Ausgabe 1084 – März 2021
Kampf gegen die digitale Dystopie: Kampf gegen die digitale Dystopie. Wie wir den neuen Totalitarismus besiegen,
In dieser Ausgabe
Schwerpunkt
«Die Digitalisierung macht uns immer mehr zu Herdentieren»
Um die Freiheit in eine digitale Zukunft zu retten, müssen Menschen aktiv für sie eintreten. Die westliche Welt hat gute Chancen, ein Gegenmodell zu China zu entwickeln.
How Orwellian Is Chinas Social Credit System?
The Social Credit System enters its second phase. It is not the most dangerous among Chinas technology projects.
Erst der Anfang des Albtraums
Das chinesische Sozialkreditsystem wird nun im ganzen Land ausgerollt. Unter Pekings Technologieprojekten ist es das sichtbarste, nicht aber das gefährlichste.
«Die Bürger müssen selber zu Journalisten werden»
Digitale Technologien könnten die Demokratie stärken, ist Taiwans Digitalministerin überzeugt. Sie setzt dabei auf radikale Transparenz.
Dossier
Wahrheit existiert
Die Vorstellung von Wahrheit wird zunehmend angezweifelt. Doch objektives Wissen lässt sich mit der Vernunft erschliessen.
Wenn die Welt wie eine einzige Verschwörung scheint
Der verbreitete Glaube an die Existenz einer globalen Einheitsregierung mag verlockend klingen. Er unterliegt jedoch einem inhärenten Irrtum.
Der Triumph der Gesinnung über die Urteilskraft
In der Ablehnung einer westlichen Fortschrittsgeschichte konzentrierte sich die Geschichtswissenschaft zuletzt einseitig auf die Dekonstruktion von Mythen. Debatten sollten heute wieder näher an die Praxis rücken.
Die Wahrheit vor Gericht
Im Gerichtssaal geht es oft weniger darum, die einzig wahre Wahrheit zu finden, als den verschiedenen konkurrierenden Darstellungen gerecht zu werden.
Wissenschaft im intellektuellen Lockdown
Wer heute in der Wissenschaft tätig ist, kommt von verschiedenen Seiten unter Druck. Akademische Abhängigkeitsverhältnisse verunmöglichen genuine Forschung und fördern Agendawissenschafter.
Riskantes Spiel um die digitale Diskurshoheit
Im Kampf gegen Fake News stellt sich die Machtfrage: Wer darf publizieren, wo und wie?
Keine Angst vor Kontrollverlust
Statt jedem Shitstorm auszuweichen oder Redaktionen steuern zu wollen, sollten sich Unternehmen darauf konzentrieren, nachhaltig Wert zu schaffen. So stellt sich die gute Reputation von alleine ein.
Wiki und die starken Fakten
Wie sich Wissen in einer Enzyklopädie, an der alle mitarbeiten dürfen, verändert – und was die verschiedenen Sprachversionen von Wikipedia über die jeweiligen Gesellschaften aussagen.
Aktuelle Debatten
Geldpolitik ausser Rand und Band
Die massive Geldmengenausweitung der westlichen Zentralbanken schafft ein riesiges Inflationspotenzial. In einigen Ländern werden gar in grossem Umfang Staatsausgaben finanziert. Es braucht eine rasche Abkehr von dieser schädlichen Politik – hin zu höheren Zinsen.
Die direkte Demokratie war Bremse und Gaspedal für das Frauenstimmrecht
Die ausgebauten Volksrechte machten die Einführung des Frauenstimmrechts für die Männer teuer. Doch sie förderten auch dessen Akzeptanz.
Das grosse Missverständnis von den «fremden» Richtern
Richter müssen nicht einem bestimmten Land angehören, sondern neutral zwischen den Parteien entscheiden können. Der häufige Bezug auf den Bundesbrief von 1291 ist nicht nur historisch, sondern auch politisch falsch.
Stabilisierungsorgien
Die stark subventionierte Wirtschaft der Europäischen Union erstarrt zunehmend und erzeugt Zombiefirmen. Dahinter steht eine Politik der Stabilität um jeden Preis. Sie trägt die Handschrift von Angela Merkel, der mächtigsten Politikerin Europas.
Staatliches Coronafiasko
Die Politiker glauben, souverän mit Covid-19 umzugehen. Ohne aktivistische Politik und dramatisierende Medien wäre es gar nie zu einer Situation gekommen, wie wir sie aktuell erleben.
Glück der Kommune
Ein freier Geist verweigert sich dem Ruf der Horde. Trotzdem ist es notwendig, den Begriff der Gemeinschaft nicht den Kollektivisten links und rechts zu überlassen.
Folgsam ins Verderben
Loyalität wird überschätzt. Illoyalität hingegen wird zu Unrecht verunglimpft. Warum wir uns von falschen Bindungen lösen und wieder unseren eigenen Kopf gebrauchen sollten.
Weitere Beiträge
«Natürlich war nicht jeder Einwanderer ein Andrew Carnegie»
Studio Libero #5: Der Autor und Diplomat Simon Geissbühler spricht über den Zustand des amerikanischen Traums, die China-Politik der USA und sein neues Buch «Amerika: Die politische Idee».
«Das wird uns als Schweiz schon auch heftig treffen»
Studio Schweizer Monat #4: Ökonomin Alexandra Janssen spricht über die Ausweitung der Zentralbank-Geldmengen, die Gefahren einer unkontrollierten Inflation in Europa und die möglichen Folgen für die Schweiz.
Editorial
«In den liberalen Ländern wird die Mission der Presse so aufgefasst, dass es heisst: Presse plus Volk gegen Führung. Und bei uns muss es heissen: Führung plus Propaganda und Presse usw. vor dem Volk!» Adolf Hitler in einer Rede vor über 400 Journalisten und Verlegern, am 10. November 1938 Als
«Auch der Staat verfolgt ein Interesse»
Universitäten seien inmitten einer epochalen Transformation, sagt der langjährige Rektor der Universität Basel. Er warnt vor Selbstgefälligkeit – und davor, aus jeder gesellschaftlichen Entwicklung gleich ein eigenes Fach zu machen.
Wie gerecht ist die Umverteilung von Arbeitern zu Geisteswissenschaftern?
Auf dem Arbeitsmarkt verdienen Geisteswissenschafter oft weniger als Absolventen von Berufslehren. Durch Sozialversicherungen, Prämienverbilligung und Krippenplätze findet eine Umverteilung hin zu gewissen Akademikern statt.
Entvölkerung der Hörsäle
Während Begriffe und Konzepte aus den Geistes- und Sozialwissenschaften gesellschaftlich immer grösseren Einfluss geltend machen, gehen die Immatrikulationszahlen in manchen dieser Fächer dramatisch zurück.
Ein Glas Wein mit
Peter Henggeler / Inhaber und Geschäftsführer Erni Holzbau AG, Schongau
Moins de lois, plus de livres
Les politiciens suisses devraient écrire plus.
Wessen Haut setzen Sie aufs Spiel, Herr Berset?
Die Pandemie zeigt, wie wenig Verantwortung die heutige Politik für ihre Entscheide trägt.
Eine haargenaue Rechnung
Das «Schubfachprinzip» macht schwierige Probleme leicht verständlich
Antirassismus als Schritt zurück
Sabine Beppler-Spahl (Hg.): Schwarzes Leben, weisse Privilegien? Zur Kritik an Black Lives Matter.