Marx nach Duchamp
Kunst ist, was der Künstler produziert. Kunst ist, was im Museum ausgestellt ist. Kunst ist, was einer macht, der sich für einen Künstler hält. Kunst ist der ausgestellte Körper des Künstlers. Was ist Kunst?
Kunst ist, was der Künstler produziert. Kunst ist, was im Museum ausgestellt ist. Kunst ist, was einer macht, der sich für einen Künstler hält. Kunst ist der ausgestellte Körper des Künstlers. Was ist Kunst?
Zügigen Schritts verlässt das Paar den Saal. Mit hängenden Schultern und gebeugtem Haupt geht der Mann neben der stolzen Frau. Der Abstand zwischen den Eheleuten ist deutlich. Weder halten sie einander bei den Händen noch würdigen sie sich eines Seitenblicks. Jeder geht für sich allein – hinaus in die Bedeutungslosigkeit. Ihre
Steuerbetrug begeht nicht, wer Steuern trickreich umgeht; Steuerbetrug begeht, wer Steuern erhebt – so meine unbotmässigen Gedanken, als ich kürzlich wieder einmal das alljährliche Steuerdeklarationsformular aus dem Briefkasten zog. Das bedarf der Erläuterung. Betrug ist nach den Strafgesetzbüchern der meisten Länder ein Vermögensdelikt, bei dem der Täter durch Arglist – man spricht
Zum 100-Jahr-Jubiläum wird Holcim Kunstobjekt: Fotografen wie Marco Grob destillieren aus Mitarbeitern Geschichten und verwandeln Werkstätten in klare Landschaften. Die Ausstellung ist in Bern zu sehen.
Hatte er letztens irgendwo den Kopf verloren? Oder gar das Gesicht? Trotz angestrengten Nachdenkens – das Hirn also zumindest war noch da – konnte Niklas G. keine Erklärung finden für die Leere, die ihm an diesem sonnigen Morgen aus dem Badezimmerspiegel entgegenblickte. Deutlich erkannte er den obersten Heizstab des Handtuchwärmers und auch
Die Zukunft gehört nicht China, Indien oder Brasilien, sondern der Stadt. Sagt der umtriebige Politikberater Parag Khanna. Er sieht die Schweiz als Staat der Städte. Und schlägt ihr eine Partnerschaft mit Singapur vor.
Donald Hess braute in Bern Bier, wurde Hotelier in Marokko und prägte den legendären Spruch «'s isch guat, ds Valserwasser!». Er machte die Mineralquelle gross und produziert heute Spitzenweine weltweit. Das unglaubliche Leben des grünen Unternehmers.
Tausch und Raub: eine Antwort auf das Interview mit Matt Ridley
Diesmal, so jubelte der frühere Journalist und Medienprofessor Roger Blum im «Kleinreport», könne «der entscheidende Schritt gelingen» – der «Durchbruch» in Sachen staatlicher Presseförderung. Und in der Tat: dieser Schritt ist mit dem Vorschlag der Staatspolitischen Kommission des Nationalrats für ein «Förderkonzept zur Stärkung der staats- und demokratiepolitischen Bedeutung der Medien»
Das Wissen über funktionierende Institutionen der Demokratie und des Föderalismus ist ein Trumpf der Schweiz. Und könnte zum Exportschlager werden. Um sich aus der internationalen Schusslinie zu manövrieren, braucht die Schweiz der Welt bloss ein attraktives Angebot zu machen.
Die Staaten der Europäischen Union werden langsam, aber sicher harmonisiert. Darum braucht Europa ein Beispiel und Vorbild für alternative Staatsmodelle. Die Frage ist bloss: taugt die Schweiz weiterhin dazu?
Sie schafften die WTO ab, verkündeten das Ende des Irak-Krieges schon 2008 und verkauften Rettungskapseln gegen den Klimawandel: die beiden amerikanischen Kunstaktivisten Andy Bichlbaum und Mike Bonanno parodieren die zeitgenössische Medien- und Geschäftswelt. Welche Ziele verfolgen sie?
Ist Europas Geschichte eine Melodie, ist die Schweiz ihr Kontrapunkt: eigenständig, gegenläufig und gelegentlich dissonant. Viele frühere Sonderwege sind verschwunden, eine Qualität ist geblieben: die verkannte Mittelmässigkeit.
Die Unfreiheit wächst: 22 Jahre nach dem Mauerfall ist es Zeit für eine neue liberale Bewegung.
Der Liberalismus ist ein Balanceakt – und die beste Antwort auf die Wut der Empörten.
Die Schweiz ist eine Antithese zum europäischen Mainstream. Sie ist das Land des bürgerlichen Konsenses. Das Land des disziplinierten Haushaltens. Und das Land des sozialen Ausgleichs. Allein, wie lange noch?