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Ausgabe 990 - Oktober 2011
Oktober 2011

Ausgabe 990 - Oktober 2011

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In dieser Ausgabe

Dossier

Bleibt euch treu!

Bleibt euch treu!

Er kam von Frankfurt nach Vevey und eroberte von dort aus die Welt: Helmut Maucher ist als Deutscher zu einem der wichtigsten Wirtschaftsführer der Schweiz geworden. Heute blickt er gelassen zurück. Und sendet eine Warnung mit Blick auf die Zukunft an die beiden Länder: übertreibt es nicht!

Aktuelle Debatten

«Die Lektion lautet: Du weisst nichts»

«Die Lektion lautet: Du weisst nichts»

Was passiert, wenn die Bürger realisieren, dass sie nicht erhalten, was ihnen versprochen wurde? Es gibt einen Schock, der heilsam sein kann – oder auch nicht. Bill Bonner plädiert für mehr ökonomischen Realismus. Und für eine Rückkehr zum Goldstandard.

Keynesianer lieben Inflation

Keynesianer lieben Inflation

Mathematiker und Nobelpreisträger John Forbes Nash misstraute Geld aus dem Nichts, sah aber sein Potential zum Spielen. Bei hoher Inflation profitieren Schuldner – das wissen Privatpersonen und Politiker. Die Frage bleibt: Wer gewinnt letztendlich?

Weitere Beiträge

Was unsere Identität ausmacht

Was unsere Identität ausmacht

Auf der Suche nach Idylle und Exotik: urbane Bohémiens entdecken den Kulturraum Appenzell. Roland Inauen, Volkskundler und Konservator, über die neue Brauchtumseuphorie, die einfache Schönheit der Bauernmalerei und wie die Kunst Appenzell für immer veränderte.

«Three to Tea»

Die amerikanische Tea-Party-Bewegung wird medial als Auffangbecken libertärer bis urkonservativer Aussenseiter mit antiquiertem Weltbild karikiert. Doch das Bild vom protestfreudigen Hinterwäldler ist falsch. Die Bewegung hat starke feminine Wurzeln.

Augen auf und durch

Wirtschaftswachstum allein löst das Schuldenproblem nicht, zeigt die Erfahrung. Staatsbankrott ist unrealistisch, versteckte Enteignung fern. Europa bleibt nur: sparen und Steuern erhöhen – zwei bittere, aber notwendige Optionen.

Wider die Gleichgültigkeit!

Wider die Gleichgültigkeit!

Offene Gesellschaften sind schön, aber anstrengend. Karl Popper verfasste sein Plädoyer für sie während des Zweiten Weltkriegs. Seither herrscht Frieden, doch wächst die Gleichgültigkeit. Unsere freie Ordnung verdient mehr Engagement.

Sind Sie nicht googlebar? Dann sind Sie sympathisch!

Googlen Sie Personen, die Sie gerade erst kennengelernt haben? Lesen Sie, was Rihanna oder Demi Moore twittern? Haben Sie mich schon einmal gegooglet oder im Facebook gesucht? Für welches der unzähligen Profile haben Sie sich entschieden? Und glauben Sie, ich hätte alle Profile selbst erstellt? Egal, ob bei Prominenten, Möchtegernprominenten

Gefühlshandel

Mit verhaltener Sorge beobachten die Händler den Verlauf der Ereignisse. Sie erkennen das Schicksal an den Zeichen über ihren Köpfen, an den Zahlen auf dem Laufband, der Kurve auf der Anzeigetafel, den farbigen Pfeilen und Säulen auf den Bildschirmen – im Sekundentakt. Die Wohlfahrt der Nationen entscheidet sich in höheren Sphären.

Die Zeit der Parteien ist vorbei

Die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» veröffentlichte eine «Grabrede auf den Liberalismus». Die (Un-)Popularitätswerte der deutschen FDP, seit 2009 als kläglicher Bündnispartner der bürgerlichen Koalition fungierend, lassen in der Tat mutmassen, dass man schon einmal den Pfarrer rufen sollte. Aber auch die Sozialdemokratie ist in der Krise, wenn man dem Wochenblatt

Heile unternehmerische Welt

Es war einmal eine heile Welt. Sie war bevölkert von Gewerbetreibenden, selbständig Erwerbenden, kleinen und mittleren Unternehmen. Sie wussten, was es bedeutet zu wirtschaften. Es war die Zeit der einfachen Ökonomie: verdienen, sparen, reinvestieren. Dann aber übernahmen grosse multinationale Unternehmungen, zumeist Aktiengesellschaften, das Zepter und liessen die Gewinne der KMU

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.