Macher und Denker #2: Claudio Pietra und Mark Schelker
Claudio Pietra von Vertec und Mark Schelker von der Universität Freiburg diskutieren über wachsende Regulierung, politische Fehlanreize und Bürokratie sowie mögliche Lösungsansätze.
ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Inhaber des Lehrstuhls für Finanzwissenschaft an der Universität Freiburg.
Claudio Pietra von Vertec und Mark Schelker von der Universität Freiburg diskutieren über wachsende Regulierung, politische Fehlanreize und Bürokratie sowie mögliche Lösungsansätze.
Staatsausgaben und Regulierung wachsen stark, weil gut organisierte Gruppen politisches Gewicht haben. Das schadet der Effizienz. Ökonomieprofessor Mark Schelker hat einen Vorschlag, diese Dynamik zu durchbrechen.
Neue Methoden der Verwaltungsführung und die Auslagerung von Tätigkeiten an staatseigene Firmen versprechen den Staat effizienter zu machen. Heraus kommt das Gegenteil: Die Transparenz nimmt ab, die Kosten steigen.
Abgeschottete Märkte, von Staatsunternehmen verdrängte Private: Klientelpolitik verhindert allzu oft liberale Lösungen. Dagegen helfen unabhängige Institutionen – zum Beispiel eine neue Gegenvorschlagskommission.
Das Gejammer über immer mehr Regulierung ist scheinheilig, denn: Regulierung entsteht nur auf Nachfrage. Und die Nachfrage nach schlechter Regulierung ist gross. Woher kommt sie und wie lässt sie sich abstellen?