Ausgabe 1065 - April 2019
Stups ins Glück?: Wie man sich zum Besseren überlistet — und was es bedeutet, wenn Wirtschaft und Politik dabei mitmischen. Mit Beiträgen von Rolf Dobelli, David Halpern u.a.
In dieser Ausgabe
Schwerpunkt
Das Sackmesser des guten Lebens
Manchmal gehört zum Glücklichsein eine Portion Selbstüberlistung. Rolf Dobelli hat das richtige intellektuelle Werkzeug zur fröhlichen Bewältigung widriger Umstände gefunden – seither beschwingt ihn sogar die eigene Steuererklärung.
Vom Schubsen und Stolpern
Über die gängigsten «Entscheidungsfehler» des Homo sapiens – und was die Privatwirtschaft damit anfängt.
Der Knatsch mit dem Nudge
Der Liberale lehnt Nudges als Paternalismus ab – der Staat masse sich an zu wissen, was gut für uns ist. Redaktor Lukas Rühli widerspricht: Nicht zu viel wird genudgt, sondern zu wenig. Eine provokative These.
Dossier
Leere Kirche, volle Kassen
Wo Staat und Kirche finanziell und institutionell eng verflochten sind, entsteht ein Milliardenbusiness. Die Geschichte einer lukrativen Symbiose.
Vorreiter der Laizität
In Genf und Neuenburg sind Kirche und Staat verfassungsgemäss getrennt, die Genfer Bevölkerung hat die Bestimmungen erst kürzlich mit einem Gesetz präzisiert. Deutschschweizer Kantone haben Nachholbedarf.
Wer kein Schaf ist, braucht auch keinen Hirten
Höchste Zeit für eine Privatisierung der Spiritualität.
Anerkennung für alle!
Den grossen Kirchen in der Schweiz geht es gut – gut so! Die öffentlich-rechtliche Anerkennung sollte aber grundsätzlich allen Religionsgemeinschaften offenstehen.
«Mein Reich ist nicht von dieser Welt»
Christen können freier auftreten, wenn sie sich weniger an den Staat binden. Eine evangelikale Sicht.
Anerkennung für wen?
Wer Muslime ähnlich den Katholiken und Reformierten staatlich anerkennen will, muss sich fragen, wen er denn nun anerkennen will – die Islamverbände vertreten nämlich nur sich selbst.
Leere Kirchen? Zu kleine Kirchen!
Immer mehr Menschen suchen ihre Religiosität abseits von Institutionen. Das führt zu einer Umnutzung kirchlicher Räume – und füllt diese.
Aktuelle Debatten
Populismus spielerisch bändigen
Menschen sind als soziale Wesen grundlegend spielerisch geartet. Für die Politik ist es fatal, wenn uns der Sinn für Fairplay und Humor abhandenkommt.
Neue Organisationsformen auf dem Vormarsch
Mehr Eigenverantwortung fordern ist das eine, Selbstorganisation in Unternehmen zuzulassen, etwas völlig anderes. Fest steht: Wer Filz, verkrusteten Hierarchien und gläsernen Decken institutionell vorbeugt, macht Firmen wettbewerbsfähiger!
Anthony de Jasay — ein Nachruf
Wider die Anmassung des «Wir». Mit Anthony de Jasay ist ein grosser Freiheitsdenker und Freiheitsfreund gestorben.
Weitere Beiträge
Blattkritik: Roland Grüter über die April-Ausgabe des «Schweizer Monats»
Die Ausgaben des «Schweizer Monats» werden jeweils von einem eingeladenen Gast beurteilt. Diesmal von dem Journalisten Roland Grüter.
Editorial
«Protektionismus führt zu einem Verlust an Leistungsfähigkeit und zu Konflikten, am Ende verlieren alle.» – Emmanuel Macron im April 2017 Als Emmanuel Macron die französischen Präsidentschaftswahlen gewann, glaubte ich kurz an einen politischen Kurswechsel in Europa. Kurz sah es aus, als existiere mit dem finanzpolitisch disziplinierenden Deutschland und einem Frankreich
Verlockung Digitalsteuer
Die EU hat sie gerade wieder diskutiert, Frankreich hat sie verabschiedet, in der Schweiz ist vor allem die SP ihre Verfechterin: die Digitalsteuer.
Ein Glas Apfelwein mit René Spielmann
René Spielmann ist Geschäftsführer der Glockengiesserei H. Rüetschi, Aarau.
Pragmatismus und Paragraphenreiterei
Weniger Bürokratie und mehr Pragmatismus zählen zu den meistgehörten Wahlforderungen.
Nacht des Monats mit Gabriel Vetter
Mit dem Comedian Gabriel Vetter an der Basler Vorfasnacht.