Ausgabe 1054 - März 2018
Der unterschätzte Nationalstaat: Vom Wert der Souveränität in einer globalisierten Welt. Mit Beiträgen von Dani Rodrik, Christoph Frei u.a.
In dieser Ausgabe
Schwerpunkt
Der unterschätzte Nationalstaat
Der Nationalstaat bleibt das beste Fundament des Kapitalismus. Wir sollten ihn nicht von einer falsch verstandenen Globalisierung zerstören lassen. Eine Streitschrift.
Das Recht auf alles verdirbt das Recht
Plötzlich geht alles, was früher nicht ging: Anrechte aller Art weiten sich aus. Dabei gilt: neue Freiheiten sind zu begrüssen, doch nur klare Grenzen schaffen die Voraussetzungen für souveränes Handeln.
G20: «Weltregierung» ohne Personal
In der aktuellen Diskussion um staatliche Souveränität und Globalisierung zeigen sich selbst seriöse Institutionenkritiker anfällig für Verschwörungstheorien. Zeit, die gröbsten Missverständnisse in Sachen Global Governance zu klären.
Dossier
Datenhoheit für die Patienten
Wer Patient wird, soll künftig die Hoheit über die dabei entstehenden Daten haben. Die Datensouveränität des Einzelnen muss endlich eine grössere Rolle spielen.
Die Suche nach dem ewigen Leben
Mit Milliardeninvestitionen versuchen die Weltveränderer aus dem Silicon Valley den Tod zu besiegen – oder wenigstens das Alter. Das ist nicht so utopisch, wie es scheinen mag. Eine Reportage von Tad Friend Mit Illustrationen von Christina Baeriswyl
«Ich will mitreden!»
Wie sich die Kommunikation zwischen Patienten und Medizinern verändert.
Elementare Probleme bei Dr. Watson
Als Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet: der Supercomputer Watson for Oncology, der die Krebstherapie revolutionieren sollte, kämpft noch immer mit Kinderkrankheiten.
Aktuelle Debatten
Zum Chor predigen
Die vielgeschmähte Filterblase hat auch ihr Gutes: Nur wenn sich Menschen austauschen, die ähnliche Werte teilen, wird aus Gesprächen politisches Handeln. Und nur wenn Menschen handeln, geht es vorwärts.
Mythenzauber
Historiker Herbert Lüthy hätte 2024 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Seine kundige und amüsante Kritik an der Schweizer Mythologie bleibt wertvoll. Eine ähnliche Herangehensweise würde der heutigen Geschichtsdebatte guttun.
Weitere Beiträge
Editorial
«Der Föderalismus ist keine muffige Museumsideologie, und er stirbt nicht daran, dass Probleme und Lösungen in grösseren Zusammenhängen erarbeitet werden müssen als im Zeitalter der Pferdepost und des Spinnrahmens.» Herbert Lüthy1 Der grosse Schweizer Historiker Herbert Lüthy, lange Vorstandsmitglied des Vereins zur Herausgabe der «Schweizer Monatshefte», wäre im Januar 100
Making of 1054
Globalisierung und Souveränität In den nächsten Monaten und Jahren stehen gleich mehrere Volksinitiativen zur Abstimmung, die die staatliche Selbstbestimmung – in der einen oder anderen Form – zum Gegenstand haben. Egal ob «Ernährungssicherheit», «Vollgeld», «Begrenzung» oder «fremde Richter»: es geht um Souveränität. Aber was heisst das eigentlich noch? In unserem Schwerpunkt zum
Nicht besonders tierfreundlich
Wem das «Tierwohl» wirklich wichtig ist, dem bleibt selbst mit den vertrauenswürdigsten Labels und null Subventionen nur eines: Verzicht.
Asoziale Staatshasser
Unabhängig von ihrem Ausgang hat die No-Billag-Initiative einen Vorzug: sie erweitert den Diskursraum.
Ein Glas Wein mit Thomas Meier
Thomas Meier ist Geschäftsführer von Lehner Versand.
Nacht des Monats mit Max Strässle
Der Jungunternehmer Max Strässle hat eine neue Partei gegründet.