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Cover: Eigenwillig! Die Stärken der Schweiz
Oktober 2009

Ausgabe 972 - Oktober 2009

Eigenwillig! Die Stärken der Schweiz

Autoren dieser Ausgabe:

In dieser Ausgabe

Dossier

(8) Ein Ort für Andersdenkende

Was haben Hermann Hesse, Tina Turner, Charlie Chaplin, Voltaire, Jean Calvin, Henri Nestlé, Léon Gambetta, Ex-König Michael von Rumä-nien, Ben Bella und Michael Schumacher gemeinsam? Sie sind alle in die Schweiz immigriert. Dieses kleine Land inmitten Europas übt seit Jahrhunderten eine starke Faszination auf Schriftsteller, Musiker, Maler, Revolutionsführer,

(7) Kleinheit als Wettbewerbsvorteil

Die Schweiz gehört als Wirtschaftsmacht ins Mittelfeld und erreicht bezüglich Wirtschaftsfreiheit Spitzenränge. Kleinheit ist im internationalen Wettbewerb kein Nachteil mehr, sondern ein Vorteil – dann jedenfalls, wenn sie als dauernde Herausforderung zum Lernen genutzt wird.

(6) Penthouse Europas

Die Existenz einer eigenwilligen und eigenständigen Schweiz ist ein europäisches Bedürfnis. Das wissen die meisten Europäer insgeheim. Aber wissen es auch die Schweizer?

(4) Ein unbekanntes Land

Zurückhaltend. Aber auch geschäftstüchtig. Misstrauisch. Aber auch höflich. Zaghaft. Aber auch freiheitsliebend. So sehen die Deutschen (und andere Nichtschweizer) die Schweizer, dieses merkwürdige Volk inmitten Europas.

(0) Auftakt

Gibt es das Schweizer Bankgeheimnis noch? Oder ist es zu einem blossen Wort in einem politischen Sprachspiel geworden, zum hohlen Emblem eines fast nur noch rhetorischen helvetischen Widerstandswillens? – Gibt es die helvetische Konkordanzdemokratie noch? Oder ist sie zu einem Zwischenspiel in einem Polittheater verkommen, in dem es jeder auf jeden

Aktuelle Debatten

Schöpfer der «Schokoladenschweiz»

Unternehmer bewegen die Welt. Sie sind innovativ. Mutig. Und wissen Zufälle zu nutzen. In einer losen Folge porträtieren wir wichtige Unternehmer der Vergangenheit, die uns auch heute noch inspirieren. Diesmal ist es Philippe Suchard

Was der Westen von China lernen kann

Während westliche Gesellschaften den Stillstand zelebrieren, entwickelt China sich rasant. Die Leistungen im Land der aufgehenden Sonne führen uns auch unsere Versäumnisse vor Augen. Eine Replik auf die Beiträge des SMH-Sonderthemas «Wege des Ostens».*

Völkerrecht – mit Vorbehalt

Das Völkerrecht hilft den kleinen Staaten. Oder besser: half. Denn inzwischen droht es selbst zu einem Machtfaktor zu werden. Eine Replik auf die Ausführungen der Völkerrechtsprofessorin Anne Peters.*

Profiteure des Klimawandels

Wir müssen den CO2-Ausstoss radikal senken, um die globale Erwärmung zu stoppen! Die Forderungen von Politikern und Wissenschaftern überschlagen sich derzeit. Schaut man sich ihre Argumente aber genauer an, erkennt man: noch steht uns die nächste Sintflut nicht bevor.

Sozialer Abstieg – dank Sozialstaat

Ungleichheit, soziale Kälte und Ausschliessung soll er hervorbringen. Und er ist das Feindbild vieler Intellektueller: der Markt. Einspruch! Eine Verteidigung seiner Leistungen. Und eine Replik an die Adresse des Soziologen Peter Gross.*

Weitere Beiträge

Na dann mal los

Der Tod ist in Urs Widmers neuem Roman allgegenwärtig: als symbolschwere Spielfigur eines schwarzen Fährmanns, als mächtiger Saurierknochen oder in Form einer Handvoll Toter, die als unsichtbare Wiedergänger unter den Lebenden wandeln. Dennoch ist die Erzählung von Herrn Adamson kein ernstes oder gar düsteres Buch. Ganz im Gegenteil. So derb-

Editorial

Was ist los mit der Schweiz? Diese Frage stellten wir vor einem Monat 13 Autoren. Ihre Antworten finden sich in unserer Sonderpublikation «Ein Land laviert». Auf die Diagnose zur Lage der Nation folgt nun in dieser Ausgabe ein Dossier mit der Prognose: die Schweiz hat dank ihren gewachsenen Institutionen und

Dieter Meier im Gespräch

Dieter Meier komponiert, produziert Biofleisch, keltert Wein und macht Kunst. Als Haupteigentümer eines Silicon-Valley-Softwareunternehmens hat er viel zu tun, bleibt aber ruhig. René Scheu traf ihn in Zürich.

Friederike Kretzen 1/2  Gespräch

Friederike Kretzen 1/2 Gespräch

In den «Werkgesprächen» berichten Schriftsteller über ihr Schreiben und präsentieren aktuelle Textauszüge. Diese Ausgabe führt Klaus Merz das Gespräch mit Friederike Kretzen. Im Dezember gibt Kretzen das Staffelholz weiter und spricht mit Perikles Monioudis über dessen schriftstellerische Arbeit.

Dramolett längs sozialer Phobie

«Die Angst ist mein ständiger Begleiter», sagt Felix am Anfang und stellt am Ende fest: «Bis jetzt kenne ich ja nur Angst und die Angst vor der Angst.» Auf den 160 Seiten dazwischen entwickelt der praktizierende Psychoanalytiker und Autor Jürg Acklin die Fallstudie einer pathologischen Störung. Besagter Felix, ein verhätschelter,

Yoknapatawpha und der Vierwaldstättersee

Solide und leserfreundlich aufgemacht, 423 Seiten stark, mit zahlreichen erläuternden Abbildungen versehen und mit 17 aufschlussreichen Faltkarten garniert, präsentiert sich die überarbeitete Fassung der Basler Dissertation von Barbara Piatti. Ihre grundgescheite Studie ist ein engagiertes Plädoyer für eine «Geographie der Literatur». Simpler Dichtertourismus ist fortan passé. Die Ausgangsfrage ist einfach:

Mann trifft Frau, mal diese, mal jene

Seit seinem Débutroman «Agnes» (1998) hat Peter Stamm erzählerisch eindrucksvoll die Möglichkeiten eines glücklichen Zusammenlebens von Männern und Frauen erkundet und im permanenten Scheitern seiner Protagonistenpaare die Unhaltbarkeit des Glücks und die Illusion dauerhafter Liebe demonstriert. Stamms neuer, vierter Roman «Sieben Jahre» zeigt sich als eine breiter angelegte, über einen

Die Flucht führt im Kreis herum

«Ursino III», aus «Progetto Siciliano», Acryl auf Leinwand, 120 x 120, 2003 Urs Jaeggi: «Weder noch etwas». Klagenfurt: Ritter, 2008 Urs Jaeggi: «Wie wir». Frauenfeld: Huber, 2009

Aktuelles

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Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.