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Cover: Du musst dein Leben steigern!
November 2011

Ausgabe 991 - November 2011

Du musst dein Leben steigern!

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In dieser Ausgabe

Dossier

Unsere Exzellenz: Schweizer Hochschulen im Kampf um private Mittel

Unsere Exzellenz: Schweizer Hochschulen im Kampf um private Mittel

Exzellenz: dieser magische Begriff war es, der, in Kombination mit einem ausgeprägten helvetischen Sinn für Praktisches, in der Schweiz bereits im 19. Jahrhundert renommierte Lehrende und Forschende angezogen hat. Ihre Spitzenleistungen rückten damals jene Rohstoffe ins Zentrum der gesamtgesellschaftlichen Aufmerksamkeit, die im 21. Jahrhundert wichtiger geworden sind als alle Bodenschätze:

Zukunftsmusik

Zukunftsmusik

Die ETH Lausanne ist heute der Prototyp einer unternehmerischen Hochschule. Patrick Aebischer hat sie mit Hilfe privater Förderer für den globalen Exzellenz-Wettbewerb fit gemacht. Nun will er einen Schritt weitergehen und eine Renaissance der europäischen Universitätskultur einläuten.

Erfinder der Zukunft

Erfinder der Zukunft

Die Kultur der permanenten Innovation – die sucht Daniel Borel, Gründer von Logitech, an der EPFL. Darum hat sich seine Firma auf dem Campus angesiedelt. Dass er da auch auf Konkurrenten trifft, stört ihn nicht. Hauptsache, er hilft, die Zukunft neu zu erfinden.

Der Weg ist offen

Universitäten können heute unternehmerisch agieren und aktiv Fundraising betreiben. Noch herrscht allerdings allgemeine Zurückhaltung. Mitunter, weil sich Alexander von Humboldt vor 200 Jahren nicht durchsetzen konnte. Das dürfte sich ändern.

Ausprobieren und lernen

Die Drittmittelakquisition stellt Schweizer Universitäten vor Herausforderungen, bietet aber Chancen: Staat, Stiftungen und Wirtschaft können von koordinierter Hochschulfinanzierung profitieren. Diese Erkenntnis setzt sich jedoch nicht überall durch.

Schneeballeffekt

Schneeballeffekt

Der Verhaltensökonom Ernst Fehr erforscht, wie Menschen Entscheidungen treffen. Und zeigt, dass Empathie und Altruismus dabei eine grosse Rolle spielen. Seine Erkenntnisse bieten einen doppelten Mehrwert im Wettbewerb um die hellsten Köpfe der Welt.

Aktuelle Debatten

Weitere Beiträge

Schmierfilm

Schmierfilm

Zum Schutz hat er sich Latexhandschuhe übergestreift. Nun rubbelt er mit dem Lappen zwischen den Buchstaben herum, verwischt über dem Wort die Farbe und verteilt dann den Schmierfilm kreisförmig auf der Fläche. Es ist eine mühsame, schmutzige Arbeit. Zuerst muss man ein Stahlgerüst aufbauen, um überhaupt hinauf zum Tatort zu

Glücksjäger

Das Leben auf Pump analysieren wir seit Jahren. Dass dem kreditfinanzierten Wirtschaften von Privaten, Unternehmen und Staaten auf Dauer kein Erfolg beschieden sein kann, ist für all jene klar, die Ökonomie nicht mit Alchemie verwechseln. Mittlerweile greift jedoch in denselben Medien, die die Situation über Jahre schöngeredet haben, ein neuer

Die Guten und Gerechten

Es ist völlig klar, warum der Staat überschuldet ist. Er finanziert bloss, was seinen Bürgern an Leistungen und Ansprüchen von Gesetzes wegen zusteht. Auch wenn das bürgerliche Sparapostel anders sehen: die Schuldensituation ist demokratisch legitimiert. Letztlich fürchten diese Kassandrarufer ohnehin bloss um ihre Pfründe. Aber der Staat widersetzt sich dem

Die autoritäre Politik gebiert den Wutbürger

Viele Leser des «Schweizer Monats» werden Herrn Bosbach nicht kennen. Er ist Bundestagsabgeordneter und CDU-Mitglied. Herr Bosbach gehört zu den unaufgeregten, sachorientierten Politikern. Er drängt nicht mit Polemik in die Medien, sondern bleibt in seinen Diskussionsbeiträgen besonnen und in seiner politischen Überzeugung standhaft. Dass dies genügt, um zu einem

Freiheitsfrauen

John Blundell: Ladies for Liberty: Women Who Made a Difference in American History. New York: Algora, 2011.

Die wahren Risiken bleiben verborgen

Wie uns die Geschichte lehrt, haben Banken aus der Natur ihrer Tätigkeit heraus die Tendenz, von Zeit zu Zeit langfristig unvernünftige Risiken einzugehen, die kurzfristig hohe Gewinne versprechen. Aus diesem Grund gibt es auch eine lange Geschichte staatlicher Anstrengungen, die Risiken der Banken zu überwachen. Dies ganz besonders nach grösseren

Du musst dein Leben steigern!

Du musst dein Leben steigern!

Die Wachstumsrhetorik ist ein grosses Missverständnis. Europa ist seit der frühen Neuzeit auf mehr als Wachstum angelegt: auf Lebenssteigerung. Stichworte zu einer Neufassung der europäisch-unternehmerischen Idee vom reichen Leben.

Mehr Pioniergeist!

Mehr Pioniergeist!

Solar Impulse von Bertrand Piccard verkörpert Kreativität, Unternehmertum und Innovation: die Weltumrundung mit einem Solarflugzeug. Alfred N. Schindler nennt es eines der inspirierendsten Cleantech-Projekte. Ein Gespräch über den Willen, Grenzen zu verschieben, und die Zukunftswelt.

Steinzeitgehirne

Steinzeitgehirne

Rolf Dobelli sagt: Wir denken systematisch falsch. Im Grunde sind wir Jäger und Sammler in Hugo-Boss-Anzügen, wollen das aber nicht wahrhaben. Ein Gespräch mit dem Schriftsteller und Unternehmer über fehlerhafte Denkmuster, Monogamie und männliches Statusverhalten.

Darum habe ich die Finanzwelt verlassen

Ich wurde in den letzten Wochen unzählige Male danach gefragt, wieso ich mich entschieden hätte, meine Karriere bei einer Investmentbank nach so kurzer Zeit schon wieder zu quittieren. Ich will die Frage hier beantworten. Die Monate und Jahre, die ich nun in der Finanzbranche verbrachte, waren eine gute Schule. Nicht

Anomalien um Ascona

Anomalien um Ascona

Die Künstlerin Ingeborg Lüscher erzählt von ihrer Arbeit mit Sonderlingen im Tessin und den Grenzen ihrer eigenen Menschlichkeit. Und sie erklärt, weshalb sie den Nachlass von Harald Szeemann trotz Verbundenheit mit der Schweiz nach Los Angeles verkaufte.

Fantastillionen

Fantastillionen

EFSM, EFSF, ESM. Die Abkürzungen wirken kurios, sind aber ernst gemeint. Und illustrieren perfekt die neue politökonomische Unübersichtlichkeit. Was genau passiert in der Europäischen Union? Wer wird mit wessen Geld gerettet?

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.