Ausgabe 1068 - Juli 2019
Die Grenzen des Wachstums...: ...sind noch lange nicht erreicht. Und das ist auch gut so! Mit Beiträgen von Joel Mokyr, Tyler Cowen, Reto Föllmi u.a.
In dieser Ausgabe
Schwerpunkt
Wachstum heisst Wohlstand
Die langfristigen positiven Auswirkungen des Wirtschaftswachstums werden dramatisch unterschätzt. Wir sollten politische Massnahmen nicht nach ihrer Sofortwirkung beurteilen, sondern nach ihrem Einfluss auf den Innovationspfad.
Die Komponenten des Wachstums
Investitionen sind gut und wichtig. Ohne Innovationen kann sich aber Wohlstand nicht langfristig vermehren.
Vom Baum der Erkenntnisse
Wir haben die leicht erreichbaren technischen Fortschritte genutzt, doch die Wissenschaft ermöglicht immer höhere Leitern. BIP-Zahlen täuschen beim Innovationstempo: Stagnation steht uns nicht bevor.
Die Grenzen der Knappheit
Seit Jahrzehnten reden Naturwissenschafter den Kollaps durch Ressourcenübernutzung herbei und Ökonomen widersprechen ihnen. Bisher behielten die Ökonomen recht. Es gibt auch wenig Grund, warum sich das in Zukunft ändern sollte.
Der leere Planet
Um das Jahr 2050 herum wird die Weltbevölkerung ihr historisches Maximum erreicht haben. Von da an, und erstmals in der Geschichte der Menschheit, werden wir nicht mehr, sondern weniger. Das sorgt für neue Probleme – löst aber voraussichtlich auch einige der grössten, die wir heute haben.
Dossier
Die Sache mit der Gemeinnützigkeit
Wer philanthropisch tätig wird, stellt sich und sein Handeln in den Dienst anderer, seine Eigeninteressen hintan. Damit dieses Engagement aber überhaupt möglich wird, müssen die Rahmenbedingungen stimmen – und darüber entscheiden nicht zuletzt die Steuerbehörden.
Vertrauensaufbau statt Steuerabzug
Politik und Gesellschaft verstehen die Funktionsweise des Stiftungssektors noch zu wenig. Zwar gibt es Anzeichen der Veränderung, doch bei politischer Strategiefindung, Transparenz, Regulierung und Berichterstattung bleibt viel zu tun.
Ein gutes Geschäft
Lohnen sich Förderstiftungen für die Gesellschaft? Eine neue Studie gibt eindeutige Antworten.
Grauzone Vorprüfung
Rechtssicherheit geht anders: Die Geschichte eines internationalen Konzerns, seiner Stiftungsidee und eines behördlichen «Vetos».
«Entweder wir adressieren die Probleme selbst – oder andere übernehmen das für uns»
Gesellschaftliche Skepsis gegenüber Stifterinnen und Stiftern spiegelt Misstrauen in grosse Vermögen wider – ein Nebenprodukt liberalen Erfolgs. Um aus Skepsis und Unwissen keinen Generalverdacht entstehen zu lassen, müssen Stiftungswelt und Politik aktiv handeln.
Auslichten schafft neue Aussichten
Warum hortikulturelle Massnahmen immer wieder nötig sind, um Stiftungen zum Blühen zu bringen.
Die nächste Generation
Wirtschaftliche und gesellschaftliche Umwälzungen verändern die Philanthropie und stellen Stiftungen vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig entstehen bessere Werkzeuge für wirkungsvolles Geben. Ein Insider blickt auf die Zukunft der Stiftungsarbeit im 21. Jahrhundert.
Stiftungen als digitale Change Agents?
Warum Stiftungen die Digitalisierung als Chance und nicht als Problem begreifen sollten.
Gestatten, Stifterunternehmer
Wie bitte? Stifterunternehmer? Ist man nicht entweder Stifter oder Unternehmer?
Aktuelle Debatten
Kann das weg?
An wissenschaftlich Haltbarem haben die Gender Studies bisher kaum etwas hervorgebracht. Wollen sie als Disziplin ernst genommen werden, müssen sie sich von innen reformieren. Eine Streitschrift.
Zeit, die Nationen Europas europäisch zu denken
Die Europäische Union und ihre Institutionen funktionieren besser, als es die harsche Kritik von allen Seiten vermuten lässt. In ihrem unvermeidlichen Erneuerungsprozess kommt aber den europäischen Nationalstaaten eine konstruktive Rolle zu.
Wenn Mutterschaft arm macht
Eine Geburt führt oft zu gravierenden Lohneinbussen bei Müttern, was Ungleichheiten über ganze Generationen hinweg verstärkt. Denn: der finanzielle Mangel beeinflusst auch die Entwicklung der Kinder negativ.
Weitere Beiträge
Blattkritik: Lukas Leuzinger über die Juli-/August-Ausgabe
Jede Ausgabe des «Schweizer Monats» wird von einem eingeladenen Gast beurteilt. Dieses Mal von Lukas Leuzinger.
Auf ein Bier mit Walter Hübscher
Walter Hübscher ist Gründer und Inhaber der Zaunteam Franchise AG, Frauenfeld.
Fragwürdige Liste des Weltkulturerbes
Nach was sich Regierung und Heimatschutz besser verzehren sollten.
Sag mir, wo die Zahlen sind, wo sind sie geblieben?
Die lustige Mathe-Nachhilfe, die wir nie hatten.
«Sonst ist nichts Nachteiliges über Roman Signer bekannt»
Er gilt als der einflussreichste lebende Künstler der Schweiz, wird gern als Spassmacher der Nation bezeichnet. Nur wenige wissen: Roman Signers Weg war lang und steinig. In seiner Heimat Appenzell etwa hielt man ihn weniger für einen Künstler als für einen kommunistischen Geheimagenten.
«Adieu» eines Prinzipienreiters
Politik ohne Prinzipien ist undenkbar – auch wenn sich, wer das Prinzip der Freiheit des Individuums propagiert, in der Politik schnell unbeliebt macht.
Editorial
«Slip inside the eye of your mind, don’t you know you might find a better place to play.» Oasis – Don’t Look Back In Anger Als René Scheu mich 2010 zu den «Monatsheften» nach Zürich holte, hatte ich gerade mein Studium abgeschlossen, ein Dissertationsangebot abgelehnt und mein Erspartes in