zum Inhalt
Cover: Die Geburtsfehler der EU
September 2011

Ausgabe 989 - September 2011

Die Geburtsfehler der EU

Autoren dieser Ausgabe:

Bestellen

In dieser Ausgabe

Schwerpunkt

Dossier

Vorwärts ins Mittelalter

Vorwärts ins Mittelalter

NGOs und multinationale Unternehmen verdrängen die traditionelle Diplomatie der Staaten, sagt Parag Khanna. Wie reagieren Nationalstaaten und supranationale Grossorganisationen auf diese Entwicklung? Ein Gespräch über die neuen Diplomaten, ein byzantinisches Amerika und chinesischen Strassenbau.

Schön wendig bleiben

Schön wendig bleiben

USA, China, EU, UNO, WTO, G-20 – die geopolitischen Kräfteverhältnisse ändern sich, neue Machtkonstellationen entstehen. Was sind die Konsequenzen für die Schweiz? Und wie sehen erfolgversprechende Strategien für den kleinen grossen Global Player aus?

Aktuelle Debatten

«Vom sanften Monster»

Deutsche Intellektuelle zeichneten sich bisher nicht durch prononcierte EU-Kritik aus. Hans Magnus Enzensberger bricht mit dieser Tradition und klagt Brüssel wortgewaltig an. Ein Gespräch über die Stärken Europas, das System EU und einen Störenfried namens Schweiz.

Konkurrenz belebt auch die Bauern

Konkurrenz belebt auch die Bauern

Die Schweizer Landwirtschaft geht nicht unter, wenn sich die Agrarmärkte öffnen. Sie wird dank mehr Wettbewerb vielmehr effizienter, stärker sowie wirtschaftlich und ökologisch nachhaltiger. Hören wir auf mit dem Agrarprotektionismus, der den Bauern auf lange Frist schadet?

Weitere Beiträge

Der kritische Punkt

Die Stärke des Frankens spiegelt die robuste Schweizer Wirtschaft wider und unterstreicht die Schwächen von Euro und Dollar. Die wachsenden Schulden der EU und USA fordern ihren Preis. Sollte sich die Schweiz anpassen oder ihre Stärken nutzen?

Europäische shot-gun marriage

Das geeinte Europa ist eine inspirierende und hoffnungsfrohe Idee. Und für viele selbsternannte Europäer ist sie der Zweck, der alle politischen Mittel heiligt. Dass die Kluft zwischen europäischer Idee und real existierender EU seit Jahr und Tag wächst, ist für den, der sich auf eine solche fatalistische Perspektive eingeschossen hat,

Tätowieren ist für Verlierer

Die Eindrücke, die ich diesen Sommer am Strand von Mallorca sammeln konnte, lassen sich sehr schön mit dem Titel eines alten Albums der Rolling Stones resümieren: «Tattoo You». Man sieht kaum mehr jemanden, der nicht tätowiert wäre. Ähnlich wie beim Piercing und der grossartigen Idee, sich die Haare blau färben

Wir leben in einem Entwicklungsland

Wenn man die Meldungen zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Schweiz über die letzten Jahre anschaut, dann ist man manchmal nicht sicher, ob man sich in einem der reichsten Industrieländer oder vielleicht doch eher in einem Entwicklungsland befindet. Auf der einen Seite ist da von einem der weltweit höchsten Bruttonationaleinkommen pro

Hungersnot

Ein kleiner Junge hockt in einer Plastikwanne und blickt zu seiner Mutter hinauf. Winzige Wasserperlen glitzern auf seinem ausgezehrten Körper. Unter der Haut zeichnet sich das Knochengerippe ab, an Armen und Achseln ist die Haut faltig wie bei einem Greis. Der Mund ist leicht geöffnet, voller Erwartung schauen die wachen

Das totale Glück ist eine Illusion

Kürzlich habe ich zufällig festgestellt: nach einer gewissen Zeit der Anpassung, der anfänglichen Aufregung oder des Ärgers über eine neue Lebenssituation pendelt sich die Stimmung an jeder neuen Station meines Lebens wieder auf einem bestimmten Niveau ein. Ich habe diesem «automatischen Ausgleich» meines Gemütszustandes früher nie viel Beachtung geschenkt. Ich

Ein Gesellschaftsmodell steht in Frage

Ein Gesellschaftsmodell steht in Frage

«Der Wert des Dollars sinkt und sinkt. Die Kapriolen des Euros sind nicht weniger besorgniserregend. Seit anfangs Jahr ist der Trend völlig eindeutig. Die kleinen Erholungsphasen spenden nur minimalen Trost. Pessimismus beherrscht vorwiegend das Stimmungsbild. Und dies mit guten Gründen, hat doch der gestiegene Schweizer-Franken-Kurs als Spiegelbild der

Zuwanderung von innen

Die Zuwanderung folgt der Nachfrage nach Arbeitskräften. Doch auch Schweizer könnten mehr arbeiten: die neuen Alten sind willig, wenn man sie lässt. Personalpolitische Selbstversorgung ist möglich – eine Option für den Wahlherbst.

Verwundbare Schweiz

Verwundbare Schweiz

Die Schweiz hätte Grund zur Freude. Das Land steht wirtschaftlich gut da. Doch ist von Freude wenig zu spüren. Seit der Finanzkrise dominiert das Gefühl der Verwundbarkeit. Wo sind jene, die im Wahlkampf Stolz und Zuversicht verbreiten?

Die Urschuld des Geldes

Die Urschuld des Geldes

Am Anfang der modernen Kreditwirtschaft steht die Schuld des Staates. Kreditwirtschaft ist Schulden-wirtschaft. Und Kreditgeld eine reine Wette auf die Zukunft. Gespräch mit dem Kulturwissenschafter Joseph Vogl über Praktiken, die auch 200 Jahre nach ihrer Erfindung noch skandalös anmuten.

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.