In dieser Ausgabe
Dossier
Mythos Ungleichheit
Die Armut nimmt ab. Sowohl in der Schweiz als auch weltweit. Das kümmert Haushalte mit bescheidenen Einkommen wenig: für die Verbesserung ihrer Lage bleibt viel zu tun. Neue Steuern und zusätzliche -Umverteilung sind aber keine Lösung.
Dichte und Wahrheit
Das Einfamilienhaus im Grünen? Ökologischer und ökonomischer Unsinn! Platzprobleme? Resultat schlechter Raumplanung! Der Architekturtheoretiker Vittorio Magnago Lampugnani setzt auf verdichtete Städte und blühende Oasen.
Die Mär vom Sparen
Der Staat, so heisst es auch hierzulande, sei daran, sich kaputtzusparen. Ein populärer Irrtum: Die Staatsausgaben wachsen seit Jahren zuverlässig. Höchste Zeit, genauer hinzublicken.
Das Ideal Laienrepublik
Das Schweizer Milizsystem wird als Gegenentwurf zu entfesselter Freizeitgesellschaft und Individualisierung beschworen. Es ist einmalig in Europa und historisch gewachsen, ausserdem überparteilich verankert. Aber: es steht am Scheideweg.
Hauswart M.A.?
Ein hoher Akademikeranteil ist nicht Ausdruck eines hohen Bildungsniveaus. Im Gegenteil: die Bachelorisierung aller Berufe entwertet die Lehre. Gedanken zur Zukunft des dualen Bildungssystems.
Wirtschaft ≠ Fabrik
Wer über die Wirtschaft spricht wie über eine Schraubenfabrik, verpasst die Herausforderungen der Zukunft. Überlegungen zur mythologisierten Produktivität.
Weitere Beiträge
Editorial
Adolf Muschg gehört – das darf man so sagen – zu den treuen Lesern und Autoren dieser Zeitschrift. Er beehrt uns immer wieder mit sporadischer Blattkritik in E-mail-Form – und er schreibt seit langer Zeit, als die Korrespondenz noch auf dem Postweg erfolgte, für den «Monat». Dass er vieles anders sieht
Making of 1031
Dichte und Wahrheit Es ist grau. Und braun. Metall überall. Als wir den Architekten und Architekturtheoretiker Vittorio Magnago Lampugnani treffen wollen, bekannt für Projekte wie den Basler Novartis Campus, verirren wir uns auf dem Zürcher Science City Campus. Dank der monumentalen Hässlichkeit des Baus und der einer kafkaesken Logik folgenden
Für eine egalitäre Gesellschaft
Was ist eine egalitäre Gesellschaft? Es ist eine Gesellschaft, die stolz darauf ist, ohne Vorrechte auszukommen. Aber es ist keine Gesellschaft, in der materielle Gleichheit angestrebt wird. Ein solcher Gedanke wirkt auf viele Zeitgenossen fast schon skandalös. Und in der Tat leisten sich Politiker und Publizisten auch hierzulande seit Jahren
Griechische Wirtschaftsgrössen
Die griechische Wirtschaft will nicht recht zur glorreichen antiken Tradition der Dichter und Denker passen.
Hausgemachte Flüchtlingskrisen
Bürokratien sind träge und unflexibel. Dass das durchaus tragische Auswirkungen haben kann, zeigt die aktuelle Flüchtlingskrise – etwa in Deutschland.
Zum Apfelschuss braucht es Mut
Der Wahlherbst 2015 hat in der Schweiz das bürgerliche Lager gestärkt. Ein liberaler Frühling ist damit keineswegs garantiert. Zwar hätten wir Bürger mehr Freiheit bitter nötig. Doch gleichzeitig hadern wir als Gesellschaft mit mehr Selbstverantwortung. Warum? Ein Erklärungsversuch.
Exodus – aber wohin?
Zahlen, Fakten und Ideen zur Einwanderung in der Schweiz. Und in vergleichender Perspektive.
Freiheit durch Recht
Die Magna Carta feiert heuer ihren 800. Geburtstag. Die Patin der Bill of Rights und der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung legte den Grundstein für die Herrschaft des Rechts. Seit ihr gilt: niemand steht über dem Gesetz. Eine Würdigung mit Blick auf unser postmodernes Rechtssystem.
Zu viele Trittbrettfahrer in der Klimapolitik
Die Schweiz sollte sich einem internationalen Klimaabkommen nur dann anschliessen, wenn sich grosse Länder verpflichten, verbindliche Ziele festzuschreiben. Gedanken zur bevorstehenden Klimakonferenz.
Helfen auf eigene Kosten…
… und mit Aussicht auf Gewinn. Marc Baumann und seine Mitstreiter haben den Social Impact Bond auf den Weg gebracht. Seit diesem Jahr arbeiten Staat, Hilfswerk und private Investoren zusammen an der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt.
Keine gute Idee: Souveränitätsfonds
Didier Sornette wünscht sich einen Schweizer Souveränitätsfonds. Die Risiken sind enorm. Eine Replik.
Auch keine gute Idee: Negativzinsen
Die Schweizerische Nationalbank agiert souverän. Doch Negativzinsen auf Schweizer Franken sind wirtschafts- und sozialpolitisch mehr als fragwürdig. Sie treffen die Falschen und gehören darum abgeschafft.
Zur Identität der Identität
Wer seine innere Identität nicht kennt, nutzt externe Angebote zur Selbstdefinition. Doch was geschieht, wenn ein ganzer Staat nach mehr Identität sucht? Der letzte Grossschriftsteller der Schweiz erörtert zentrale Fragen: Wer bin ich? Wer sind wir?
Nacht des Monats mit Sandro Mazzoni
Sandro Mazzoni führt ein Kino, in dem B-Movies gezeigt werden.