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Cover: Jung, wild und bürgerlich
Juli 2020

Ausgabe 1078 – Juli 2020

Jung, wild und bürgerlich: Frische Ideen für eine erfolgreiche liberale Politik.

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In dieser Ausgabe

Schwerpunkt

Auf leisen Sohlen

Auf leisen Sohlen

Die Geschichte der Inflation zeigt: In Krisenzeiten treibt eine lockere Geldpolitik wie derzeit die Preise oft mit Verzögerung nach oben – dann dafür heftig.

Eine Ära der Deflation ist unabwendbar

Eine Ära der Deflation ist unabwendbar

Steuern wir auf eine Inflation zu oder heisst das Schreckgespenst vielmehr Deflation? Die Deflation sei nicht zu fürchten, sondern letztlich unausweichlich, schreibt der erfolgreiche Unternehmer Jeff Booth. Der Kanadier hat 1999 Build Direct mitgegründet, einen Online-Marktplatz für Heimwerkerprodukte wie Badezimmerkacheln oder Küchenböden, eine Art Amazon für Baubedarf. Seine Kernthese

Dossier

Der Rechtsrutsch, der keiner war

Trotz guten Voraussetzungen haben die bürgerlichen Parteien in der vergangenen Legislatur Weichenstellungen hin zu einer freiheitlicheren Politik verpasst. Sie versprachen am Sonntag Zusammenarbeit und standen sich schon am Montag im Weg.

Was die Linken besser machen

Die Polarisierung fordert die Schweizer Politik mit ihrer traditionellen Konsenskultur heraus. Und fördert Wasser auf die Mühlen neuer Online-Bewegungen und geschickter Parteipräsidenten.

Eine Rente für alle Fälle

Eine Rente für alle Fälle

Ausbildung, Anstellung, Ruhestand: Die klassische Abfolge ist mit neuen Arbeitsformen und demografischem Wandel zur Ausnahme geworden. Zeit, die Verbindung zwischen Arbeit und Rente neu zu denken – mit einer zusätzlichen Sparsäule.

Mehr Markt für unsere Gesundheit

Die Coronakrise zeigt: Planwirtschaftliche Inputsteuerung funktioniert auch im Gesundheitswesen nicht. Statt einzelner Leistungen sollten wir künftig Therapieerfolge vergüten – und endlich für einen Qualitätswettbewerb sorgen.

Aktuelle Debatten

Ein Hoch auf den Retter  der Freiheit!

Ein Hoch auf den Retter der Freiheit!

Das Denkmal von Winston Churchill in London wurde kürzlich verschmiert. Doch wenn einer ein Denkmal verdient hat, dann er: Als Europa 1940 in Trümmern lag, entwickelte sich der britische Premierminister zu einem Giganten der Zeitgeschichte.

Wir Sklaven der Vergangenheit

Wir Sklaven der Vergangenheit

Es ist falsch, mit dem Massstab der Gegenwart auf die Vergangenheit zu blicken. Statt über die Geschichte zu richten, sollten wir unseren eigenen Nachfahren nicht allzu viele Gründe zu geben, uns dereinst zu verurteilen.

Weitere Beiträge

17,6

17,6

Prozent ihres verfügbaren Einkommens sparten private Haushalte in der Schweiz 2019 gemäss Schätzungen der OECD.

The End of…  Berlin

The End of… Berlin

«Arm, aber sexy» war ein genialer Spruch. Geschaffen vom damaligen Bürgermeister Klaus Wowereit, fasste er die Magie Berlins zusammen: Die Stadt ist zwar arm, aber ein toller, cooler Sehnsuchtsort. Touristen, Studenten und Start-ups liessen sich nicht zweimal bitten. Berlin avancierte zur Traumdestination aller, die auf Kosten anderer ein tolles

Reisen Schreiben Leben

Um sich der Bedeutung von Freiheit, Heimat und dem Überschreiten von Grenzen bewusst zu werden, braucht es nicht immer eine Krise – manchmal reicht eine Reiseerzählung. Eine Erinnerung an Annemarie Schwarzenbach, Ella Maillart und Nicolas Bouvier.

Die Frau auf dem Mond

Kurz nachdem ich über Bord gesprungen war, warf mir eines der Besatzungsmitglieder unbeeindruckt einen Rettungsring zu. «Happens all the time», sagte der Mann zu meiner völlig verängstigten Freundin. «People get so sick, they jump.» Lebensmüde bin ich eigentlich nicht. In schlimmen Zeiten halte ich es mit Dorothy Parker: razors pain

Das Reisen und sein Gegenteil

Eben habe ich zum dritten Mal meinen Flug nach Bilbao umgebucht. Das geht in diesen Tagen umstandslos und gebührenfrei. Mit jeder Umbuchung schiebt sich allerdings die Reise tiefer ins schwammige Reich der Sehnsucht. Was wollte ich eigentlich? Ich wollte in einer Pension in der Altstadt von Bilbao eine Novelle beenden.

Tropenhelm

André Gide sitzt bei Kaffee und Biscuits an einem kleinen Tisch mit kariertem Tischtuch, einen Tropenhelm auf dem Kopf. Im Hintergrund eine Rundhütte mit Strohdach, auf der Lehne von Gides Safaristuhl ein kleines Pelztier, eine Manguste, soviel man sehen kann. Wir sind in Afrika. Gide hat sich aus verschiedenen Gründen

Chefredaktor mit 20, Bundesrat mit 43

Chefredaktor mit 20, Bundesrat mit 43

«Ich werde jenen Beruf wählen, in welchem ich am meisten wirken kann. Meine innere Neigung ruft mich zur Journalistik. Ich erkenne in der Stimme meines Herzens den Ruf des Heilandes und will ihm folgen.» Diese Worte schrieb der 19jährige Philipp Etter 1911 in sein Exerzitienheft und versprach, gegen Freimaurertum, Liberalismus

Ein Sommer des Abschieds

Ein Sommer des Abschieds

Wie verabschiedet man sich von einer Mutter, die einen das ganze Leben lang kontrollierte? Diese Frage stellt sich bei der Lektüre des Debütromans «Im Garten meiner Mutter» von Schauspielerin Ariela Sarbacher. Im Zentrum der Geschichte steht die Beziehung von Ich-Erzählerin Francesca und ihrer Mutter, die sich entschlossen hat, mittels

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.