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Cover: Und die Moral?
Februar 2012

Ausgabe 993 - Februar 2012

Und die Moral?

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In dieser Ausgabe

Dossier

Märkte verschwinden

Märkte verschwinden

Staatstitel verkaufen, kaufen, bunkern, garantieren: Regierungen, Zentralbanken und Geschäftsbanken spannen zusammen, um den Markt auszuhebeln. Sie tun dies seit Jahren ziemlich erfolgreich. Wie kommt der Markt wieder zu seinem Recht?

Gewalten teilen

Mit dem Wohlstand ist in europäischen Demokratien auch die Staatsquote gewachsen. Während der soziale Zusammenhalt abnimmt, nimmt die Umverteilung zu. Was bedeutet dies für den Schutz von Freiheit und Eigentum?

Europas Schuld

Die Euro-Staaten haben Schulden in furchteinflössender Höhe angehäuft. Damit haben sie sich von den Einschätzungen der Finanzmärkte abhängig gemacht, deren Macht sie nun beklagen. Wie kommen die Staaten aus dem Schulden-Teufelskreis wieder heraus?

Zurück in die Zukunft

Zurück in die Zukunft

Der Euro war von Anfang an ein politisches Projekt. Die Idee der neuen Währung: die Europäische Union näher zusammenführen. Nun zeichnet sich ab, dass genau das Gegenteil geschieht. Welche Zukunft hat der Euro?

Neue Welt, neues Geld

Neue Welt, neues Geld

Billiges Geld führt zu billigen Krediten, mehr Kredite zu mehr Wirtschaftswachstum. Wäre die Welt so einfach! Mit den Krediten steigen auch die Schulden – von Staaten, Unternehmen, Privaten. Und es stellt sich die Frage: Ist das Billiggeld wirklich zukunftstauglich?

Aktuelle Debatten

Das Buch ist eine Ware

Das «Kulturgut Buch» ist zum Gegenstand ideologischer Grabenkämpfe geworden. Stirbt das Buch, wenn wir es politisch nicht beschützen? Ganz im Gegenteil.*

Endlich Andersdenker

Jeder ist frei zu denken, was er will. Aber darf er auch sagen, was er denkt? Und wenn er es nicht mehr sagen darf, kann er dann noch frei denken? Plädoyer für mehr kritischen Geist in Zeiten des Konformismus.

Wider den politischen Heimatschutz

Wider den politischen Heimatschutz

Wer es in der Politik nach oben geschafft hat, kann es sich bequem machen. Konkurrenz im eigenen Land gibt es kaum. Quicklebendig werden Politiker erst, wenn sie sich auf einem internationalen Markt für gute Politik behaupten müssen. Doch wie soll dieser aussehen?

Weitere Beiträge

Kapitalismus und Moral

Kapitalismus und Moral

Hochentwickelte Länder sprechen von einer «Krise des Kapitalismus», während freie Märkte anderswo florieren. Doch wirtschaftliche Potenz allein rechtfertigt den Kapitalismus nicht – sein echter Vorteil ist moralischer Natur.

Thesen zur nächsten Kunst

Thesen zur nächsten Kunst

Kultursoziologen verpacken einfache Zusammenhänge in kompliziertes Vokabular – so will es das populäre Vorurteil. Luhmann-Schüler und Zukunftsdenker Dirk Baecker tritt im Gespräch den Gegenbeweis an. Und zeigt damit: wer von der Gesellschaft sprechen will, darf von ihren Kulturen nicht schweigen.

An Grenzen

Grenzen sind da, um überschritten zu werden, sagte der Reisende seiner Zurückhaltung und ging nach Burma. Klebestreifen und Bostitch seien gerade ausgegangen, meldete am Zoll die Dame, die mit der Herstellung landesüblicher Reisedokumente betraut war, und kratzte Reste von Flüssigleim aus einem Töpfchen, um eine Photographie des Reisenden auf einer

Indienexpress

Indienexpress

Indische Unternehmer kennen nur permanente Veränderung. Und mögen sie. Nachdem sich Gautam Thapar innerhalb seiner eigenen Familie durchsetzte, leitet er heute eine der grössten indischen Firmengruppen. Dabei gilt sein Blick nicht Quartalsresultaten, sondern den nächsten 100 Jahren.

Selfmadefrau

Selfmadefrau

Ihren ersten Kinderwagen hat Hanne Grieder in einer Garage verkauft, mit dem ersten Kind im Schlepptau. Heute hat sie acht Fachgeschäfte für Babyartikel – und das Business wächst weiter. Wie hat sie es geschafft, die Männerwelt zu überholen?

So lassen wir uns regieren?

Wir freien Schweizerinnen und Schweizer werden nicht von oben beherrscht. Wir sind niemandem Gehorsam schuldig ausser den Gesetzen, die wir uns selbst geben, sei es direkt, sei es indirekt über unsere Stellvertreter, die wir alle vier Jahre mit frischer demokratischer Legitimation ausstatten. Soeben haben diese neu legitimierten Volksvertreter ihre erste

Der Souverän

Langsam geht der alte Mann die Strasse hinunter, Schritt für Schritt trippelt er seinem Schatten hinterher. Es ist noch früh am Tag. Kühl bestrahlt das Sonnenlicht die Szenerie, schneidet die Steine aus der Hauswand heraus, zeichnet die Körnungen und Kerben im Asphalt nach. Es ist der Tag der Entscheidung. Doch

Eine Mehrheit macht noch keine Wahrheit

Eine Mehrheit macht noch keine Wahrheit

Kann eine politische oder geschäftstüchtige Minderheit mit ganz eigenen spezifischen Interessen eine Kettenreaktion in Gang setzen, die eine Minderheitsmeinung so weit verbreitet, dass sie letztlich zur Massenmeinung wird? Ich glaube: sie kann. Wer sich eine eigene Meinung über eine Sache bildet, wird vor allem dadurch beeinflusst, was die wahrgenommene Mehrheit

Vom Lebenselixier moderner Demokratien

Ist, wer die Parteienfinanzierung gutheisst, ein Antidemokrat? Ist die EU antidemokratisch? Ist die Sympathie für Verfassungsrichter antidemokratisch? In unseren demokratisch verfassten Gesellschaften gibt es eine bewährte Steigerung der öffentlichen Verunglimpfung. Die erste, harmlose Form stellt die Intelligenz des Verunglimpften in Frage: Du bist dumm. Die zweite tritt mit dem moralischen

Scharfe Blicke auf den Zeitgeist

Mario Vargas Llosa sind wir letzten Herbst in St. Gallen begegnet, als der Literaturnobelpreisträger an der HSG über das Verhältnis von Geschichte und Literatur sprach. Wir baten ihn um einen Beitrag, und er sagte zu. Er hat sein Versprechen gehalten und uns eine wortgewaltige Verteidigung der moralischen Grundlagen der freien

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.