zum Inhalt
Cover: Sag mir, wer ich bin!
Juli 2018

Ausgabe 1058 - Juli 2018

Sag mir, wer ich bin!: Wie Identitätspolitik die Errungenschaften 
der Aufklärung gefährdet. Mit Beiträgen von Steven Pinker, Andreas Rödder, Ivo Scherrer u.a.

Autoren dieser Ausgabe:

Bestellen

In dieser Ausgabe

Schwerpunkt

Zum Beispiel Martin

Erfolgreich, angesehen, ganz oben: bis vor wenigen Jahren mussten sich Mitarbeiter der Schweizer Finanzindustrie wenig Sorgen um ihre Zukunft machen. Das hat sich radikal geändert.

Willkommen im Schlachthof!

Willkommen im Schlachthof!

Wer Kunden wie Mastvieh behandelt, hat irgendwann keine mehr – das gilt auch für das Private Banking in der Schweiz. Will sie nicht untergehen, muss die Branche ihre Tugenden wiederentdecken.

Dossier

Identität: Wer bin ich und wo gehöre ich dazu?

Grosse Veränderungen im Leben – Wahl des Berufs, der Freundschaften, Lebenspartner und -partnerinnen, des Wohnorts – entscheiden wir aufgrund der Kenntnis unseres Selbst, unserer Identität. Die klassischen Fragen rund um Identität sind: Wer bin ich, woher komme ich und wohin will ich in und mit dieser Gesellschaft? Auch alltägliche Belange wie die

Aufklärung jetzt!

Aufklärung jetzt!

In Zeiten identitätspolitischer Verirrungen braucht es eine radikale Rückbesinnung auf die vier grossen Motive der Aufklärung: Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt.

Stammestriebe

Stammestriebe

Politiker appellieren gerne an Gruppeninstinkte, um Stimmen zu fangen. Dieser Tribalismus erschwert den Diskurs zwischen unterschiedlichen Interessen. Wie könnte eine humane Identitätspolitik aussehen?

Auf den Trümmern der Erwartungen

Auf den Trümmern der Erwartungen

Individualität, Freiheit, Pluralismus, Marktwirtschaft und Demokratie: Europa könnte aus seinen spezifischen Errungenschaften weiterhin politisches, wirtschaftliches und soziales Kapital schlagen. Die Europäische Union steht sich dabei nun selbst im Weg.

Identität und Geographie: kein gutes Paar

Identität und Geographie: kein gutes Paar

In vielen Ecken Europas sind sezessionistische Bewegungen erfolgreich. Aus dem nachvollziehbaren Wunsch nach mehr politischer Eigenverantwortung wird dabei oft ein gefährliches Wettrennen nach Homogenität und Gleichmacherei. Ein Blick auf drei Epizentren des Sezessionismus.

Die aussenpolitischen Handicaps der Schweiz

Ist der Nationalstaat am Ende? Das Gegenteil ist der Fall. Für die Schweiz muss es deshalb darum gehen, ihre drei aussenpolitischen Problemzonen – Neutralität, Föderalismus, direkte Demokratie – in Aktivposten umzumünzen.

Aktuelle Debatten

Weitere Beiträge

Making Of 1058

Brüchige Identitäten Es dauerte eine ganze Weile, bis der «Westen» dazu überging, die Werte der Aufklärung, in deren Zentrum die individuelle Freiheit steht, nicht mehr mit dem Gewehr, sondern vorwiegend friedlich zu exportieren – damit begann eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Während sich in unseren Breiten Politiker, Medien, Kirchen und andere zivilgesellschaftliche Akteure

Editorial

«In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass er quietscht.» Franz von Papen am 30. Januar 1933, votierend für die Ernennung Adolf Hitlers zum deutschen Reichskanzler. In der Rückschau ist die Bewertung eines politischen Ereignisses leichter. Dass von Papens Idee, Hitler als Pappkameraden in eine Machtposition zu

Zahl des Monats

Zahl des Monats

Tage dauert die Anmeldung eines Unternehmens in Venezuela. Dazu sind insgesamt 20 administrative Schritte notwendig. Venezuela liegt damit gleich zweimal unrühmlich an der «Spitze» von 190 Ländern, jedenfalls wenn es nach dem aktuellen Doing Business Report der Weltbank geht. In Brasilien dauert die Firmengründung mit 101,5 Tagen am zweitlängsten,

Denkverbote

«… wir [lassen] uns von Konservativen keine Denk­verbote beim Thema Geschlechter­gerechtigkeit vorschreiben.» Christian Lindner, Vorsitzender der deutschen FDP, im Interview mit der NZZ vom 2. Mai 2018 Über Denkverbote zu klagen, hat Konjunktur. Besonders beliebt ist der Begriff in rechtspopulistischen Kreisen, wo man noch die abstruseste Meinung als Querdenken

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.