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Cover: Inspiring Europe
April 2006

Ausgabe 946 - April 2006

Inspiring Europe: Bilder von M+M

Autoren dieser Ausgabe:

In dieser Ausgabe

Dossier

Societas Europaea

Europaweit tätige Kapitalgesellschaften haben ein vitales Interesse daran, dass die Weiterentwicklung der Societas Europaea vorangetrieben wird. Die bisher vollzogenen Schritte zur Harmonisierung sind ein Meilenstein für ein europäisches Unternehmensrecht.

(6) Attraktivität nicht ohne Anstrengungen

Unter dem Druck der Globalisierung wird Europa gezwungen sein, sich von überholten etatistischen, interventionistischen und zentralistischen Modellen zu lösen. Die Politik wird jenen Prozess nachvollziehen müssen, den erfolgreiche Unternehmen bereits vorgezeichnet haben.

(5) Mehr Selbstvertrauen in Europa

Europa hat viele Gemeinsamkeiten, die in einer – trotz aller Vielfalt – gemeinsamen Geschichte wurzeln und jenes Sozialkapital bilden, das im globalen Umfeld Vertrauen schafft und Erfolg verspricht.

(2) Welche Selbstwahrnehmung für Europa?

Der Abbau innereuropäischer Grenzen wird problematisch, wenn er mit stärkerer Betonung der Aussengrenzen verbunden ist. Der europäische Nationalismus basierte auf rassischer und kultureller Abgrenzung zu Kolonien; heute leben ausgrenzende Haltungen in neuen Formen auf.

(1) Europa global

Wer die Rolle Europas in der heutigen Welt diskutiert, muss sich fragen, wie Europa es mit der Globalisierung hält – oder besser: in welchem Verhältnis die Europa- und Globalisierungsdiskurse stehen und was wir lernen können, wenn wir beide vergleichen.

(0) Inspiring Europe

Europa inspirieren oder Inspirierendes Europa? Die St. Galler Stiftung für Internationale Studien (isc) hat mit Vorbedacht für ihr nächstes Symposium an der Universität St. Gallen einen doppelsinnigen Titel gewählt. Europa kann in der heutigen Welt keinen Führungsanspruch mehr stellen, aber europäische Werte haben keineswegs abgedankt. Vom 18. bis 20. Mai

Aktuelle Debatten

Visionen oder Illusionen

Kein Zweifel, die Idee hat etwas Faszinierendes: über einen rekordhohen Lift im ohnehin bereits gebauten Zugangsstollen bei Sedrun soll eine abgelegene Bergregion von der grossen Investition des Gotthardbasistunnels profitieren. Den Bündnern mag man es eigentlich nicht verargen. Sie kämpfen mit dem Einsatz aller Kräfte und Emotionen für das Projekt mit

Zweitdrittelmehrheit für Zweidrittelrechtschreibung

Ein tiefsinniges Scherzwort sagt: Vor zwei Tore gestellt, über deren einem stünde «Zum Himmelreich», dem andern aber «Zu Vorträgen über das Himmelreich», wählten die Deutschen das zweite Tor. Ist es sicher, daß das Wort nicht auch die Deutschschweizer trifft? Und wie steht es mit der Wahl zwischen «Zum Kampf gegen

…und alle wollten Liberale sein

"Liberal" bedeutet je nach Sprache, Region und Zeit sehr Unterschiedliches. In den USA gelten Liberale spontan als Befürworter des Wohlfahrtsstaats, es sei denn, sie betonen ausdrücklich "klassisch" oder "europäisch".

Freiheit und Sicherheit

Wie offen, wie frei wollen moderne Gesellschaften sein? Umgekehrt: Sicherheit um welchen Preis? Dass auch letzte Werte Nullsummenspiele kennen, ist keineswegs neu. Jede Generation ist aber neu gefordert, die gute Mitte zu finden und gut bedeutet nicht bequem.

Ein offener atlantischer Wirtschaftsraum

Ein offener atlantischer Wirtschaftsraum

Die Vereinigten Staaten und Europa sind durch gemeinsame Wertvorstellungen über Demokratie, Menschenrechte und individuelle Freiheit verbunden und haben das gemeinsame Ziel, kollektive Sicherheit und ökonomische Freiheit zu fördern. Diese Werte bilden den Kerngehalt unserer Zivilisation und werden auch von andern befreundeten Ländern geteilt. Die atlantische Verbundenheit ist sowohl für Europa

Weitere Beiträge

Was ist Eigentum?

Andreas Eckl/Bernd Ludwig (Hrsg.) Was ist Eigentum? Philosophische Positionen von Platon bis Habermas München: Beck, 2005

Wilhelm Röpke – Freiheit in Vielfalt

Im Herbst 1945, als Europa noch in den Trümmern des 2. Weltkriegs lag, trafen sich zwei der grossen liberalen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, Wilhelm Röpke und Friedrich August von Hayek in Zürich. Beide hatten sich über ihre professorale Tätigkeit hinaus den Status einflussreicher politischer Publizisten und erfolgreicher Autoren erworben. Röpkes

Büsten von Rodin bis Wang Du in Appenzell

«Eine gute Büste anfertigen, heisst, eine harte Schlacht liefern» soll Auguste Rodin über die nun im Museum Liner erstmals umfassend dargestellte Kunstform gesagt haben. Eine harte Schlacht liefern mussten wohl auch die Kuratoren der Ausstellung «Die obere Hälfte». Dank der Zusammenarbeit ihrer drei Häuser – des Museums Liner, der Städtischen Museen

Leonardo da Vinci im Orient

War ausgerechnet Leonardo da Vinci, die europäische Symbolfigur par excellence, ein Grenzgänger zwischen den Kulturen? Über Dichtung und Wahrheit eines biographischen Mythos und über das neuerdings stark verbreitete Bild einer multikulturellen Renaissance.

auf der suche nach europa

wir sind barbaren? also gut. wir werden euch zeigen, was das ist – barbaren. und unsere unbarmherzige, schreckliche antwort – wird allein menschenwürdig sein. alexander block erinnerst du dich, europa, an unsere ersten berührungen? ich war vielleicht vierzehn oder fünfzehn jahre alt, ein halbwüchsiger, der mit einer unausgegorenen wut auf die diktatur

Was ist der Westen?

Philippe Nemo, Professor an der Ecole Supérieure de Commerce de Paris, zeigt in seinem neuesten Buch, dass der Westen trotz seiner Vielfalt durch die Geschichte zu einer kulturellen Einheit wurde: die abendländische Zivilisation.

Editorial

Vor einem halben Jahrhundert hat der Zürcher Germanist Karl Schmid seine «Betrachtungen zur seelischen Lage des heutigen Europa» unter dem Titel «Hochmut und Angst» herausgegeben. Unüberhörbar war seine durch die Jungsche Psychologie inspirierte Ermahnung, die Europäer müssten vor dem Einigungsprozess zunächst ihre nationalen Schatten integrieren. Nur wer im Innern eine

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.