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Kommentar

Weltuntergang in der Quartierbeiz – Eine Debatte ohne Ende

Liebe Redaktion des «Schweizer Monats», In Ihrer Septemberausgabe machen sich acht Menschen zwischen 25 und 40 Gedanken zur Schweiz der Zukunft. Die Lektüre des katastrophengeprägten Stammtischgesprächs hinterliess bei mir das Gefühl einer gewissen Ratlosigkeit: Das Selbstverständnis der Schweiz, das darin achtfach widerspiegelt wird, erscheint eigenartig kontur- und visionslos. Wo sind

Elitäre Gymnasialbildung – was sonst?

Ernst Buschor präsentierte in der September-Ausgabe wissenschaftliche Erkenntnisse zur Gymnasialbildung, zog aber die falschen Schlussfolgerungen. Warum weder eine Ausmerzung des Lateins noch Uni-Zulassungsprüfungen aus gesellschaftlicher und volkswirtschaftlicher Sicht sinnvoll sind.

Über «Barzels Universalroman»

«Barzels Universalroman» ist eine Kostprobe aus Hermann Burgers bislang unveröffentlichtem Roman «Lokalbericht» (1970/71). Dabei handelt es sich um seinen ersten Versuch in der epischen Grossform, den er dann aber 1972 zu Gunsten der allmählichen Verfertigung von «Schilten» (1976) in die Schublade legte. Gleichwohl antizipiert der «Lokalbericht» an vielen Stellen

Wo die wilden Kerle wohnen

Die Geschichte des «Schweizer Monats» liegt nun in Buchform vor – und sie ist «bewegt». Ein beliebter Ausdruck für Annalen, vielsagend und doch vage. Seit einem halben Jahr bin ich Teil des kleinen Teams an der Vogelsangstrasse. Und zugegeben: bis auf ein paar wenige Artikel Hermann Burgers waren mir die «Monatshefte»

Empörungsstürme und geistige Profitmaximierung

Digitale Empörungsstürme – sogenannte «Shitstorms» – ziehen durchs Land. Jüngstes Beispiel: an der Pädagogischen Hochschule (PH) Bern wurde ein prominenter Vortragsredner kurzfristig ausgeladen, weil Freunde der neuen Empörungskultur erfolgreich den Aufstand probten. Nicht Studenten, nein, diesmal war es ein Professor. Man sollte meinen: Die Dozenten der PH Bern sind es gewohnt, heterogene

Mohammed und der Super-GAU

«Mind the Gap!» steht in der Londoner Subway und soll Reisende daran erinnern, nicht in den Spalt zwischen Bahnsteig und Zug zu fallen. Ähnliches darf man heutigen Medienkonsumenten zurufen – hier geht es um einen Wahrnehmungsapparat. Die Mainzer Forscher Hans Mathias Kepplinger und Richard Lemke haben untersucht, wie ausgewählte «Qualitätsmedien» verschiedener

Ver-rückt

Wagen wir einmal folgendes Gedankenspiel: Sie sind deutscher Staatsbürger, und man steht Ihnen zu, darüber abzustimmen, ob Deutschland den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) mitträgt oder eben nicht. Auf den Plan tritt eine junge Frau, sie ist intelligent, sachlich, hat Ökonomie studiert, die liberalen Klassiker gelesen und bewegte politische Erfahrung. Sie wendet

Steinwurf im Glashaus

Steinwurf im Glashaus

Die neuen «Too Big To Fail»-Gesetzte gelten für alle systemrelevanten Unternehmen. Nicht ganz: der Staat, das systemrelevante Unternehmen par excellence, klammert sich aus. Das ist inkonsequent, findet David Dürr.

Kommentar: Warm anziehen reicht nicht!

Kommentar: Warm anziehen reicht nicht!

Die griechische Schuldenkrise ist mehr als wirtschaftlich – sie ist politisch und gesellschaftlich. Da strukturelle Probleme nicht durch Finanzhilfen zu lösen sind, wird sie sich auf Europa ausbreiten. Wie schützt sich die Schweiz davor? Ein Kommentar zu den absehbaren Folgen.

Was heisst denn hier Freiheit?

Was heisst denn hier Freiheit?

Eine Antwort aus dem Stegreif von Ursula Renold Mit einem Anstoss von Blaise Pascal: Zitiert aus «Pensées» «Ich habe gefunden, dass alles Unglück der Menschen einzig davon kommt, dass sie unfähig sind, in Ruhe allein in ihrem Zimmer bleiben zu können.»