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Christoph Frei

ist Professor für Politische Ideengeschichte und Internationale Beziehungen an der Universität St. Gallen.

Verfassungsform des Zweifels

Unumstössliche Wahrheit oder ergebnisoffener Suchprozess? Eine Demokratie kann sich als beides verstehen. Aber sie kann nicht beides sein. So oder so: die Entscheidung obliegt den Bürgern – und die können sich täuschen.

Olet?

Die klassische Diplomatie gibt es nicht mehr. Commercial Diplomacy ist im Kommen. Wer kennt Details? Und wer mag darüber reden? Eine Glosse.

(2) Kleines Geld mit grosser Wirkung

Die Bilanz konventioneller Entwicklungshilfe ist ernüchternd. Dennoch haben alternative Modelle der Armutsbekämpfung erst in jüngerer Vergangenheit Mittel und Beachtung auf sich gezogen. Mikrofinan-zierung ist kein Allerheilmittel. Aber sie hat Potential.

Kein Lob der Kleinheit

Wir Schweizer neigen dazu, die Kleinheit durch die rosarote Brille zu sehen. Das helvetische Geheimnis liegt freilich woanders – nämlich in Gestaltungsprinzipien wie Föderalismus und Subsidiarität.

Jean-Jacques Rousseau – «Dénaturer l’homme»

Es gibt viele Wege, die Werke von Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778) zu deuten. Die Befürworter und Gegner der Französischen Revolution, der romantischen Bewegung, des Sozialismus, des Faschismus, des Kommunismus, der liberalen Demokratie – alle haben sie mitunter auch den grossen Genfer vor den eigenen Karren gespannt. Selbst Fidel Castro hat

(0) Ungarn 1956/2006

Zum Schwerpunkt dieses Hefts gehören nicht nur die hier versammelten Beiträge, sondern auch die Kommentare zur Aussen-, Innen- und Wirtschaftspolitik weiter vorne. Dort wie in den Artikeln am Ende dieses Dossiers geht es um «Ungarn 2006» – um objektive Verhältnisse und subjektive Befindlichkeiten eines Landes, das seit 1989 viele Facetten europäischer

Doktor Gräfin Hugonnai – erste Aerztin Ungarns

Auf der Suche nach Persönlichkeiten ungarischer Provenienz stösst man mit Leichtigkeit auf eine ganze Reihe von Namen, die auch ausserhalb des Landes bekannt geworden sind, vom Staatsgründer König István über Politiker wie István Széchenyi oder Ferenc Deák, Komponisten wie Béla Bartók oder Ferenc Liszt bis hin zum Maler Mihály Munkácsy.

Lohnende Gewalt

Wenn repräsentative Strukturen schwach sind und die Basis kaum mitbestimmen kann, greifen Gesellschaften zu Alternativen – manchmal wird Gewalt zur politischen Kommunikation. Frankreich zeigt dies exemplarisch.