In dieser Ausgabe
Dossier
«Wir investieren oft am falschen Ort in Sicherheit»
Wir nehmen Risiken als Bedrohung wahr. Das ist gefährlich. Denn nur wer sie kalkuliert, kann sie reduzieren. Ein Gespräch mit dem Risikomanager Hans Bohnenblust über vergessene Hochwasser, vorschnellen Aktionismus und die vermeintliche Sicherheit von Skihelmen.
Die Dioxingeschichte
Der Dioxinskandal in Deutschland zeigt: Lebensmittelrisiken werden unterschätzt. Auf die Unterschätzung folgt die politische Überreaktion. Die Konsumenten tragen die gesundheitlichen Folgen. Das müsste nicht sein.
Alles eine Frage der Methode
Landen, Entladen, Betanken, Warten, Beladen – und wieder abfliegen: Flughäfen sind hochkomplex. Und sie sind sehr sicher. Doch ein Restrisiko bleibt: der Mensch.
Risikovermeidung kann tödlich sein
Wir schätzen täglich Risiken ein. Doch gefühltes ist nicht gleich reales Risiko. Wer dies weiss, hat Sicherheit gewonnen. Denn falsche Risikowahrnehmung kann uns selbst zum Risikofaktor machen.
Was, wenn ich falsch liege?
Gefahr geht von dem aus, was wir nicht wissen – über einige folgenschwere Annahmen der Risikoforschung.*
«Wir sehen zurzeit viele Blasen»
Lassen sich Finanzblasen voraussagen? Didier Sornette hat die Antwort auf die grosse Frage im Zeitalter vernetzter Finanzmärkte. Er hat schon viele Blasen prognostiziert. Und er verrät, wo die nächsten platzen. Gespräch mit dem ETH-Professor über komplexe Systeme, ihre Risiken und Nebenwirkungen.
Risiken und ihre Nebenwirkungen
Wir treffen täglich Risikoentscheide. Beim Planen einer Bergtour von der Mönchsjochhütte auf die Jungfrau sind uns diese bewusst, beim Verzehr von Ballotines de Poulet provençale eher nicht. Eine kleine bis gar keine Rolle spielt in unseren Überlegungen zu Bergtour und Poulet, dass es 2009 in der Schweiz 112 tödliche Bergunfälle
Aktuelle Debatten
Debatte (1) – Asien vor Augen
Vom Ende der christlich-sozialistisch-abendländischen Dogmatik oder Was Europa von Asien lernen könnte
Weitere Beiträge
Nacht des Monats mit Christa de Carouge
Ganz in Schwarz: Ein Besuch bei der Grande Dame der Schweizer Mode.
Weltkonstitutionalismus
Frank Vibert: Democracy and Dissent. The Challenge of International Rule Making. Northampton: Edward Elgar Publishing, 2011.
Der Stoff, aus dem die Bestseller sind
Hernán Rivera Letelier: Die Filmerzählerin. Berlin: Insel, 2011.
Wahre Kunst ist freie Kunst!
Er wurde nicht vom Staat gefördert. Darum war er frei, das Leben darzustellen, wie es ist – sagt Christoph Blocher über Albert Anker. Gespräch mit einem bedeutenden Sammler von Schweizer Kunst über Anker, Hirschhorn und den Unterschied zwischen Kunst und Gag.
«Das Laute ist hierzulande unproduktiv»
Was charakterisiert die Schweizer Literatur? Und welchen Bezug haben Schweizer Literaten zur Gesellschaft? Der Schriftsteller Tim Krohn über Chancen und Tücken des Dialekts, politische Prediger und die Sinnsuche der modernen Schweiz.
Wir brauchen keine fremden Gerichte
Sie spricht Klartext. Sie hat ihre Linie. Sie hat sich von links bis rechts Respekt verschafft. Also wollte sie in den Bundesrat: Karin Keller-Sutter, St. Galler Justizdirektorin. Ein Gespräch über Realpolitik, die Bilateralen III und die Selbstdemontage der Landesregierung.
Der Endpunkt ist erreicht
Die europäischen Staaten stehen vor dem Bankrott. Da hilft nur eins: Augen öffnen!
Das Internet wird zu einer politischen Waffe
Wer hat eigentlich kein Handy? Und wer hat noch nie versucht, über Chat oder Social Network zu kommunizieren? Es ist klar: die unzähligen Neuentwicklungen im Bereich der Kommunikation fördern die Vernetzung untereinander; und die Vernetzung hat die Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten stärker verändert als in den Jahrhunderten zuvor. Das
Grüne und Atomlobby leben beide von Subventionen
Ist der Staat tatsächlich die richtige Instanz, um technische Entwicklungen anzustossen?
Das grosse Freudenfeuer
In ihrer Mitte haben sie freien Platz gelassen. Zu Dutzenden sind sie am 11. Februar 2011 herbeigeeilt, um das Auflodern des Feuers auf dem Tahrir-Platz in Kairo zu feiern. Ein beleibter Mann im dunklen Kapuzenshirt reckt begeistert die Fackel in die Höhe. Ein zweiter, von dem nur Schulter und
Der Pseudowettbewerb führt in die Planwirtschaft
Heutige gesellschaftliche Ideale kommen in abstrakten Begriffen wie «Effizienz», «Exzellenz», «Leistung», «Wettbewerbsfähigkeit», «Innovation» oder «Wachstum» zum Ausdruck. In unzähligen Wettbewerben versuchen wir uns gegenseitig mit diesen Idealen zu übertrumpfen. Immer noch effizienter, noch exzellenter, noch wettbewerbsfähiger und noch innovativer muss man werden, auch wenn man in Wirklichkeit gar nicht genau
Die Opfer der Frauenquote sind die Frauen
Intelligente Frauen haben es heute besonders schwer, weil alle Welt es gut mit ihnen meint. Politisch korrekte Männer bescheinigen den Frauen spezielle, vor allem kommunikative Fähigkeiten, die sie sich selbst absprechen. Die politischen Parteien verkünden unisono eine nahe Zukunft, in der Kinder und Karriere vereinbar seien. Und die feministische Forderung
Die vielen Nullen sind das Problem
Wer weiss, wie viel die Konjunktur-, Stimulierungs- und Infrastrukturprogramme gekostet haben, die US-Präsident Barack Obama in den zwei Jahren seiner Amtszeit aufgegleist hat? Und wer erinnert sich, mit wie vielen tausend Milliarden Dollar der amerikanische Staat in der Kreide steht? Die meisten dürften bereits vor einiger Zeit damit aufgehört
Editorial
Kurz vor dem Erdbeben in Japan haben wir Didier Sornette in Zürich zum Gespräch über Finanzrisiken getroffen. Rückblickend wirkt die Begegnung fast surreal. Sornette ist Mathematiker, Geophysiker und Professor für Entrepreneurial Risks an der ETH. Wir haben uns mit ihm off the record auch über ein mögliches Erdbeben in Japan