies getan hat: einen Staat ausrufen. Model setzt auf spontane Ordnung. Und hofft auf weitere Akte des Ungehorsams.

(8) Den Staat entschlacken

In den letzten Jahren hat in der Schweiz eine Entliberalisierung des Staatswesens stattgefunden. Das muss sich ändern. Plädoyer für einen schlanken Staat mit klaren Kernfunktionen.

(7) Der vergessene Mittelstand

(7) Der vergessene Mittelstand

Freiheit meint nicht Beliebigkeit und verlangt vom einzelnen Verantwortung. Das ist eine politische Botschaft, die sich nicht spielerisch kommunizieren lässt. Warum die Wahlkampagne der FDP versagt hat – und warum eine Rückbesinnung auf die liberalen Grundprinzipien not tut.

(6) Die unheilige Allianz der Nutzniesser

Wer herrschende Strukturen verändern will, stösst auf Widerstand. Während die Vorteile liberaler Reformen zuerst einmal hypothetisch sind, lassen sich die Nachteile mit Händen greifen. Warum es sich dennoch lohnt, hart zu bleiben – aus dem Politlabor einer ehemaligen Regierungsrätin.

(5) Feindbild Neoliberalismus

Die meisten Sünden, die dem Neoliberalismus angekreidet werden, sind effektiv Altlasten vorbestehender feudalistischer, merkantilistischer und planwirtschaftlicher Machtstrukturen und Korruptionsnetze. Eine Kritik der Kritik des Neoliberalismus.

(4) Gute Anreize

Soll die Wirtschaft durch staatliche Interventionen oder durch das Prinzip des Wettbewerbs geleitet werden? Das ist nur vordergründig eine ideologische Frage. Überlegungen eines früheren Sozialdemokraten.

(3) Die grosse Zumutung

Freiheit ist nicht gegeben, sondern aufgegeben. Eine kritische Würdigung von Nutzen und Vorteil des negativen Freiheitsbegriffs für das moderne Leben.

(0) Auftakt

Kaffee – aber bitte ohne Koffein! Coca Cola – aber bitte ohne Kalorien! Liberalismus – gerne, aber bitte in leichtverdaulicher Form, sozusagen mit einer erträglichen Dosis Freiheit: Liberalismus light… In unserer virtuellen Welt, deren Begriffe alles und folglich auch das Gegenteil von allem bedeuten, sind alle irgendwie liberal. Das Spektrum reicht von «klassisch

Aktuelle Debatten

Wie wir unsere Standpunkte finden

Zu vielen Themen haben wir Meinungen, können sie aber oft nicht begründen. Häufig verlassen wir uns auf Emotionen oder Autoritäten. Doch unter bestimmten Bedingungen ist das nicht problematisch – und manchmal unvermeidlich.

Zehn liberale Gebote

Nicht von Gott zu Menschen, sondern von Menschen zu Menschen: eine Tafel mit zehn liberalen Geboten an die Regierenden zur Beschränkung ihrer Macht. Vor- und Nachteil zugleich: wer sich nicht an die Gebote hält, muss nicht mit Höllenstrafen rechnen.

Jenseits der Gerechtigkeit

Gerechtigkeit und Solidarität werden in der politischen Rhetorik kaum auseinandergehalten. Das ist nicht nur falsch, sondern auch schädlich. Warum eine total gerechte Welt kalt wäre – und warum der Sozialstaat die Solidarität erstickt.

Weitere Beiträge

Editorial

«Jenseits von Liberalismus light» heisst das Dossier dieser Ausgabe. Die «Schweizer Monatshefte» haben sich seit ihrer Gründung 1921 stets aktiv an der Weiterentwicklung liberaler Wertvorstellungen beteiligt. Das aktuelle Heft ist ein Beitrag zu dieser Auseinandersetzung, die jenseits des aktuellen partei- und tagespolitischen Gezänks geführt wird. Es geht um das liberale

Psychotherapie heute: Überwindung der Dogmen

«Psychotherapie heute: Überwindung der Dogmen». Mit diesem Beitrag endet unser Fokus 2007 «Zürich, Stadt der Seelenkunde», der von unserer freien Mitarbeiterin Barbara Handwerker Küchenhoff betreut wurde. Seit der Januarausgabe haben Theoretiker wie auch Praktiker die vielfältigen Entwicklungen vorgestellt, die Sigmund Freuds Psychoanalyse in Zürich von Anfang des vergangenen Jahrhunderts bis

Schweizer Literatur in Kurzkritik V

Morde auch in Zürich – neue Kommissare betreten die literarische Bühne. Die fünfte Folge der «Schweizer Literatur in Kurzkritik» stellt 15 Bücher und eine CD vor, darunter Werke von Franz Hohler, Alex Capus und Urs Widmer. Fortsetzung folgt.

Was heisst denn hier Freiheit?

Martin Bäumle zitiert Hayek: Viel Widerstand gegen Freiheit unter Gesetzen stammt aus der Unfähigkeit, effektive Koordination menschlicher Tätigkeiten ohne bewusste Organisation durch Befehlsgewalt vorzustellen. Der Markt ermöglicht jedoch gegenseitige Anpassung spontaner individueller Aktivitäten.

Vorschau

Vorschau

Die nächste Ausgabe Das Dossier der Ausgabe Februar 2008 gilt dem Thema «Regeneration der Universität». Gast in der Galerie ist Thomas Huber. Aus der Agenda 2008 «Appenzell» «Kunst der Kritik» «Global, lokal» «La Chaux-de-Fonds» «Endlichkeit» Zuletzt erschienen «Knappes Wasser» «Staaten in der Schuldenfalle» «Aargau – ein Kanton startet durch»

Fremdschläfer

Nobody in Montreal In jenem «alten Haus der Sprache», in dem sich laut Karl Kraus alle Schriftsteller (und Epigonen) tummeln, will Verena Stefan kein Wohnrecht mehr besitzen. Im Gegenteil: die 1947 in Bern geborene Autorin ist Ende der 1990er Jahre bewusst aus diesem morsch gewordenen Gebäude ausgezogen und in die

Saubere Wäsche

Zwei Morde in Zürich… Es wird viel getrunken in diesem Kriminalroman. Vor allem Hochprozentiges. Auch Johanna di Napoli, ehemals Übersetzerin und jetzt Wachtmeisterin bei der Zürcher Stadtpolizei, greift gerne zur Whiskyflasche. Als Spezialistin für häusliche Gewalt und Sexualdelikte steht sie mitten in der Kampfzone der Geschlechter. Dabei sind die Gewichte

Singende Eisen, Spangen und Gleise. Vier dichtende Maultrommler und maultrommelnde Dichter»

Fault nicht, klebt nicht, riecht nicht, nässt nicht «Singende Eisen, Spangen und Gleise» nennt sich das Programm, das seit Jahren vier illustre Musiker und Autoren auf der Bühne zusammenführt. Anton Bruhin, Bodo Hell, Michel Mettler und Peter Weber geben gemeinsam ein mixtum compositum zum Besten, das nun auch auf CD

Der Mauersegler

…auch ein Agentenroman braucht Tote… Im Grunde fehlt mir ja der Zugang zu Agentenromanen, dachte ich. Alle diese Decknamen, Beschattungen, Verdächtigungen: sie sind doch – verdächtig. Aber wessen? Immer gleicher Strickmuster! Nein, die Welt von John le Carré & Co. überlasse ich gerne den Carréristen, so mein lang gehegtes Vorurteil, das

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Der Mittelstands-Ehemann, kein Mörder Der Titel wäre von gerissener Simplizität. Wer klopft, könnte immer schon jener sein, auf den wir ein Leben lang warten. Hier aber ist es Eros, der sich ankündigt. Es klopft eine fremde Frau. Zuerst ans Zugfenster. Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt hinter der Scheibe ignoriert

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Paranoia City. Der Fall Ernst B.; Selbstzeugnis und Akten aus der Psychiatrie um 1900.

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