In dieser Ausgabe
Dossier
Die Visionäre der SRG
Die SRG hat es verstanden, den technologischen Wandel und den trägen Rechtssetzungsprozess gleichzeitig zu ihrem Vorteil zu nutzen. Mit einer Vorwärtsstrategie hat sie Fakten geschaffen, die ihre Zukunft sichern – auf Kosten des demokratischen Prozesses.
Mehrkanalcommunity
Junge Menschen wollen ihr Fernsehen mit Facebook, Twitter und WhatsApp verbinden – das nennt sich «Social TV». Doch ist das die Zukunft? Ein Gespräch über digitales Gemeinschaftsverständnis, Datengeschäfte und Katzenvideos.
Mein Medienkonsum
Als MTV am 1. August 1981 kurz nach Mitternacht auf Sendung ging, zeigte der Sender passenderweise als erstes das Musikvideo «Video killed the radio star». 2015 scheint Schumpeters «schöpferische Zerstörung» erneut zuzuschlagen. Nur muss es dieses Mal heissen: «Internet killed the TV star». Ob das hybride Fernsehen und Online-Videotheken
Mein Medienkonsum
Das 21. Jahrhundert hat unsere Wohnzimmer erreicht. Dank der neuen Empfangsgeräte und dem Internet müssen wir uns stärker als je zuvor entscheiden, welche Medien wir konsumieren wollen, gibt es doch dank der neuen Möglichkeiten auch mehr Informationsanbieter als früher. Da jedwedes Wissen per Mausklick beschafft werden kann, finden sich jedoch
Mein Medienkonsum
Ich bin einer der Letzten oder bald der Allerletzte. Untypisch für meine Generation habe ich mich bis jetzt dem Smartphone erfolgreich verweigert. Durch mein Studium an der ETH Lausanne und das JCVP-Präsidium bin ich oft unterwegs. Ein Smartphone vermisse ich dabei nicht. Lieber schaue ich beim Zugfahren aus dem
Weitere Beiträge
«Arbeit ist immer der Anfang»
Um auf die Beine und vorwärtszukommen, braucht Afrika Unternehmer, die Stellen schaffen. Denn mit Mitleid und Charity-Aktionen kann sich niemand etwas kaufen.
Editorial
In Ihren Händen halten Sie unsere umfangreiche Sommer-Doppelausgabe. So will es die Tradition. Wiederum haben wir darauf geachtet, Ihnen mit einem spannenden Themen- und Formenmix besondere Lesestoffe zu bieten – für den Strand mit Sonneneinwirkung oder die Bibliothek im kühlen Untergeschoss.Apropos: wie stelle ich mir eigentlich den idealen Leser,
Making of 1028
Thymos und Eros Peter Sloterdijk arbeitet seit vielen Jahren am Unterfangen einer Neubeschreibung, man könnte auch sagen: an einer Renobilitierung des modernen Menschen. Das Menschenwesen – das ist in seinen Augen kein dauerüberfordertes armes Schwein, überhaupt kein Mängelwesen, sondern ein in vieler Hinsicht reicher Akteur, der nicht nur gerne nimmt, sondern
Unternehmer? Sponsor? Citoyen?
Die grosse Aktiengesellschaft, die Société anonyme, ist die Form, die zur Grundposi-tionierung unserer Zeit passt: Ihre Teilhaber verharren in der Anonymität und erwarten Gewinne, ohne sich selbst zu erkennen zu geben. Diese Shareholder gehören wenigstens ideell zur modernen gemeinen Existenzform des Rentners. Wer eine Rente kassiert, kritisiert zwar unter
Babyshower
Eine «Babyshower» ist eine Art Polterabend vor der Geburt: Für eine Schwangere organisieren Freundinnen einen letzten Abend «unter sich». Nette Idee, aber das wollte ich als werdende Mutter nicht – gleichwohl entwickelte sich ein Kaffeekränzchen mit Jus-Studienkolleginnen doch noch dazu, als ich gefragt wurde, wie es sich anfühle, einen Menschen
«It’s the adjective, stupid!»
Politische Ziele, verhüllt unter dem Deckmantel des Liberalismus.
Das Lebewesen als Gebewesen
Peter Sloterdijk stellt der modernen schwarzen Anthropologie ein neues Narrativ entgegen: Stolz statt Neid, Grosszügigkeit statt Geiz. Der Philosoph plädiert für eine neogriechische Revolution und behauptet, seine Altersradikalität stehe erst noch bevor.
Integratio Helvetica
Europa braucht eine Alternative zur EU. Und die Schweiz braucht eine Europapolitik, die über die EU hinausblickt. Wohin könnte der neue Weg gehen? Vorschläge für eine umfassende Reform der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA 2.0) bei starkem Engagement in der Welthandelsorganisation (WTO).
Auf dem linken Auge blind?
Ein kritischer Blick ins soziale Lager der Liberalen – wo man mit Freihandel, EU-Kritik und Ungleichheit nicht viel anfangen kann. Und lieber auf Quoten, Bevormundung und Visionen setzt.
Auf dem rechten Auge blind?
Ein kritischer Blick ins konservative Lager der Liberalen – wo man mit Fortschritt, staatlicher Nichtdiskriminierung und Demut nicht viel anfangen kann. Und lieber auf Staatshass, Ökonomismus und nationale Kollektive setzt.
Frivol werden oder solide bleiben?
Schwache Währung. Serbelnde Volkswirtschaften. Hochverschuldete Staaten. Und in der Mitte: die Schweiz. Mit halbwegs intakten Staatsfinanzen. Leidender Exportwirtschaft. Starkem Franken. Negativzinsen. Was wäre der richtige Weg für die Alpenrepublik?
Kunst ist Krise
Venedig, alle zwei Jahre wieder: Jahrmarkt der Eitelkeiten. Während die Besitzer der am Pier ankernden Megayachten die Kunstpreise in die Höhe treiben, bieten zu ihren Füssen Strassenverkäufer gefälschte «Gucci»-Taschen, Sonnenbrillen, Selfiesticks und anderen Ramsch an.
Alles muss sich ändern, damit alles bleibt, wie es ist
Kunstausstellung? Ort der bunten Völkerverständigung? Profane Touristenattraktion? Geldwaschmaschine für den globalen Art-Jetset? Ein Mangel an Definitionen für die Biennale dʼArte di Venezia herrscht nicht. Grund genug für ein wenig kunsthistorische Aufklärung.