Ein «Nein» befreit
Zu oft sagen wir «Ja», um den Frieden wahren. Doch damit ist am Ende niemandem geholfen.
ist Journalistin und Krimiautorin. Sie ist öfter auf Reisen als zu Hause. In ihrer Kolumne befasst sie sich mit einem unkonventionellen Gefühl: der Freiheit.
Zu oft sagen wir «Ja», um den Frieden wahren. Doch damit ist am Ende niemandem geholfen.
Jeder Wahlkampf beschert dem Begriff «Freiheit» Konjunktur. Nur sind diejenigen, die sie einfordern, oftmals auch diejenigen, die noch mehr Regeln aufstellen wollen.
Der Mythos, dass Männer in der Steinzeit Jäger und Frauen Sammlerinnen gewesen seien, wird durch immer mehr Funde bezweifelt. Die gesellschaftlichen Folgen dieser Lüge zeichnen sich derweil immer klarer ab.
Selbständigkeit geht unweigerlich mit Risiken einher. Doch die Freiheit, die sie bietet, übertrifft den Komfort des Angestellt-Seins bei weitem.
Sorgen belasten. Tatsächlich sind die meisten von ihnen jedoch völlig überflüssig.
Die Vorzüge des Alters sind besser als die gut gemeinten Ratschläge, die einen ab 50 erreichen.
Wer nicht bereit ist, grosse Träume zu hegen an deren Umsetzung in die Realität zu arbeiten, wird bleiben, wo er ist.
Vielen wird die Freiheit vorenthalten. Deshalb sollten wir schätzen, was wir an ihr haben.
Denn genau so fühlt es sich an, der durchgetaktete Ablauf, der in meiner Agenda steht: wie ein Korsett, das meine Bewegungsfreiheit einschränkt, manchmal so sehr, dass es mir fast den Atem nimmt.
Ist immer alles zu haben, fällt einem der Verzicht auf einmal schwerer. Doch vielleicht liegt gerade in der Einschränkung eine gewisse Freiheit.
Es scheint zum Volkssport zu werden, moralische Verfehlungen anzuprangern.