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Kolumne

Auf ins Datenreduit!

Auf ins Datenreduit!

Das Bankgeheimnis ist tot. Es hatte der Schweiz zuerst viel Geld, dann viel Ärger eingebrockt. Statt Nostalgie zu betreiben, sollten wir nun schleunigst seine positive Essenz retten und zu einem neuen aussenpolitischen Aktivposten der Schweiz machen: dem Schutz der digitalen Privatsphäre des Bürgers gegenüber dem Staat. Im Zeitalter von «Big

Banale Führung?

Die Ausführungen zur Führung waren banal», sagte ein Teilnehmer am Ende einer Veranstaltung meiner Universität, an welcher vorwiegend HR-Fachleute anwesend waren. Banal ist eine Sache, die von vielen als allgemein bekannt eingestuft und daher als einer vertieften Betrachtung nicht wert erachtet wird. Synonyme sind alltäglich, trivial, gewöhnlich oder gedanklich

Gandalf und Superman

Gandalf und Superman

Seit Jahren predigen Sie die Entmathematisierung der Ökonomie, fordern stattdessen die Reaktivierung von Mythen und Geschichten. Nehmen Ihre Ökonomiekollegen Sie eigentlich noch ernst?

In die Röhre geschaut

In die Röhre geschaut

Wenn es nach dem Nationalrat geht, soll künftig jedermann eine Radio- und TV-Abgabe bezahlen, unabhängig davon, ob er ein Rundfunkempfangsgerät besitzt. Der Rat hat in der Frühjahrssession einer entsprechenden Gesetzesänderung zugestimmt. Der Nationalrat bestimmte überdies, dass sich Haushalte bis fünf Jahre nach der Einführung der flächendeckenden Abgabe davon befreien

Karl Marx lebt mitten unter uns

Würde Karl Marx aus dem ewigen Schlaf der Gerechten erwachen, er dürfte stolz sein auf sein Werk, das sich in der Stille selbst vollendete. Klar, ausser den Jusos liest niemand mehr die Schriften des Denkers mit dem Rauschebart. Doch seine (Heils-)Lehren erfreuen sich in der Mitte der Gesellschaft grosser

Von Mut- und Weichmachern

Von Mut- und Weichmachern

Mutig? Wer wäre es nicht gern! Wir alle wären von morgens bis abends die reinsten Mutbürger, hätten wir nicht mit profanen Dingen zu tun wie Geld verdienen und Steuern zahlen. In weiser Einschätzung der geringen Mutkapazität der Bürger kümmern sich daher professionelle Mutmacher in Politik und Medien um geeignete Themen,

Städter und Tölpel

Städter und Tölpel

In den Fünfziger- und Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts war von der heutigen Überflussgesellschaft noch wenig zu spüren. Erst recht nicht auf dem Land. Das einzige, was im Gegensatz zu heute im Überfluss vorhanden war, das waren die Wirtshäuser. Sie an einem Samstagabend mit meinen Brüdern abzuklappern erforderte schon eine gewisse

Vitamin C

Kürzlich diskutierte ich im kleinen (Studenten-)Kreis über die Verantwortung von Spitzenmanagern in der Wirtschaft. Ein Teilnehmer warf plötzlich die Idee in die Runde, dem sogenannten C-Level einer Unternehmung konkrete 10-Punkte-Verhaltensregeln vorzulegen, welche auswendig zu lernen wären. «Und dann noch einen Eid ablegen», meinte etwas ironisch ein

…der (fehlenden) Männerbewegung

Seit Jahren wird das Thema «Mann» in den Medien und in der Wissenschaft gewälzt. Tut sich deswegen etwas? Hat die Diskussion etwas daran geändert, dass Männer heute das verletzlichere, schwächere und problematischere Geschlecht sind? Dass sie ungesünder leben, früher sterben, häufiger Selbstmord begehen und gewalttätiger sind? Kommen Jungen in der

Bremsen los!

Bremsen los!

Pardon, dass ich Sie nochmals mit der Masseneinwanderungs-Initiative belästige, aber etwas liegt mir doch noch auf dem Magen: die damit verbundene Bankrotterklärung der liberalen Politik in der Schweiz. Dass es nicht besonders gut bestellt ist um FDP und Konsorten, war dem liberalen Beobachter ja schon vorher klar. Tragisch ist

Ein Wille, der Berge versetzt

Ein Wille, der Berge versetzt

Roger Schawinski fragt sich: «Wer bin ich?» Landauf, landab waren die Blätter mit Kritiken und Interviews zur frisch erschienenen Autobiographie des Medienpioniers gefüllt. So viel Rummel um eine wohlbekannte Lebensgeschichte stimmte mich skeptisch. Deshalb kaufte ich das Buch. «You can get it if you really want» – Anstoss für Schawinskis «Radio

Warum messen wir im Jahr 2014 eigentlich immer noch die Wirtschaftsleistung von Ländern und nicht jene von Regionen?

Warum messen wir im Jahr 2014 eigentlich immer noch die Wirtschaftsleistung von Ländern und nicht jene von Regionen?

Unsere Darstellung der Wirtschaftsleistung ist ein Erbe des europaweiten Nationalismus, da sie auf willkürlichen, alten Landesgrenzen basiert – und die daraus resultierenden Zahlen sagen auch für sich allein recht wenig aus. Das wäre harmlos, würden sie nicht bis heute die Natur unserer europäischen Wirtschaftsdebatte prägen. Ich kann die ewigen Klischees, die

Der «Monat» lebt – und wie!

«Freiheitlich, sachlich, mit Lust an der Debatte» – so habe ich den «Monat» vor drei Jahren in meinem Editorial anlässlich der Neulancierung unseres Magazins beschrieben. Ich finde die Charakterisierung unverändert zutreffend. Wir haben unser Profil seither erfolgreich geschärft. «Freiheitlich»: Wir biedern uns nicht an etatistische Modeströmungen an, sondern sind mit unseren