zum Inhalt

Aktuelles

«Der Homo financiarius tickt ganz anders»

Mehr Prinzipien und weniger Regulierung, mehr persönliche Haftung und weniger Code of Conduct, mehr Markt und weniger Arbitrage auf Kosten anderer, mehr kleine Banken und keine grossen Casinos: Marc Chesney findet klare Worte. Ein (Streit-)Gespräch.

Der Kunde? Stets ignorant!

Wo endet der Anlegerschutz und beginnt die Bevormundung? Eine Lektüre der neuen EU-Richtlinien über Märkte für Finanzinstrumente zeigt: Die Schweiz sollte besser die Finger davon lassen.

Executive Summary

1. Der Bankenplatz Schweiz befindet sich im einschneidendsten Umbruch seit Jahrzehnten; angesagt sind Mut und Zuversicht, nicht die Verteidigung des Status quo. 2. Die Schweiz braucht keine bundesrätlich beschlossene Finanzmarktindustrie, sondern eine schlanke Rahmengesetzgebung, die den Bankinstituten unternehmerischen Freiraum bietet. 3. Die Finma, die die Banken beaufsichtigt, schafft mit Rundschreiben

Editorial

Die Fiskalquote ist der Entmündigungskoeffizient einer Gesellschaft. Die Zahl besagt, über wie viel vom Erwirtschafteten die einzelnen Bürger frei entscheiden können – und wie viel Macht das Kollektiv hat. Die Schweiz gilt gerade unter Schweizern als Land mit halbwegs vernünftiger Fiskalpolitik. Die Begründung liegt auf der Hand: Es sind hierzulande die

Making of 1027

Making of 1027

BÜRGERTUM ADE! Seit Jahren planten wir, Thomas Hürlimann zu treffen.Gesundheitszustand und Agenda des Schriftstellers liessen das lang nicht zu, nun gelang es gleich doppelt: Anlässlich der «Eventi letterari» in Ascona nahm sich der wieder genesene Autor an zwei Tagen Zeit für ausgiebige Unterhaltungen, entstanden ist ein grosses Gespräch. Hürlimann

Der Staat, der Weihnachtsmann

Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) könnte transparenter nicht sein. Das ist mutig. Denn das nimmt ihre potentiellen Wähler in die Pflicht. Niemand wird jemals behaupten können, er habe nicht gewusst, welche Politik er für seine Stimme serviert bekommt. Wo SP draufsteht, ist SP drin. Ich würde meinen: das können

Petri Heil, Kleiner!

Petri Heil, Kleiner!

Eine Bekannte erzählte mir, dass ihr vierjähriger Enkel sie in eine peinliche Situation gebracht habe, als er auf offener Strasse lauthals – und mit der Spielpistole in der Hand – geschrien habe: «Peng, peng, peng! Alle tot!» Die Öffentlichkeit strafte die Grossmutter mit missbilligenden Blicken – sie hätte sich, sagte sie, am liebsten

Sie wollen kommen

Sie wollen kommen

Millionen von Menschen planen ihre Ausreise aus afrikanischen Ländern. Viele sehen ihre Chance in Europa. Sie sind auf der Suche nach Arbeit, Wohlstand und Komfort. Hat eine der grössten Wanderungsbewegungen der Menschheitsgeschichte erst begonnen?

Verkehrte Politik

Viele Bewohner Afrikas, die ihr altes Leben aufs Spiel setzen, um in Europa ein neues zu bekommen, sind  keine politisch Verfolgten und auch keine Armutsflüchtlinge. Es handelt sich in der Mehrzahl um junge Männer, die oftmals den mittleren Schichten ihrer Länder entstammen. Sie und ihre Familien haben genügend Geld gespart,