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Cover: Kühe fressen keinen Beton
Mai 2012

Ausgabe 996 - Mai 2012

Kühe fressen keinen Beton

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Dossier

Investiere in dich! Studenten als Unternehmer ihrer selbst

Investiere in dich! Studenten als Unternehmer ihrer selbst

Heinrich von Kleist, Nick Hayek, Mark Zuckerberg – sie alle haben ihr Hochschulstudium frühzeitig hingeschmissen. Sie sahen ihre wertvolle Zeit und Energie anderswo besser investiert, verfolgten eine «freie Geistesbildung» oder gründeten ein Unternehmen. 72 Prozent der Studenten an Schweizer Hochschulen gehen einen anderen, manchmal ebenso abenteuerlichen Weg. Zum Beispiel Fabian. Er

Wozu eigentlich studieren?

Wozu eigentlich studieren?

Neugier erst schafft die Leidenschaft, sich auf die Mühen des Verstehens einzulassen. Alles andere ist bloss Fortsetzung der Schule mit ihren Qualen und Pflichten. Einige kritische Gedanken. Und dazu ein Manifest für den zeitgenössischen Studenten.

Manifest für den zeitgenössischen Studenten

Investiert in eure Neugier! Studiert also das, was ihr wollt! Investiert ferner in das, was euch treibt, belebt, was ihr wissen wollt! Der Profit, der return on investment, ist eure geistige Anregung und Befriedigung – nur in Verbindung mit ihr kann das gesammelte Wissen für den künftigen Beruf auch fruchtbar gemacht

Investiere in dich!

Gary S. Becker prägte vor 60 Jahren das Konzept «Humankapital». Heute untersucht er, welche Renditen Eltern von Studierenden erwarten können und warum Frauen künftig höhere Einkommen als Männer erzielen könnten.

Investiert in alle!

Wir verschwenden Bildungskapital. Es kommt nicht an, wo es sollte – beim einzelnen. Darum fordern wir ein bedingungsloses Grundkapital für alle Mitglieder einer Schweizerischen Bildungsgenossenschaft. Sind wir bereit für eine grosse Reform der Studienfinanzierung?

Ich studiere, also will ich

Ich studiere, also will ich

Die Arbeitswelt ändert sich rasant. Und mit ihr die Hochschulen. Wird das Studium virtueller und unpersönlicher? Nicht unbedingt. Denn wenn sich Studierende als Unternehmer ihrer selbst sehen, fordern sie mehr von sich selbst – und von ihrer Hochschule.

Tonnenideologien im Bildungswesen

Je mehr junge Menschen studieren, desto besser! Das denken viele. Und die Bildungspolitiker wiederholen es die ganze Zeit. Dennoch ist es falsch. Eine höhere Akademikerquote führt nicht zu einem höheren Bildungsniveau der Bürger. Sie führt bloss zu einem tieferen Niveau der Hochschulen.

Aktuelle Debatten

Keine Angst vor Uncle Sam

Die US-Steuerbehörden machen Jagd auf ihre Bürger in der ganzen Welt. Dabei wissen sie insgeheim: Die Steuerflucht ist das Ergebnis schlechter amerikanischer Steuergesetze. Warum wagt die Schweiz es nicht, die US-Bürger für sich einzunehmen, indem sie die US-Regierung genau daran erinnert?

Schlaraffenland?

Staatlich begrenzte Managergehälter, Mindestlohn, Erbschaftssteuer: Neue Volksinitiativen fordern mehr staatliche Eingriffe. Was bewegt jene, die den neosozialistischen Aufstand proben? Und was wären die Folgen?

Weitere Beiträge

Editorial

Editorial

Hanspeter Thür, Eidgenössischer Datenschutzbeauftragter seit 2001, ruft aus: «Am Ende muss der Datenschützer das Bankgeheimnis gegen die Banken verteidigen!» Für die Linken hört der Schutz der Privatsphäre auf, wo es ums Portemonnaie geht. Und die Bürgerlichen, für die der Datenschutz eigentlich beim Portemonnaie beginnt, geben neuerdings klein bei. Der Zeitgeist

Die Reichen, der Homo oeconomicus und wir Almosenempfänger

Die Reichen. Eine unscheinbare Wendung ist mit voller Wucht zurück. Bürger, Medienleute und Politiker, die nicht klassenkämpferisch veranlagt sind, sondern bloss den Zeichen der Zeit folgen, arbeiten an der Konstruktion eines neuen diskursiven Feindbildes. Man beachte die Verwendung des bestimmten Artikels. Es ist nicht die Rede von Leuten, die mehr

Ein bisschen Eigentum…

Ein bisschen Eigentum…

Durch Ideologie und Klientelismus getrieben, verteilt die Politik heute grosszügig Nutzungsverbote und -einschränkungen, ohne dass diese für den Schutz der Bürgerrechte notwendig wären.

Zu schön, um dazubleiben

Die Bedeutung meines aus dem Griechischen stammenden Vornamens lautet: die Fremde. Und genau das ist es, was ich mein ganzes bisheriges Leben lang war. Was mir anfangs Mühe machte, hat sich inzwischen als Vorteil erwiesen, den ich bewusst einsetzen kann. In Italien und in den USA nimmt man mich als

Selbstopfer

Ein Pick-up fährt langsam die Strasse herauf, das Motorrad kommt aus der Gegenrichtung. Wenig später folgt ein grüner Pkw, auch er bremst nicht ab. Eine schlanke Passantin wird einen weissen Schal schwenken, das letzte Zeichen für die Sterbende. Sie ist noch bei vollem Bewusstsein. Man hört Geschrei und die

Wie der Nationalfonds Max Frisch entlarvt

Publikationen aus Bern haben es in sich. Da wäre zum Beispiel das Forschungsmagazin «Horizonte», das vom Schweizerischen Nationalfonds herausgegeben wird und mit einem Skandal aufwartete: Der «Schweizer Nationaldichter» wird des kolonialistischen Denkens überführt (Dezember 2011, Nr. 91, S. 22 f.). Wenn der Schweizerische Nationalfonds könnte, so würde er wohl gerne

Einer gegen alle

Einer gegen alle

Er verteidigt das Bankkundengeheimnis und lehnt den automatischen Informationsaustausch ab. Die deutschen Forderungen erinnern ihn ans Faustrecht. Er sieht westliche Demokratien auf dem Weg zu totalen Staaten. Ein Gespräch mit dem Schweizer Datenschützer Hanspeter Thür.

Willenskraft als Muskel

Willenskraft als Muskel

Roy Baumeister zufolge trainiert Willenskraft Ausdauer, Belastbarkeit und bessere Entscheidungen. Der amerikanische Sozialpsychologe erläutert, warum Männer sich leichter ablenken lassen als Frauen, obwohl sie grösseres Willenspotential haben, und diskutiert Kreativität sowie Selbstkontrolle.

Amazonen

Wie, was ich für ein Kind war? Das brauche ich Ihnen doch nun wirklich nicht zu erzählen, wie so eine Knabenkindheit im Amazonenstaat verläuft, hören Sie mir bloss mit dieser Maskerade auf, das wissen Sie ja wohl selber am besten, dass so eine einzelne Brust keinen rechten Mann zu nähren

Nehmt ihnen die Kunst weg!

Nehmt ihnen die Kunst weg!

Die neue Diskussion über einen 50-Prozent-Schnitt bei den Kulturinstitutionen geht am Thema vorbei. Statt sich über Promillegrenzen für öffentliche Subventionen zu streiten, sollten Kulturschaffende dem überfälligen Strukturwandel ins Auge schauen – und auf «kreative Zerstörung» setzen.

Wenn Drachen Walzer tanzen

Wenn Drachen Walzer tanzen

Eine 25-jährige Pianistin zieht von Zürich nach Singapur und sucht ihre kulturellen Wurzeln. Der Stadtstaat sucht sie ebenfalls, möchte Europa und die Schweiz importieren, verleugnet aber seine eigene Identität. Kann ein Styropor-Matterhorn wirklich die kulturelle Zukunft sein?

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.