In dieser Ausgabe
Schwerpunkt
Stimmen zur Schuldenkrise
Exklusiv online: die Eskalationsspirale im Spiegel des «Schweizer Monats»
Dossier
Das Comeback
China hat genug von der 500jährigen Vorherrschaft des Westens. Das Reich der Mitte will zurück dahin, wo es sich selber sieht – ins Zentrum.
Nonzentrale Welt
Die Welt lässt sich regieren, wenn auch nicht so, wie es Zentralisten gerne hätten. Ein Denkanstoss.
Der Westen regiert nicht mehr lange
Ein Sprint durch 150 000 Jahre Menschheitsgeschichte – und ein Ausblick auf die nächsten 100 Jahre
Vorwärts ins Mittelalter
NGOs und multinationale Unternehmen verdrängen die traditionelle Diplomatie der Staaten, sagt Parag Khanna. Wie reagieren Nationalstaaten und supranationale Grossorganisationen auf diese Entwicklung? Ein Gespräch über die neuen Diplomaten, ein byzantinisches Amerika und chinesischen Strassenbau.
Schön wendig bleiben
USA, China, EU, UNO, WTO, G-20 – die geopolitischen Kräfteverhältnisse ändern sich, neue Machtkonstellationen entstehen. Was sind die Konsequenzen für die Schweiz? Und wie sehen erfolgversprechende Strategien für den kleinen grossen Global Player aus?
Wer regiert die Welt?
Wer regiert die Welt? Es gibt keine simplen, aber immerhin: es gibt Antworten.
Aktuelle Debatten
Kein Zurück mehr
Gegen die Bürgerferne hilft nur ein neuer «Kontrakt für Europa». Eine politische deutsche Sicht.
«Vom sanften Monster»
Deutsche Intellektuelle zeichneten sich bisher nicht durch prononcierte EU-Kritik aus. Hans Magnus Enzensberger bricht mit dieser Tradition und klagt Brüssel wortgewaltig an. Ein Gespräch über die Stärken Europas, das System EU und einen Störenfried namens Schweiz.
Kapitalismus und Altruismus
Den anderen dienen – warum wir mehr echten Kapitalismus brauchen!
Konkurrenz belebt auch die Bauern
Die Schweizer Landwirtschaft geht nicht unter, wenn sich die Agrarmärkte öffnen. Sie wird dank mehr Wettbewerb vielmehr effizienter, stärker sowie wirtschaftlich und ökologisch nachhaltiger. Hören wir auf mit dem Agrarprotektionismus, der den Bauern auf lange Frist schadet?
Weitere Beiträge
Der kritische Punkt
Die Stärke des Frankens spiegelt die robuste Schweizer Wirtschaft wider und unterstreicht die Schwächen von Euro und Dollar. Die wachsenden Schulden der EU und USA fordern ihren Preis. Sollte sich die Schweiz anpassen oder ihre Stärken nutzen?
Europäische shot-gun marriage
Das geeinte Europa ist eine inspirierende und hoffnungsfrohe Idee. Und für viele selbsternannte Europäer ist sie der Zweck, der alle politischen Mittel heiligt. Dass die Kluft zwischen europäischer Idee und real existierender EU seit Jahr und Tag wächst, ist für den, der sich auf eine solche fatalistische Perspektive eingeschossen hat,
Tätowieren ist für Verlierer
Die Eindrücke, die ich diesen Sommer am Strand von Mallorca sammeln konnte, lassen sich sehr schön mit dem Titel eines alten Albums der Rolling Stones resümieren: «Tattoo You». Man sieht kaum mehr jemanden, der nicht tätowiert wäre. Ähnlich wie beim Piercing und der grossartigen Idee, sich die Haare blau färben
Wir leben in einem Entwicklungsland
Wenn man die Meldungen zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Schweiz über die letzten Jahre anschaut, dann ist man manchmal nicht sicher, ob man sich in einem der reichsten Industrieländer oder vielleicht doch eher in einem Entwicklungsland befindet. Auf der einen Seite ist da von einem der weltweit höchsten Bruttonationaleinkommen pro
Hungersnot
Ein kleiner Junge hockt in einer Plastikwanne und blickt zu seiner Mutter hinauf. Winzige Wasserperlen glitzern auf seinem ausgezehrten Körper. Unter der Haut zeichnet sich das Knochengerippe ab, an Armen und Achseln ist die Haut faltig wie bei einem Greis. Der Mund ist leicht geöffnet, voller Erwartung schauen die wachen
Der Klassenkampf der Nationalbank hat begonnen
Die Schweiz tut gut daran, sich auf einen dauerhaft hohen Frankenkurs einzustellen.
Das totale Glück ist eine Illusion
Kürzlich habe ich zufällig festgestellt: nach einer gewissen Zeit der Anpassung, der anfänglichen Aufregung oder des Ärgers über eine neue Lebenssituation pendelt sich die Stimmung an jeder neuen Station meines Lebens wieder auf einem bestimmten Niveau ein. Ich habe diesem «automatischen Ausgleich» meines Gemütszustandes früher nie viel Beachtung geschenkt. Ich
Ein Gesellschaftsmodell steht in Frage
«Der Wert des Dollars sinkt und sinkt. Die Kapriolen des Euros sind nicht weniger besorgniserregend. Seit anfangs Jahr ist der Trend völlig eindeutig. Die kleinen Erholungsphasen spenden nur minimalen Trost. Pessimismus beherrscht vorwiegend das Stimmungsbild. Und dies mit guten Gründen, hat doch der gestiegene Schweizer-Franken-Kurs als Spiegelbild der
Nacht des Monats mit Adrian Mueller
Adrian Mueller ist im luzernischen Meggen aufgewachsen und gelernter Metallbauzeichner. Jetzt lebt er als Fotograf in den USA.
Zuwanderung von innen
Die Zuwanderung folgt der Nachfrage nach Arbeitskräften. Doch auch Schweizer könnten mehr arbeiten: die neuen Alten sind willig, wenn man sie lässt. Personalpolitische Selbstversorgung ist möglich – eine Option für den Wahlherbst.
Verwundbare Schweiz
Die Schweiz hätte Grund zur Freude. Das Land steht wirtschaftlich gut da. Doch ist von Freude wenig zu spüren. Seit der Finanzkrise dominiert das Gefühl der Verwundbarkeit. Wo sind jene, die im Wahlkampf Stolz und Zuversicht verbreiten?
«Green Cube» – Kunst trifft Bauernhof
Kälber, Oper, Dadaismus: Kuratorin Heike Munder inszeniert zeitgenössische Kunst auf Kuhweiden am linken Ufer des Zürichsees und fordert: mehr Reibung!
Die Urschuld des Geldes
Am Anfang der modernen Kreditwirtschaft steht die Schuld des Staates. Kreditwirtschaft ist Schulden-wirtschaft. Und Kreditgeld eine reine Wette auf die Zukunft. Gespräch mit dem Kulturwissenschafter Joseph Vogl über Praktiken, die auch 200 Jahre nach ihrer Erfindung noch skandalös anmuten.
Das Buch als Entwurf
Robert A. Fischer: Ich / Buchstabendrescher. Mit einem Text von Gina Bucher. Zürich: Edition Patrick Frey, 2011.
Verdirbt der Sozialismus den Kapitalismus?
Sahra Wagenknecht: Freiheit statt Kapitalismus. Frankfurt: Eichborn, 2011.