In dieser Ausgabe
Dossier
«Das ist absurd und vollkommen übertrieben»
Studio Schweizer Monat #2: Politikphilosophin Katja Gentinetta spricht über Diktatur-Vorwürfe in der Coronakrise, über die Ziele des chinesischen Machtapparats und die Gefahren des Totalitarismus.
Volksgeist gegen Zeitgeist
Der Konservative Carl J. Burckhardt ehrt mit Jeremias Gotthelf einen Bruder im Geiste.
Europa ja, aber als Föderation
Kommunale Selbstverwaltung und Föderalismus sind Dämme gegen den Kollektivismus.
Mut zur Utopie
Hayek hat den grossen Einfluss der Intellektuellen früh erkannt. Und die Liberalen in die Pflicht genommen.
Ein schlechter Ratgeber
In Sachen Gleichberechtigung war Hermann Hesse auf der Höhe seiner Zeit. Leider.
Frühe Warnung vor dem EU-Beitritt
1960 positionierte sich Gerhard Winterberger als ein überzeugter Gegner der Personenfreizügigkeit.
Verborgener Protest gegen die väterliche Autorität
Theodor W. Adorno rechnet mit sich selbst ab.
Der Totalitarismus lauert überall
Max Imboden warnte 1963 vor der Bedrohung der Freiheit von aussen und innen. Seine Analyse könnte aktueller nicht sein.
Ein massgeschneidertes System
Herbert Lüthy forderte eine positive, zeitgemässe Idee des Föderalismus. Eine solche brauchen wir auch heute.
Der Kandidat
Um die Stelle als Ordinarius an der Universität Zürich zu erhalten, war Hans Blumenbergs Referat eine allzu schwere Kost. Die Publikation in dieser Zeitschrift hat den Text aber für immer erhalten.
Kapitalisten aller Länder, vereinigt euch!
Wir sollten von Mises ernst nehmen und uns gegen Bürokratie und für Privatisierung einsetzen.
Der letzte Moment, als die Liberalen das Heft in der Hand hielten
Der NZZ-Chefredaktor erklärt im Mai 1968 Studenten, dass es in der Schweiz keine Opposition brauche. Heute ist das anders.
Ein Verteidiger der Marktwirtschaft gegen den Zeitgeist
Ludwig Erhard hat die Bundesrepublik nach dem Krieg auf den Pfad der freien Wirtschaftsordnung geführt und so in den schweren Nachkriegsjahren wieder Zuversicht geschaffen.
Geburt eines genialischen Autors
Hermann Burgers Karriere war eng mit den «Schweizer Monatsheften» verbunden, in denen er bis zu seinem Freitod 1989 publizierte.
Kulturkampf um die Deutungshoheit
Karl Popper begriff, dass Wissenschaft und Verantwortung nicht zu trennen sind. Das gilt besonders für die Gegenwart.
Mit Onkel Hugo nachts einmal um die Welt
Hugo Loetscher hat in der Schweizer Literatur eine Randexistenz eingenommen. Es lohnt sich, seine Fabulierkunst wiederzuentdecken.
Bondy würde sich heute wohl die Augen reiben
Inzwischen ist die Europäische Union auch ein stolzes Frauenprojekt.
Eine weitsichtige Politikerin
1980 bilanzierte die Freisinnige Vreni Spoerry, dass die Schweiz kein Steuerparadies sei. Heute ist sie es noch viel weniger.
Was ein totalitäres System ausmacht
Weil sich die technischen Überwachungsmöglichkeiten vervielfacht haben, gibt es heute mehr Gründe als in den 1980er Jahren, vor den Schrecken des Totalitarismus zu warnen.
Der «Monat» in Zahlen
Die Welt ist heute nicht mehr die gleiche, die sie noch vor 100 Jahren war. Das merkt man auch, wenn man in unserem Archiv stöbert. Zahlen und Fakten über das langjährige Wirken einer Redaktion
Es braucht den Aufstand der liberalen Justizministerin
In der Coronakrise scheint Bundesrätin Karin Keller-Sutter die Freiheit des Mittelstands vergessen zu haben. Warum trägt sie die Massnahmen mit?
Eine trügerische Grundlage der Moral
Roland Baaders Verständnis von Eigentum passt nicht mehr in eine moderne Gesellschaft. Denn Eigentum steht heute in einem Netz aus Beziehungen. Über externe Effekte muss verhandelt werden.
Im Herzen ein Abenteurer
Eros und Thymos: Peter Sloterdijk hat eine fruchtbare Anthropologie entwickelt, die den Menschen als Wesen mit Doppelantrieb begreift.
Ein einig Volk von Couchpotatoes
Die Schweizer neigen zum Rückzug ins Eigenheim. Der staatlich verordnete Lockdown hat diese Tendenz noch verstärkt.
Aktuelle Debatten
Es begann mit 20 Abonnenten
Gegründet von Gegnern des Völkerbunds, prägt diese Zeitschrift seit einem Jahrhundert die Debatten. Ein so langes Leben hätte 1921 niemand erwartet.
«Freiheit meint Freiwilligkeit»
Die Konferenz der Textbetreuer: Drei leitende Redaktoren sprechen über den Weg von Versuch und Irrtum, die Ausrichtung des «Schweizer Monats» und den Zustand der bürgerlichen Parteien.
Wie ich als Weinbauer zum Abonnenten wurde
Über NZZ-Chefredaktor Fred Luchsinger fand ich zum «Schweizer Monat». Und bin der Zeitschrift 40 Jahre treu geblieben.
Why Liberty Matters
Liberals and Libertarians have acchieved much more than many of them would admit. Among their achievements are not only economical, but also social and moral improvements.
Freiheit macht uns zu besseren Menschen
Liberale haben mehr erreicht, als die meisten von ihnen zugeben würden. Dazu zählen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale und moralische Fortschritte.
Libertopia ruft noch immer
Die Aufgabe, die konkrete Vision einer freien Gesellschaft zu entwerfen, bleibt eine unabgeschlossene Herausforderung für alle Liberalen und Libertären.
Weitere Beiträge
«Wir leben in einer Zeit, in der Dracula unter uns ist»
Studio Schweizer Monat #3: Schriftstellerin Dana Grigorcea spricht über Vampire in der Politik, Kultur in der Coronakrise und ihren neuen Roman «Die nicht sterben».
Editorial
Nur Leute, die kein Geld haben, stellen sich Reichtum wie einen Traum vor; Menschen, die ihn besitzen, beteuern dagegen bei jeder Gelegenheit, wo sie mit Leuten zusammentreffen, die ihn nicht besitzen, welche Unannehmlichkeit er bedeute. Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, Kapitel 92 Beim Nachdenken über unsere Geschichte, die nun
Ein Glas Wein mit
Claudio und Silvan Leibacher / Leibacher Biber-Manufaktur, Illnau
Den Staat verschlanken statt Zucker besteuern
Westschweizer Politiker finden Gefallen an der Zuckersteuer – eine schlechte Idee.
Un «Rivella-Graben» politique
Au lieu de taxer le sucre, il vaudrait mieux arrêter de le subventionner.
The End of… Zukunft
Es ist eine menschliche Eigenschaft, immer zu glauben, gerade jetzt sei die Zeit der grössten Veränderungen, der grössten Umbrüche aller Zeiten. Oder: Genau jetzt begänne das Zeitalter der Technologie – obwohl natürlich die Erfindung der Eisenbahn, des Autos oder des Computers ebenso «Hightech» für damalige Verhältnisse waren wie künstliche Intelligenz für
Die Intellektuellen und der Sozialismus
Wer die Intellektuellen sind. Und wie sie zum Sozialismus stehen. Ein Text aus dem Jahr 1949 – heute so frisch wie damals.