Inhaltsverzeichnis
- Der Bankenplatz Schweiz befindet sich im einschneidendsten Umbruch seit Jahrzehnten; angesagt sind Mut und Zuversicht, nicht die Verteidigung des Status quo.
- Die Schweiz braucht keine bundesrätlich beschlossene Finanzmarktindustrie, sondern eine schlanke Rahmengesetzgebung, die den Bankinstituten unternehmerischen Freiraum bietet.
- Die Finma, die die Banken beaufsichtigt, schafft mit Rundschreiben neues Recht; sie bedarf selbst der Aufsicht bzw. eines klaren Auftrags im Rahmen geltenden Rechts.
- Die neuen Finanzgesetze (Finfrag, Fidleg, Finig) verunsichern Mitarbeitende, entmündigen die Kunden und begünstigen grosse Institute; nötig sind nicht neue Regulierungen auf Tausenden von Seiten, sondern mehr nachvollziehbare Prinzipien in wenigen Punkten.
- Die Probleme des «Too big to fail» bedürfen sieben Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise einer einfachen Lösung: mehr Eigenkapital für die Banken, das sich einfach messen lässt, ohne undurchschaubare Modelle der Risikogewichtung.
- Banken sind keine Casinos, sondern Dienstleister; im Zentrum stehen der Kunde und dessen Bedürfnisse.
- Glaubwürdigkeit zurückgewinnen lässt sich durch eine Vereinfachung der Vergütungssysteme und ein Bekenntnis zu unternehmerischem Handeln: ein symmetrisches Bonus-Malus-System und die Gewährleistung, dass Entscheid und Haftung zusammengehören.
- Das Bankkundengeheimnis ist passé, wohl bald auch im Inland: Das Kerngeschäft der helvetischen Banken liegt in der dienstleistungsorientierten Verwaltung versteuerter Vermögen wohlhabender inländischer und ausländischer Kunden.
- Die Schweiz verfügt über Wettbewerbsvorteile, die es aktiv zu propagieren gilt: hervorragend ausgebildete Leute, ausgebaute Infrastruktur, politische Stabilität, intaktes Image unter ausländischen Bürgern.
- Die Digitalisierung des Bankengeschäfts ist eine grosse Chance: je informierter der Kunde, desto wichtiger der Austausch mit einem kompetenten Berater; je schneller die Welt, desto wichtiger eine langjährige Beziehung zwischen Kunde und Banker.