«Wir tanzen auf einem Vulkan»
Die Lust an der Apokalypse oder kluge Vorausschau? Matthias Weik und Marc Friedrich empfehlen, sich auf den nächsten grossen Finanzcrash vorzubereiten. Dabei ist klar: Er kommt bestimmt. Früher oder später.
Die Lust an der Apokalypse oder kluge Vorausschau? Matthias Weik und Marc Friedrich empfehlen, sich auf den nächsten grossen Finanzcrash vorzubereiten. Dabei ist klar: Er kommt bestimmt. Früher oder später.
Vertreter der katholischen Kirche liebäugeln immer öfter mit Kapitalismuskritik, um sich dem Zeitgeist anzubiedern. Eine Vermischung der beiden Sphären Politik und Religion birgt indes Gefahren – und verkennt die theologische Pointe des Christentums. Eine kleine Streitschrift.
Die Herkunftserzählungen der heutigen Schweiz sind vielfältig, woher aber rühren sie? Was kommt heraus, wenn man sie in den zeitgenössischen politischen Diskurs übersetzt? Und: leidet die Eidgenossenschaft an einer Depression?
Die Institutionalisierung von Vermögensverwaltungsgesellschaften in sogenannte Steueroasen durch die Industriegruppe Ammann hat jüngst dafür gesorgt, dass das Tax- oder Steuerruling einmal mehr in Verruf geraten ist. Moment, Sie wissen nicht, was das ist? Nun, eigentlich ganz einfach: Steuerruling ist ein Verfahren, bei dem die Besteuerung des Subjekts mit den Steuerbehörden
Kennen Sie die Elben aus Tolkiens «Herr der Ringe»? In ihrer Gesellschaft wird wenig Neues, dafür Hochwertiges produziert; die meisten Gegenstände sind halt- und mehrfach vererbbar – die Elben leben in Frieden, geniessen hohe Lebensqualität trotz wenig Wirtschaftswachstum! Ganz anders im nahen Mordor: obwohl auf dauerndem Expansionskurs und mit einem Bruttosozialprodukt,
Ein sinnvoller und für viele Wohltäter besonders befriedigender Verwendungszweck für privates Vermögen ist das Spenden. Eine Form, dies zu tun, ist die Einrichtung einer Stiftung. Gemeinnützige Stiftungen leisten einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwesen. Sie sind Ausdruck bürgerlichen Engagements. Je mehr Stiftungsaktivitäten es gibt, umso weniger braucht es die staatliche Bereitstellung
Schwarze Materie Naturalisten glauben nicht ans Ich, möchten es aber gerne und nehmen deshalb grosse Anstrengungen auf sich, um alles, was das spontane, rationale und schmerzende Selbst umfasst, auf den Begriff zu bringen. So viel zumindest glaube ich verstanden zu haben, nachdem ich kürzlich auf verworrenen Wegen in der Lesung
Ist wirklich ein Widerspruch, was gerne als Widerspruch dargestellt wird?
Spendende Menschen sind glückliche Menschen. Wo endet das Eigeninteresse und wo beginnt die Weltverbesserung? Und was kommt heraus, wenn ein Grossunternehmer, ein Verhaltensökonom und ein Sozialinvestor nach Antworten auf diese Frage suchen?
Hat die Allgemeinheit Anspruch auf den Reichtum der wenigen? Natürlich nicht. Haben die Reichen den Anspruch, ihr Geld in die Allgemeinheit zu investieren? Theoretisch ja, doch ist im Zeitalter des Etatismus zur Rarität verkommen, was einst gängige Praxis war.
Wer den Status quo der staatlichen Kulturfinanzierung hinterfragt, gilt schnell als Kunstbanause. Ein einfacher Hebel könnte aber Kulturbudgets erhöhen und die öffentliche Hand entlasten: die Anerkennung von Gemeinnützigkeit im Subventions- und Steuersystem.
Die Sozialindustrie bemüht sich um Integration anerkannter Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt, doch der Erfolg bleibt bescheiden. Ein Social Impact Bond könnte hier Abhilfe schaffen, indem er richtige Anreize setzt und sowohl dem Sozialstaat als auch Asylberechtigten nutzt.
Entscheidungen sind wenig beliebt. Sie kommen vielen Menschen ungelegen, denn sie verändern etwas. Entschlüsse setzenneue Tatsachen, neue Verbindlichkeiten. Zwar ruft alle Welt nach Entscheidungen, doch ist das Prinzip der Dezision seit langem in Verruf. Stets haftet dem Entschluss der Geruch der Willkür an. Dies widerspricht der Sehnsucht nach Harmonie, Kompromiss
Carl Djerassi gilt als Wegbereiter der Frauemanzipation durch die Erfindung der «Pille». Der Chemiker beschäftigt sich heute weniger mit Verhütung als vielmehr mit zukünftigen Möglichkeiten für freie Sexualität. Ein Besuch bei dem Visionär, der auch Schriftsteller und Kunstmäzen ist.
Merke: wenn du das nächste Mal spätabends auf einer Strasse voll dunkler Läden durch die ausgestorbene Innenstadt läufst und ein Besoffener hängt sich aus seinem Pick-up und schreit dir «Hey, du Schwuchtel!» hinterher, dann wirf ihm keinen Luftkuss zu. Erwäge die folgenden Alternativen: Bete. Stell dich taub. Hol den