Ausgabe 1104 - März 2023
Schlechtes Geld verdirbt die Welt: Saifedean Ammous will das herrschende Finanzsystem überwinden.
In dieser Ausgabe
Schwerpunkt
Bitcoin passt zur Schweiz
Die freiheitlich, neutral und dezentral ausgerichtete Schweiz sollte sich für Bitcoin interessieren. Denn die Kryptowährung ist freiheitliches, neutrales und dezentrales Geld.
«Im Fiatsystem ist es sinnvoll, ein Idiot zu sein»
Ökonom Saifedean Ammous sieht im ungedeckten Fiatgeld die Wurzel allen Übels. Ein Gespräch über die Vorzüge von Monarchie, Bitcoin und Rindfleisch.
«Under the fiat system, it makes sense to be an idiot»
Unfunded fiat money has more negative effects than we think, says economist Saifedean Ammous. Bitcoin will solve these problems.
Das Bitcoin-Mekka im Tessin
Mit Lugano fördert neben dem Kanton Zug ein zweites Finanzzentrum der Schweiz die Bitcoin-Adaption. Die lokale Wirtschaft und die Hochschulen sind in das Innovations- vorhaben eingebunden.
Bares soll Wahres bleiben
Münzen und Noten werden weniger genutzt, dabei hat Bargeld gegenüber elektronischen Zahlungsmitteln gewichtige Vorteile. Der Bundesrat hat die Thematik kürzlich zur Chefsache erklärt.
Dossier
In Würde untergehen
Der Verfall des jüdisch-christlichen Westens ist unvermeidlich. Wir sollten uns wenigstens dagegen wehren, dass er durch eine nihilistische, posthumane Zivilisation ersetzt wird.
Wissenschaftshörigkeit führt in den Totalitarismus
In der Coronakrise haben von Experten ersonnene Vorschriften das Zusammenleben der Menschen beherrscht. Doch wer aus Wissenschaft ein politisches Programm machen will, hat von Wissenschaft nichts verstanden.
Die bequeme Stagnation
Die Vollkaskomentalität frisst sich in westliche Gesellschaften: Individuelle Verantwortung wird zurückgefahren zugunsten eines Staates, der uns immer mehr Bürden abzunehmen verspricht.
«Wir haben vergessen, dass nichts völlig risikofrei ist»
Helikoptereltern schaden der Entwicklung ihrer Kinder und machen sie als Erwachsene weniger widerstandsfähig, sagt Lenore Skenazy. Sie rät dazu, Kindern mehr Zeit allein einzuräumen.
Meinungen werden zum Statussymbol
Waren Kaviar und Gänseleber früher der Inbegriff dekadenter Luxusgüter, leistet man sich heute Überzeugungen und symbolische Gesten. Nirgends wird dies deutlicher als in den Debatten um geschlechtliche Selbstidentifikation.
Die Krisenpolitik der Zentralbanken geht einem bösen Ende entgegen
Die Geldmengenausweitung hat den Ressourcenverbrauch und die Verschuldung in die Höhe getrieben. Die Lösung liegt darin, den Menschen die Freiheit bei der Wahl des Geldes zu geben.
Westliche Eliten untergraben die kapitalistische Erfolgsgeschichte
Der freie Markt hat uns Wohlstand gebracht. Dennoch wird er ständig durch die Sehnsucht nach einem zentralen Lenker bedroht.
Die acht Reiter der Apokalypse
Europa und Nordamerika stehen derzeit vor riesigen Gefahren, die zum Grossteil aus dem Inneren kommen. Doch es gibt auch Hoffnung.
Ein Rezept gegen die Hoffnungslosigkeit
Angesichts von Zynismus und Demoralisierung gilt es, sich auf Tugenden wie Verantwortung, Fleiss und bürgerliches Engagement zu besinnen. Eine praktische Orientierungshilfe aus konservativer Sicht.
Aktuelle Debatten
In der Medizin führt Innovation zu Mehrkosten
In den letzten Jahrzehnten ist ein regelrechter Ideen-Tsunami über das Schweizer Gesundheitswesen hereingebrochen. Das liess Regulierung, Bürokratie und die Kosten weiter munter wachsen.
Dem Kampf gegen Hassrede fällt die Meinungsfreiheit zum Opfer
Identitätspolitische Forderungen haben die Gesetzgebung auf EU-Ebene erreicht. Damit könnten Andersdenkende juristisch gemassregelt werden.
Im Tarnanzug in die EU
Der Bundesrat verbirgt seine wahren europapolitischen Absichten vor dem eigenen Volk. Diese Taktik führt er auch nach dem Scheitern des Rahmenabkommens fort.
Weitere Beiträge
Blattkritik über die März-Ausgabe
Die März-Ausgabe des «Schweizer Monat» wird von Manfred Rösch beurteilt.
Editorial
«Friede und Krieg hängen davon ab, ob ein hohes Tier gute Verdauung hat.» James Joyce, «Ulysses» Im Grundsatz lehnen Liberale den Krieg ab, den Staatslenker gegeneinander anzetteln, denn es ist nicht ihr Krieg, und sie wollen auch in dieser Frage vom Staat in Ruhe gelassen werden. Natürlich: Unter Beschuss und
Zweifel am Megatrend Arbeitskräftemangel
Die Kräfteverhältnisse im Arbeitsmarkt hätten sich verschoben, die Arbeitgeber müssten sich um die Arbeitnehmer bemühen. So oder ähnlich lautet heute der Tenor in den Medien. Und tatsächlich: Vom Multi bis zum Kleinbetrieb – (fast) alle klagen über den Arbeits- respektive Fachkräftemangel. Als ein wichtiger Treiber gilt der demografische Wandel, insbesondere der
Ausgaben bleiben Ausgaben
Die politische Umdeutung des Begriffs «Investition» ist nicht sinnvoll.
Das moralische Mensch=
Was passiert, wenn der Moralsozialismus obsiegt? Eine Geschichte über die Abschaffung der Geschlechter, gesellschaftlich diktierte Wertvorstellungen und den kollektiven Wunsch, es der ganzen Welt recht zu machen.
Im Zweifel für den Zweifel
Volker Reinhardt: Montaigne. Philosophie in Zeiten des Krieges.
Der Wert der offenen Debatte
Oliver Zimmer und Bruno S. Frey: Mehr Demokratie wagen. Für eine Teilhabe aller. Berlin: Aufbau-Verlag, 2023.
Warum Hauptstädte selten in der Mitte des Landes liegen
Liegt die Erklärung in der Geschichte – oder reicht Wahrscheinlichkeitsrechnung?
Ungesunde Nähe
Wenn Regierungen private Firmen für ihre Zwecke einspannen, nehmen beide Schaden.
Nacht des Monats mit Hannes Binder
Peter Kuster geht mit Hannes Binder auf einen Streifzug durch das nasskalte Zürich.
Leistung oder Geld zurück
Im 27. Kanton können Bürgerinnen und Bürger nun einen individuellen Vertrag mit der Verwaltung abschliessen. Dieser ist leistungsbezogen und besteht aus einer unveränderbaren Grundleistung, einem Mittelteil, in dem gewissermassen wie in einem Menü Schwerpunkte und Vorlieben gewählt werden können, sowie obendrauf Zusatzleistungen, die Extrasteuern kosten. Zum Beispiel im