zum Inhalt
Cover: Schluss mit Liberallalla!
Juni 2011

Ausgabe 987 - Juni 2011

Schluss mit Liberallalla!

Autoren dieser Ausgabe:

Bestellen

In dieser Ausgabe

Dossier

Schwache Gesten der Kunst

Schwache Gesten der Kunst

Wie kann man Kunst machen, die nicht dem Wandel unterliegt – zeitlose Kunst, Kunst für alle Zeiten? Die Antwort darauf ist die künstlerische Avantgarde. Sie hat die Kunst gerettet. Und wurde dadurch selbst zum Mainstream.

Im Namen der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit steht in der Wissenschaft hoch im Kurs. Also will die Politik die Welt auf Nachhaltigkeit trimmen. Damit hindert sie den Nachhaltigkeits-Mainstream, sich selbst zu revidieren. Und schadet nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der Umwelt.

Mehr ökonomische Bescheidenheit!

Mehr ökonomische Bescheidenheit!

Die Wirtschaftswissenschaften pflegen ein mechanisches Denken. Dabei wissen wir nicht erst seit der letzten Krise: jede Intervention hat unbeabsichtigte Nebenwirkungen. Der ökonomische Mainstream kommt uns teuer zu stehen.

Keine Revolution

Keine Revolution

Social Media sind mächtig. Sie können einen Mainstream schaffen und Massen mobilisieren, die Regimes stürzen und Gesellschaften verändern. Liest man. Aber so einfach ist es nicht. Denn Social Media können nicht bieten, was sozialen Wandel voraussetzt.

Mainstream. Mitschwimmen oder dagegenhalten?

Mainstream. Mitschwimmen oder dagegenhalten?

«So schön…so gefährlich!», warnen Plakate die anreisenden Besucher des Tessiner Verzascatals. Die Strömung des grünen Badeflusses ist mancherorts tückisch. Die Kraft der Wirbel ist unter der Wasseroberfläche nur schwer erkennbar. So gefährlich der grüne Fluss hier und dort aber ist, so nutzbringend ist seine Kraft: der Raum Locarno gewinnt

Aktuelle Debatten

Schluss mit Liberallalla!

Schluss mit Liberallalla!

Der legitime Platz des Liberalen ist zwischen allen Stühlen. Er ist weder links noch rechts noch in der Mitte. Deshalb wird er von allen Seiten bedrängt und beschimpft. Dabei ist er kein Opportunist und auch kein Chamäleon. Er ist bloss einer Idee verpflichtet: der Idee der einen «unteilbaren Freiheit» (Ralf

Weitere Beiträge

Editorial

Jüngst erklärte mir ein Oberassistent der Universität Zürich auf einer Podiumsdiskussion voller Stolz, warum er sich zu den «liberalen Marxisten» zähle. Die verwegene Selbstzuschreibung ist symptomatisch. In der politischen Landschaft der Schweiz wimmelt es nur so von Liberalismen: es gibt die «Sozialliberalen», die «Grünliberalen», die «Wirtschaftsliberalen», die «Neoliberalen» und die

Der verflixte Neoliberalismus oder Vom Pakt mit dem Teufel

«Liberal» ist gerade noch akzeptabel, aber «neoliberal» geht gar nicht. Die «Neoliberalen», das sind jene Zyniker, die seit den 1970er Jahren den Staat abschaffen wollen. Wer sich im Jahre 2011 «neoliberal» nennt, gilt als Staatsfeind, und Staatsfeinde sind heutzutage selbst in jenem linksalternativen Milieu des Teufels, das einst – Sie erinnern

In Form ist, wer sich nicht gehen lässt

Für den Megatrend unserer Zeit haben die Soziologen ein sprödes Wort: Abweichungsverstärkung. Gemeint ist, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden; die Klugen werden immer klüger und die Dummen immer dümmer. Die Selbständigen werden immer souveräner, und die Betreuten werden immer abhängiger. Der einheitliche Lebensstil der

Der Bundesrat befreit die Schweiz von den Bauern

Viele Politiker und Ökonomen glauben, ihre liberale Haltung dadurch beweisen zu müssen, dass sie Freihandel auch für die Landwirtschaft fordern, selbst wenn dieser massive «Bauernopfer» verlangt. Grosse Ideen in der Weltgeschichte haben eben schon immer den grosszügigen Umgang mit Problemen von Minderheiten erfordert. Auch der Schweizer Bundesrat möchte da nicht

Gefährliche Passage

Die junge Frau hat das Kind in ein reinweisses Tuch gehüllt und trägt es eilig an den fremden Männern vorüber. In den billigen Plastiksandalen geht sie so schnell, wie sie kann. Noch wenige Schritte, und die Gefahr ist vorbei. Aus den Augenwinkeln beobachtet sie, was hinter ihrem Rücken geschieht. Um

Die heutigen Vorbilder sind keine mehr

Wer erinnert sich noch an die Hochzeit des Dukes und der Duchesse von Cambridge vor rund einem Monat? Obwohl wir die zahllosen Bilder der Festlichkeiten und des so zuckersüssen Pärchens schon nach kurzer Zeit leid waren, möchte ich die «Hochzeit des Jahres» und die 2,2 Milliarden Menschen, die sie

Orwellsche EU

Orwellsche EU

Die EU schreibt das Recht um, um ihre Rechtsbrüche zu verschleiern, und macht Spekulanten für die Verschuldungskrise verantwortlich. Sie verspricht den Bürgern, dass mehr Zentralisierung ihre Freiheiten erweitert – ein Weg in die Planwirtschaft.

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.