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Brüchige Identitäten

Es dauerte eine ganze Weile, bis der «Westen» dazu überging, die Werte der Aufklärung, in deren Zentrum die individuelle Freiheit steht, nicht mehr mit dem Gewehr, sondern vorwiegend friedlich zu exportieren – damit begann eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Während sich in unseren Breiten Politiker, Medien, Kirchen und andere zivilgesellschaftliche Akteure nun wieder anschicken, identitätspolitische Kollektive zu beschwören und den Individualismus zu geisseln, holt die autoritäre System­konkurrenz – u.a. aus China – schnell auf. Der «Westen» droht seine liberalen Wurzeln zu vergessen, und damit: zu verschwinden. Ist der Abstieg unvermeidbar? Harvard-Psychologe Steven Pinker gibt in unserem Dossier Antworten, die überraschen. Zu seinem Artikel geht es hier.


Sterbende Banken

Ratschläge an Banken in der Krise gibt’s viele: Leistung bringen, Vertrauen zurückgewinnen und sich auf Werte wie Diskretion besinnen, dazu rät Vermögensverwalter Thomas Fedier (hier). Bringt alles nichts, denn das Bankwesen braucht es schlicht nicht mehr in einer digitalen, dezentralisierten Welt, antwortet Jonathan McMillan. Werden altgediente Banker nun direkt in die Sozialhilfe abrutschen? Oder kann sich die Branche, mit der die Schweiz wie fast kein anderes Land identifiziert wird, mit Innovationen und Restrukturierungen neu erfinden?

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Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.