In dieser Ausgabe
Dossier
Einsen und Nullen: Unsere Informationsgesellschaft
Diese Zeilen erschienen auf bedrucktem Papier. Sie mögen dieses Leseverhalten als veraltet empfinden. Und obwohl Sie damit nicht allein wären, haben wir darauf verzichtet, im Heft nur einen QR-Code zu drucken. Sie wissen schon, diese briefmarkenähnlichen Pixelbilder, auf die Sie dann Ihr Mobilgerät hätten halten können, um via App
Digitale Analphabeten
Die Informatik ist eine der Leitwissenschaften des 21. Jahrhunderts. Sie ist der Stoff, aus dem die Welt von heute gemacht ist. Sie müsste zur Allgemeinbildung gehören wie einst die klassische Literatur. Tut sie aber nicht. Warum nicht?
Menschheitsgeschichtlicher Quantensprung
Milliarden von kleinen Computern wirken im Hintergrund. Sie erleichtern das Leben selbst des grössten Technikskeptikers, ohne dass dieser etwas davon merkt. Und sie werden unser Zusammenleben weiter revolutionieren. Bleibt der Mensch Herr der Technik?
Total informiert
Informationen sind stets verfügbar. Sie sind gratis. Sie sind in unendlicher Fülle vorhanden. Doch wissen wir erstaunlich wenig über unsere Welt. Das ist die Grundbedingung, in der wir im Informationszeitalter leben. Wie gehen wir damit um?
«War das nun ‹Abseits›?»
Wie ein IT-Start-up die Sportübertragungstechnik revolutionierte – und warum das keinem aufgefallen ist
«Das ist wirklich vordigital!»
Der Schweizer Denk- und Forschungsplatz steckt in einer digitalen Revolution. Und es ist die Politik, die den Prozess begleiten könnte, müsste, sollte. Tut sie dies auch? Politiker und IT-Unternehmer Ruedi Noser über Seed Money, Swiss-ID und Shitstorms.
Aktuelle Debatten
Denn wir wissen nicht, was sie tun
Was ist Geld? Wenn die Nationalbank die Geldmenge um Hunderte von Milliarden ausweitet, erhebt sie eine unsichtbare Steuer. Diese trifft die einen mehr als die anderen. Aber weder die einen noch die anderen können an der Urne intervenieren. Einspruch!
Von der Punkteplanwirtschaft
Universität nach «Bologna»: Wie neue bürokratische Anreize die Freiheit von Studium und Lehre neu definieren*
Weitere Beiträge
Hermann Burger, Dichter dieser Zeitschrift (1942-1989)
Hermann Burger ist der Dichter der «Schweizer Monatshefte». Unser alter Zettelkasten listet über 40 Beiträge auf, die Burger für diese Zeitschrift verfasst hat, den ersten im Jahre 1968 in Form mehrerer Gedichte, den letzten 1986, drei Jahre vor seinem Suizid. Während zwei Jahrzehnten hat Burger für die «Schweizer Monatshefte» in
Die Erotik der Grenze
Für mehr Gelassenheit: Ein wenig Politik-Entzug würde uns allen gut tun.
Der kontrollierte Zen-Work-Life-Balance-Regelbruch
«Gleichgewicht und Leichtigkeit bringen inneren Frieden und Gelassenheit.» Die Erkenntnis, die Zen-Theoretiker seit über 2000 Jahren verinnerlicht haben, sucht in der modernen Welt nach neuen Anwendungsformeln. Nicht zu viele Partys feiern – stattdessen gemütlich im Wohnzimmer-Outfit vor dem TV sitzen. So entspannt sich der gestresste Mensch und schöpft neue
Der Zeitturm
Die Zeiger sind abgebrochen, die Hälfte des Zifferblatts ist verschwunden. Bruchsteine ragen hervor, die nur mehr notdürftig von Mörtelresten gehalten werden. Es ist, als habe ein riesiges Beil den Uhrenturm der Länge nach entzweigehauen. Der Kreis der Zeit ist zerspalten. Die eine Hälfte ist unsichtbar, der Blick geht hinaus in
Riesengaudi in den SBB
Die folgenden Überlegungen knüpfen an eine Meldung an, die die SBB betrifft und in verschiedenen Zeitungen kursierte. Sie figuriert leider nicht in den Medienmitteilungen der SBB – aus verständlichen Gründen. Es geht um eine Bahnfahrt, die am 19. März 2012 von Zürich nach Bern im Schosse der SBB stattfand. Auf der
Der Prediger
Richard Sulík hat die eigene Regierung zu Fall gebracht. Er hat dafür gesorgt, dass Brüssels Politiker einen Moment die Luft anhielten, als er gegen den Euro-Rettungsschirm stimmte. Nun zieht der unangepasste Slowake durch die europäischen Lande. Und kommt sich manchmal vor wie ein Zeuge Jehovas.
Ramschwelt
Was ist Geld? Die Mainstreamökonomen verstehen nicht, was Geld ist, sagt Gunnar Heinsohn. Darum begreifen sie auch nicht, wie Zins, Geldmarkt und Banken funktionieren. Der deutsche Denker provoziert die ökonomische Zunft – und präsentiert eine durchdachte Gegensicht.
Die Schweiz als Datentresor
Selbst amerikanische Firmen glauben an die Schweizer Datensicherheit, sagt der Unternehmer Franz Grüter. Ein Gespräch über Rambomethoden des FBI, gute alte helvetische Werte und die Neutralität als Businessmodell in bewegten Zeiten.
Normkonform…
Als ich meinen Vertrag an der Raffles Institution in Singapur unterschrieb, hatte ich keinen blassen Schimmer, was mich dort erwarten würde. Ich wusste nur, dass es meine Aufgabe war, das interdisziplinäre Musikdepartement aufzubauen. Nachdem die Eliteschule Singapurs in allen Sparten der Wissenschaften und auch im Sport Gipfelstürmer hervorgebracht hat, ist
Personenfreizügigkeit
Es muss gesagt werden, was offensichtlich ist, und koste es die Gnade der Welt: Da sind zu viele, und zu vieles der vielen ist hässlich. Einschränken muss man die Freizügigkeit, die totale Verwirrung der Geister durch griffige Worte, Ventile taugen nicht, wo heisse Luft schon die Köpfe rötet und auf
Künstler sucht Förderer
Niemand zu klein, ein Kulturmäzen zu sein? Mit Crowdfunding generieren amerikanische Plattformen bereits hunderte Millionen Dollar. Nun hat Rea Eggli das Konzept in die Schweiz importiert. Wer sein Projekt auf wemakeit.ch lancieren will, erfährt: ohne Mundpropaganda und Moneten läuft nichts.
Lob des Mittelmeeres
Schweizer träumen von mehr als Banktresoren und Alpenfestungen. Ihre schönen Träume sind von Sehnsüchten erfüllt – etwa nach dem Mittelmeer, das es in der Schweiz nicht gibt.
Ausverkauf der Philosophen II
ORT: im unplatonischen Ideenhimmel des Verfassers ZEIT: am Tag vor St. Nimmerlein, also frühestens am Ende unseres Jahrhunderts
Nacht des Monats mit Srdjan Papic
Srdjan Papic organisiert in Serbien das Shortstory-Festivals «Kikinda Short».