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Cover: Mein Gott, die Schulden...
September 2012

Ausgabe 999 - September 2012

Mein Gott, die Schulden...

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In dieser Ausgabe

Dossier

Verpasst die Schweiz den (technologischen) Anschluss?

Verpasst die Schweiz den (technologischen) Anschluss?

Ein mit Neuschnee bedeckter Berghang ist anmutig – und gefährlich. Wird die Last des Schnees zu schwer, donnert er irgendwann Richtung Tal. Eine Grosslawine kommt meist überraschend. Doch Menschen in Berggebieten verfügen dank Alfred Nobel über die Mittel, der Grosslawine vorzubeugen, indem sie Lawinen sprengen. Es ist besser, kontrolliert kleine Lawinen

Achtung, Schweiz!

Der wirtschaftliche Erfolg, der enge Fokus auf die europäischen Nachbarn und ein komfortables Leben haben die Schweiz eingelullt. Doch die Welt bewegt sich. Wann bewegt sich die Schweiz?

Am Hang

Am Hang

Der Humus einer Volkswirtschaft ist der Industriesektor. Start-ups und ausgebildete Fachkräfte festigen ihn. Aufgeweicht wird er durch zu viele Maturanden, Friseursalons und Unternehmensberater. Wird der Humus zu weich, gerät er ins Rutschen.

Die Null-Fehler-Mentalität

Ob Hightech oder Massenproduktion – Pius Baschera hat Vertrauen in die Zukunft der Schweizer Industrie. Im Gespräch über Mentalitätsfragen, Unternehmenskulturen und ein akademisches Proletariat wird klar: Innovation bedeutet, aus Fehlern zu lernen.

Brückenschlag!

Innovationen entstehen im Labor. Die innovativen Produkte können aber nur ausserhalb davon, auf dem Markt, verkauft werden. Eine tiefe Kluft trennt beide Sphären. Wie lassen sie sich produktiv verbinden?

Grenzenloses Engagement

Die Schweiz ist in Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft weltweit Spitze. Voraussetzung dafür ist, dass das Gesamtklima stimmt. Und dass der Staat seine Aufgaben wahrnimmt: Für ein forschungsfreundliches Umfeld, unternehmerische Freiräume und ein exzellentes Bildungssystem zu sorgen.

Aktuelle Debatten

EZB, ESM und Target2

Mit wie vielen hundert Millionen stehen die Euro-Schuldnerstaaten bei den Euro-Gläubigerstaaten wirklich in der Kreide? Wie genau funktioniert das ominöse europäische Zahlungssystem Target2? Und wer bezahlt am Ende die Rechnung? Randbemerkungen aus aktuellem Anlass.

Mehr Frauen

Mehr Frauen

Männer brüsten sich mit ihrer emanzipierten Lebenseinstellung. Geschäftsfrauen tragen Schwarzweiss. Und die Politik setzt auf Quoten. Müsste es nicht ganz anders sein? Die männlich dominierte Wirtschaftswelt braucht selbstbewusste Frauen. Mehr Buntheit. Aber ohne Quoten.

Weitere Beiträge

Editorial

Wir haben dem jungen Starökonomen Tomáš Sedláček in St. Gallen aufgelauert, wo er einen Auftritt vor Studenten hatte. Der tschechische Tausendsassa, der einst Vaclav Havel beriet, in Yale lehrte und den Weltbestseller «Die Ökonomie von Gut und Böse» publizierte, kam zu spät an den Gesprächstermin. Aber der Mann ist verspätungserprobt

Märchen für Erwachsene

Es war einmal eine Prinzessin namens soziale Marktwirtschaft. Sie war freundlich, bewies in ihrem Tun stets Augenmass, und alle fanden Gefallen an ihr. Doch schon bald trat ein böser Raubritterclan auf den Plan und trieb sein Unwesen. Diese Bösewichte trugen im Volksmund den Namen «die Neoliberalen», drangsalierten die soziale Marktwirtschaft,

Kommen Sie mal näher!

Wie haben Menschen im 19. und 20. Jahrhundert trotz Hungersnöten, Kriegen und zu Beginn gar ohne elektrisches Licht grossartige und nützliche Erfindungen hervorgebracht, die unser Leben auch heute noch erleichtern? Sie wissen schon: Von Glühbirnen über Eisenbahnen zur Pille und zum Mond. Von König- und Kaiserreichen über Diktaturen zur Demokratie.

Das Wrack

Die Moschee ist unbeschädigt. Hoch ragen die Minarette empor, an Portikus, Kuppel und Fensterfassaden sind keine Kugellöcher oder Granateinschläge zu sehen. Auch als Fluchtburg wurde das heilige Haus nicht benötigt. Es blieb intakt – für die Zukunft des Landes. Das Kriegsgerät des alten Regimes dagegen ist zerstört. Der Panzer ist ausgebrannt,

Konkurs der Eidgenossenschaft

Die Welle der Staatskonkurse wird wohl von Griechenland aus anrollen. Sie dürfte dann Spanien, Portugal und Italien erfassen, nach anfänglichem Widerstand wohl auch Frankreich, und selbst Deutschland hat kaum Aussicht, von ihr verschont zu werden. Das Land, das für alle anderen haftet, ist ja schon heute auf der Watchlist von

Ver-rückt

Wagen wir einmal folgendes Gedankenspiel: Sie sind deutscher Staatsbürger, und man steht Ihnen zu, darüber abzustimmen, ob Deutschland den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) mitträgt oder eben nicht. Auf den Plan tritt eine junge Frau, sie ist intelligent, sachlich, hat Ökonomie studiert, die liberalen Klassiker gelesen und bewegte politische Erfahrung. Sie wendet

Barrierefrei

Hundertprozentige Sicherheit kann kein (Stadt-)Staat garantieren. Aber Singapur setzt alles daran, seinen Ruf als eine der sichersten Städte der Welt zu bewahren. Während in ökonomischer und sozialer Sicht die Schweiz als Vorbild dient, folgt Singapur in Sachen Sicherheit und Zivilschutz dem Staate Israel. Die ständige Überwachung durch den löwenstaatlichen

Höher. Schneller. Weiter.

Höher. Schneller. Weiter.

Schneller geht der Puls, wenn sich der Muskel spannt, im Unterarm sich Sehnen dehnen, durch die Hand ein Zappen zuckt, das mit geübtem Fingerspiel die Körper in Bewegung setzt. Ein präziser Schlag in die Rechte, schon springen sie vor, flink wie das Licht verschwinden sie wieder, mit der nächsten routinierten

Kulturpolitischer Tsunami

Kulturpolitischer Tsunami

Öffentliche Kulturförderung als Reizthema: In Deutschland reicht ein Hinweis auf das Ideal «Kulturstaat», um die Debatte zu ersticken. Aber auch wer hierzulande das «Prinzip Giesskanne» in Frage stellt, sieht sich einem Sturm der Entrüstung ausgesetzt. Zu Unrecht, findet Armin Klein.

Vom «bluemete Trögli» zur Eventkultur

Vom «bluemete Trögli» zur Eventkultur

Schweizer Geschichten rufen Alpine Blüten vor Augen und die Moderne Max Frischs und Friedrich Dürrenmatts. Doch Peter Weber und Ruth Schweikert bleiben unbekannt. Warum? Ein Versuch über «Heimat» in der neueren Schweizer Literatur.

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.