Ausgabe 1079 – September 2020
Wie wir zu Stammeskriegern wurden: Wie wir zu Stammeskriegern wurden Der Tribalismus untergräbt die liberale Demokratie.
In dieser Ausgabe
Schwerpunkt
Spaltpilz Stammesdenken
Eine gefährliche Mischung aus Identitätspolitik und demografischem Wandel bedroht die Demokratie in den Vereinigten Staaten. Dabei könnten sie von der Schweiz lernen.
How Tribalism has infected America
A toxic mix of identity politics and demographic transformation is threatening democracy in the United States. To overcome polarization, cosmopolitan elites need to do their part and question their own tribal identity.
«Ohne eine gemeinsame Identität ist die Demokratie in Gefahr»
Hinter den politischen Stammeskriegen in vielen Staaten steht das Bedürfnis nach Würde und Anerkennung. Darauf müssen liberale Demokratien mit einer eigenen Identitätspolitik reagieren.
Dossier
Tour de Force: mit dem Velo quer durch Afrika
15 000 Kilometer in 414 Tagen von Kapstadt bis ans Rote Meer. Mit einem Budget von 3000 Euro.
Der grosse Bruder China
Die Chinesen drängen mit einer Agenda nach Afrika. Was treibt sie an? Und wie kommen sie an?
Bisher Erreichtes steht auf dem Spiel
Das Schicksal des Kontinents steht und fällt mit der soliden Regierungsführung seiner einzelnen Länder. Durch die Massnahmen gegen das Coronavirus drohen Rückschritte.
Afrikaner in der Schweiz I
Maman Bijou Fribourg / Demokratische Republik Kongo
Ein Jahrhundertvertrag mit Afrika
Wie Deutschland und die EU eine neue Zusammenarbeit gestalten.
Versöhnung mit dem Liberalismus
Viele Afrikaner sehen den Liberalismus als ein Produkt des Westens, das den Kontinent jahrzehntelang kolonisiert und unterdrückt hat. Ein Plädoyer für einen Sinneswandel.
Auf Vertrauen bauen
Warum nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit keine Einbahnstrasse ist und weshalb die Schweiz in Afrika auf eine starke Wirtschaft und eine dynamische Jugend setzt.
Arm gefördert
Niger kommt wirtschaftlich nicht vom Fleck, und das liegt vor allem auch an der heutigen Ausgestaltung von Entwicklungshilfe. Ein Zwischenruf eines Schweizer Unternehmers vor Ort.
Zeitbombe Demografie
Afrika hat jetzt die Chance, eine demografische Dividende einzufahren. Lässt man sie ungenutzt, treffen die Konsequenzen auch Europa.
Nicht alle Wege führen nach Europa
Viele afrikanische Migranten reisen via Niger und den Sudan nach Libyen und dann nach Italien und Spanien. Rund die Hälfte von ihnen verbleibt aber auf dem Kontinent.
«Seien Sie vorsichtig, wenn das Militär zu einer Stimme der Vernunft wird»
Aus New York City arbeitet die Schriftstellerin historische Ereignisse in Äthiopien kreativ auf. Ihr halbes Jahr in Zürich hat sie ausgerechnet während der Pandemie verbracht.
Aktuelle Debatten
Let the magic do its trick
When politicians want to change the world, they focus on regulation and incentives. But in complex systems, more creative solutions are required.
Da hilft nur noch Zauberei
Wenn Politiker die Welt verändern wollen, setzen sie auf Regulierung und Anreize. Doch in komplexen Systemen sind kreativere Mittel gefragt.
Der Berner Bär hockt nicht nur herum
Der Vorwurf, Bern mache zu wenig aus seinem Potenzial, wird der Realität nicht gerecht. Der Kanton versorgt die Schweiz mit Sauerstoff.
Rechtschreibfrieden? Nein, bewegung!
Was spricht eigentlich gegen Rechtschreibreformen? Die Sprache lebt und die Sitten zerfallen deswegen nicht. Echte Verbesserungen sind aus liberaler Sicht jederzeit zu begrüssen.
Wir müssen offensiv am Neuen bauen
Die Welt von morgen ist längst eine andere geworden. Liberale müssen Systemalternativen schaffen, statt den untauglichen Versuch zu unternehmen, Mehrheiten zu überzeugen.
Weitere Beiträge
Donald and the prime numbers
Lesen Sie die deutsche Version hier. The man who still calls himself President of the United States has an answer for everything. Racial unrest? Leftist anarchists are to blame. Industry going down the drain? Punitive tariffs against China. Coronavirus? Hit the body with UV light and inject it with disinfectant.
Editorial
«Depressive Hypochonder auf dem Weg zum Augenarzt Stossen sich den Fuss und denken gleich: Das war’s, das war’s, das war’s.» Funny van Dannen, «Depressive Hypochonder» (1995) Auch in Ihrer Schulklasse gab es so ein Kind, Sie erinnern sich, vielleicht waren Sie es sogar selbst: dicke Brille, immer
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