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Cover: Innovation
September 2005

Ausgabe 942 - September 2005

Innovation: Ermöglichen statt planen

Autoren dieser Ausgabe:

In dieser Ausgabe

Dossier

(2) Spiele in der Politik

mit Charles Wyplosz und Alexis Lautenberg Im Jahr 2000 haben EU-Politiker in der «Lissabon»-Strategie unerreichbare Ziele formuliert, mitunter im Bewusstsein, ein riskantes Spiel zu spielen. Dieses Vorgehen hat auch die Frage aufgeworfen, welche Art von Koordination man künftig auf EU-Ebene will.

(1) Das Missverständnis von «Lissabon»

Der «Beschluss» des EU-Rats im Jahr 2000 in Lissa-bon, die EU zum «wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum» zu machen, markiert keinen epochalen Neubeginn, sondern zeugt von einer massiven Überschätzung der politischen Planbarkeit des Wachstums.

Aktuelle Debatten

Pfade nach Utopia

Moderne Gesellschaften sind auch dadurch gekennzeichnet, dass ihre Teilsysteme die Funktionen, auf die sie spezialisiert sind, immer besser erfüllen. Gerade dieser Mechanismus lässt sie aber auf kaum mehr zu bewältigende Problemlagen zutreiben. Ein schönes Beispiel gibt das Gesundheitswesen.

Interessengruppen blockieren das Wachstum

Interessengruppen blockieren das Wachstum

Es liegt sicher nicht an mangelnden Analysen, dass es in Europa nicht vorwärts geht. Wir blicken zurück auf etliche Jahre mit zahlreichen Aktionsplänen, Berichten, Studien, die übrigens fast alle zu erstaunlich ähnlichen Ergebnissen kommen, vor allem was den europäischen Arbeitsmarkt angeht. Trotzdem will der wirtschaftliche Befreiungsschlag nicht gelingen. Wo liegen

Weitere Beiträge

Vogelblick auf die Antike

«Auf einem Flugbild erschliessen sich Formen und Gegenstände, die einem sonst verborgen bleiben», sagt Georg Gerster und illustriert in der Ausstellung «Flug in die Vergangenheit» seine Aussage mit rund 300 Photographien von bedeutenden archäologischen Stätten. Viele davon sind von der Unesco als «Weltkulturerbe» anerkannt. Dass der 1928 in Winterthur geborene

Leichte Kost in der Schweizer Literatur

Milena Moser schreibt locker und komisch über Alltagswidrigkeiten – doch sind ihre Bestseller mehr als harmloser Schund? Die Autorin argumentiert: Ja. Ein Plädoyer für das oft vernachlässigte Lesevergnügen.

Dunkler als tausend Schatten

Vor 60 Jahren warfen die USA Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ab, um Japans bedingungslose Kapitulation zu erzwingen. Doch welche wahren Gründe standen dahinter?

Die Welt ist keine Maschine

Die radikale Kritik an der Planbarkeit der Zukunft ist ein Kernstück der Sozial-philosophie von F.A. von Hayek. Sie wurde schon während und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals publiziert, fand aber erst viel später Beachtung.

Alexis de Tocqueville – Freiheit und Melancholie

Tocqueville im Kontext der politischen Ideengeschichte einzuordnen, ist kein leichtes Unterfangen. Dass er politischer Denker sei, steht zwar ausser Frage; in der Sekundärliteratur wird er mitunter gar zum Begründer der modernen Politikwissenschaft gemacht. Von seinen zwei bekannten Schriften gilt eine der gesellschaftlichen und politischen Verfassung der Vereinigten Staaten, die andere

Editorial

Ein Abschied zunächst. Nach dreissigjähriger Tätigkeit als Redaktionsassistentin hat Regula Niederer die Schweizer Monatshefte Ende Juli verlassen. Was sie im Lauf der Zeit an Fleiss, an Erfahrung und Wissen eingebracht hat, lässt sich nicht nur, aber auch an einer Zahl festmachen: unter verschiedenen Redaktionsteams hat sie über dreihundert (!) Ausgaben mitbetreut

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.