Ausgabe 1037 - Juni 2016
An der Schmerzgrenze: Europas Wähler stemmen sich gegen die Globalisierung. Was treibt sie an? Wer profitiert von den Ängsten? Und wie ist das zu ändern?
In dieser Ausgabe
Schwerpunkt
Die Schmerzgrenze
Globalisierung und technologischer Fortschritt pflügen nicht nur die Wirtschaft um, sondern ganze Gesellschaften. Ein Gespräch über politische Konflikte, Heilsversprechen und unseriöse Prognosen.
Stresstest fürs globale Dorf
Menschen mussten sich schon immer im vertrauten Umfeld wie in der weiten Welt zurechtfinden. Liberale Denker liefern Einsichten, wie das auch weiterhin gelingen kann.
Zurück in die Zukunft
Der digitale Wandel bedroht die Erfolgreichen und fordert Mut zum Risiko.
Es werde Geld!
Kaum jemand weiss mehr, was Geld ist – sind deshalb die Rufe nach seiner «Abschaffung» oder dem «Systemwechsel» so populär? Eine Erinnerung aus aktuellem Anlass.
Dossier
Die Kunst der Umsetzung
Die Voraussetzungen für eine bürgerliche Trendwende sind da. Die Erwartungen sind hoch. Vorwärts geht es trotzdem nur in kleinen Schritten.
«30 Jahre schlanker Staat»
Die bürgerliche Zusammenarbeit und ihre fiskalpolitischen Problemzonen.
«Es war einmal ein Bürgerblock…»
Was Sie schon immer über den bürgerlichen Schulterschluss wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.
Aktuelle Debatten
150 Ideen für ein Wort
Für uns, die wir bei Havas arbeiten, ist es immer etwas Besonderes, eine neue Werbekampagne für den «Schweizer Monat» auszutüfteln. Ja, auszutüfteln.
Weitere Beiträge
Editorial
Noch befindet sich die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP) in der Verhandlungsphase. Falls das Abkommen zwischen der EU und den USA zustande kommt, wird sich die Schweizer Landwirtschaft mit aller Kraft gegen eine Andockungslösung der Schweiz stemmen. Unterstützung erhalten die Bauern dabei von den Sozialdemokraten.
Making of 1037
Endlich Zahlen Unsere Redaktorin Olivia Kühni mag Essays, Plädoyers und kluge Gedanken, ist aber auch ein grosser Fan von sorgfältiger und demütiger Empirie – gerade in Politikwissenschaft und Ökonomie. Darum war sie begeistert über die Forschung einer Zürcher Professorin. Stefanie Walter weist nach, was seit Jahren behauptet wird: Globalisierung verändert die
Bitte anständig sein
Banker, die trotz Milliardenverlusten und schlechten Eigenkapitalrenditen Millionenboni kassieren, korrupte Manager und bestechliche Beamte – sie alle sind Treiber des Volkszorns. Und was öffentlich als Skandal wahrgenommen wird, dient für Bürokraten aller Couleur als Einladung, Menschen mit Hilfe von Gesetzen und Verordnungen zu «erziehen». Der Einzelfall wird damit nicht selten zum
Konsequent liberal: Ehe für alle
Die Haltung zur sogenannten Homoehe taugt nicht zur Verortung eines Bürgers im Links-rechts-Spektrum.
Das Establishment ist empört
Die Rollen von ’68 sind vertauscht: Die Kritik, das Aufbegehren, die Aussenseiter, sie stehen heute rechts.
Gutmensch
«Gutmensch!» Mit diesem Wort entlädt sich schiere Aggression gegenüber einer womöglich allzu ostentativen, auf jeden Fall lästigen Wertorientierung des politischen Gegners. Es zielt ohne jegliche Umschweife auf dessen Person, statt sich länger mit dessen Handeln oder Argument aufzuhalten – und genau deshalb gehört es auf die Müllhalde der politischen Rhetorik. Der