«Die Politik lebt in einer schizophrenen Situation»
Der Ökonom Christoph Schaltegger spricht über steigende Staatsausgaben und warum die Schweizer Politik unfähig ist zu sparen.
ist Professor für politische Ökonomie sowie Direktor des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern.
Der Ökonom Christoph Schaltegger spricht über steigende Staatsausgaben und warum die Schweizer Politik unfähig ist zu sparen.
Die Einkommensmobilität in der Schweiz ist relativ hoch – die Bildungsmobilität hingegen weniger. Ob jemand sein Potenzial entfalten kann, entscheidet sich bereits in der frühen Kindheit.
Dass es bei der Altersvorsorge seit Jahren mit Reformen harzt, ist kein Zufall, sondern liegt an den politischen Anreizstrukturen. Höchste Zeit für eine Schuldenbremse in der AHV.
Der NFA verteilt zwar immer mehr Geld von reichen zu armen Kantonen. Doch er schwächt auch die Anreize, die Standortattraktivität aus eigener Kraft zu verbessern. Es braucht eine Reform.
Neue Methoden der Verwaltungsführung und die Auslagerung von Tätigkeiten an staatseigene Firmen versprechen den Staat effizienter zu machen. Heraus kommt das Gegenteil: Die Transparenz nimmt ab, die Kosten steigen.
Ludwig Erhard hat die Bundesrepublik nach dem Krieg auf den Pfad der freien Wirtschaftsordnung geführt und so in den schweren Nachkriegsjahren wieder Zuversicht geschaffen.
Mehr Verwaltungstätigkeiten, höhere Personalkosten, stärkeres Wachstum als der Privatsektor: Die öffentliche Verwaltung hat in den letzten Jahren viel unnötigen Speck angesetzt.
Die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise verdeutlichen den Nutzen der Schuldenbremse. Nach dem Ausgabenrausch ist es entscheidend, den Kompass wieder auf solides Haushalten auszurichten.
Animiert der schweizerische Wettbewerbsföderalismus die Kantone zu einem Abwärtswettlauf in Sachen Regulierung? Empirische Daten zeigen: eher nicht.
Die Schweiz ist stabil und sorgt für Rechts-, Handels- und soziale Sicherheit. Die hohe Eigenständigkeit der Gemeinden und Kantone macht’s möglich. Wer sie untergräbt, setzt die Zukunft aufs Spiel.
Er ist ein wichtiger Pfeiler unserer Gesellschaft und eine grosse Last auf den Schultern des öffentlichen Haushalts: ein Überblick über die Dimensionen unseres Sozialstaates.
Es heisst gerne, die Ungleichheit nehme in der Schweiz zu. Was sagen die Daten?
…die Einkommensungleichheit in der Schweiz nimmt nicht zu – Ein Beitrag zur Versachlichung der Debatte
Sie ist teuer, ungerecht und aufwendig: die helvetische Mehrwertsteuer. Eine grundlegende Reform täte schon seit längerem Not. Nun bietet sich die Chance.
Die Schattenwirtschaft wächst in den meisten OECD-Staaten. Schuld sind steigende Staatsquoten, Arbeitsmarktveränderungen und Wertewandel. Eine erfolgreiche Bekämpfung muss bei diesen Ursachen ansetzen.